Allersberg

Bauausschuss lehnt Funkmast ab

Genehmigungsbehörde für das Vorhaben bei Altenfelden ist allerdings das Landratsamt

28.03.2014 | Stand 02.12.2020, 22:53 Uhr

Am Waldrand im Vordergrund soll der Funkmast durch die Deutsche Funkturm aufgestellt werden, im Hintergrund ist Allersberg zu erkennen. - Foto: Mücke

Allersberg (HK) Mit Stimmengleichheit haben die Mitglieder des Allersberger Bauausschusses das gemeindliche Einvernehmen zur Errichtung eines Funkmastes südlich von Altenfelden verweigert. Damit ist das Projekt noch nicht vom Tisch, denn Genehmigungsbehörde ist das Landratsamt in Roth.

Das Betriebsgelände von 25 mal 16 Metern befindet sich am nördlichen Rand eines kleinen Wäldchens direkt an der Ostseite der Autobahn, nur wenige hundert Meter südlich von Altenfelden. Dort will die Deutsche Funkturm GmbH einen Mobilfunkmast mit einer Gesamthöhe von 45,6 Metern errichten, an dessen Fuß einen Container als Betriebsraum aufstellen und das Gelände mit einem Maschendrahtzaun einfrieden. Dazu erklärte Bürgermeister Bernhard Böckeler, dass der Markt im Rahmen des Mobilfunkpakts einen Standort westlich der Autobahn empfohlen habe. Dort aber habe der Betreiber anscheinend kein geeignetes Grundstück gefunden.

Norbert Schöll (CSU) gefiel der Standort ganz und gar nicht. „Zu nah an Altenfelden und zu nah an Allersberg“, führte er ins Feld. Es gäbe wohl bessere Lösungen. Wenngleich Walter Penkert (ABF) feststellte, dass es in diesem Bereich ein Funkloch gebe. Den ziemlich höchsten Punkt habe der Mobilfunkbetreiber mit dem Standort zwischen der Autobahnanschlussstelle Allersberg im Süden und Altenfelden im Norden auserwählt, erläuterte Benjamin Haußner vom Bauamt. Er wies auch darauf hin, dass sich auf dem Grundstück zwei kartierte Biotope befinden. Für die Erteilung des Einvernehmens stimmten Ulrich Karl (FW) sowie Norbert Schöll und Manfred Schroll von der CSU.

Wie es weitergeht, wurde in der Sitzung nicht erläutert. Aber der Antrag muss trotz des verweigerten Einvernehmens dem Landratsamt zur Entscheidung vorgelegt werden. Und wie das Landratsamt entscheiden wird, das wird sich zeigen. Die Rolle der Biotope wird die Genehmigungsbehörde jedenfalls berücksichtigen müssen.

Ein recht ungewöhnliches Projekt ist in der Seligenportener Straße auf dem Grundstück der früheren Firma Gehrke geplant. Dort sollen Lagerräume aus modularen Fertigcontainern aufgestellt werden. In zwei Zeilen mit einer Fahrstraße dazwischen sollen auf der einen Seite 19 und auf der gegenüberliegenden Seite 25 Container aufgestellt werden, um darin Haushaltsgegenstände zu lagern. Dazu hatten die Marktgemeinderatsmitglieder ein ganzes Bündel von Fragen, die aus der Beschreibung des Vorhabens allerdings niemand beantworten konnte. Norbert Schöll sah jedenfalls zusätzliche Belastungen für die Anwohner und die Straße und verwies auf unmittelbar angrenzende Wohnbebauung und das nahe Altenheim. In der Baubeschreibung müsste zum Ablauf noch manches ergänzt werden, so Walter Penkert. Die Ausschussmitglieder erteilten zwar das gemeindliche Einvernehmen bei der Gegenstimme von Norbert Schöll, aber genauere Betriebszeiten, Fahrzeugaufkommen, die Beachtung des Gebietscharakters und die Nachbarschaft müssten berücksichtigt werden, wurde im Beschluss festgehalten.