Manching

Anträge für Drohnenflüge

Für den Aufstieg von Flugmodellen sind Freigaben der Tower nötig

04.05.2017 | Stand 02.12.2020, 18:11 Uhr

Manching (DK) Während der großen Ferien wird heuer auf der Nordbahn am Manchinger Flugplatz gelandet und gestartet werden. Grund dafür sind verschiedene Bauarbeiten auf der Südbahn in der Zeit vom 1. bis 25. August. Vom 6. bis 10. November wird außerdem an der Unterfluranlage Ost im Innenbereich gearbeitet.

Der Umgang mit Drohnen in der Nähe von Flugplätzen war ein weiteres Thema bei der Sitzung der Lärmschutzkommission. Das direkte Überfliegen von militärischen Anlagen, Krankenhäusern, Kraftwerken oder ohne direkten Sichtkontakt ist grundsätzlich verboten. Da es in der Region bekanntlich sowohl in Neuburg als auch in Manching einen Flugplatz gibt, zählt ein großes Areal im Donauraum zum sogenannten kontrollierten Luftraum. Diese Fläche reicht im Norden ungefähr von Rennertshofen bis nördlich von Neustadt, im Süden vom Dürnbucher Forst (kurz vor Elsendorf) nach Steinerskirchen und weiter in den Nordwesten des Gemeindegebiets Ehekirchen.

Wer dort Flugmodelle steigen lassen will, benötigt eine Flugverkehrskontrollfreigabe, die durch den jeweiligen Tower erteilt wird. Für Manching und Neuburg wurden Musteranträge entwickelt, die bei Anfrage elektronisch zur Verfügung gestellt werden. Der entsprechende Bescheid ist kostenfrei. Allerdings muss die Bearbeitungszeit beachtet werden.

Als Hilfestellung für den Bürger wurde ein Flyer erstellt, der sowohl elektronisch als auch in gedruckter Form zur Verfügung gestellt werden kann. Für allgemeine Fragen ist das Luftamt Südbayern unter Telefon (089) 21 76-25 23 zuständig, für den Luftraum Neuburg das Taktische Luftwaffengeschwader 74 Neuburg unter Telefon (08431) 643-27 02, für den Luftraum Manching die Wehrtechnische Dienststelle 61 unter Telefon (08459) 80-22 21. Schriftliche Anfragen an FlugberatungNeuburg@bundeswehr.org oder FlugberatungIngolstadt@bundeswehr.org. Die Grenze zwischen beiden Lufträumen liegt etwa auf einer Linie von Steinerskirchen nach Friedrichshofen.

Zur Sitzung der Lärmschutzkommission gehören stets auch einige Zahlen. Die Zahl der Flugbewegungen am Flugplatz Manching blieb 2016 mit fast 25 000 im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant. Der militärische Anteil stieg von 57 Prozent auf fast drei Viertel. Sehr rückläufig ist die Entwicklung der Flugstunden bei der WTD: rund 600 im Vergleich zu 1000 im Jahr 2015. Bei den militärischen Starts (insgesamt 3110) ging der Anteil der Jets um rund ein Fünftel auf etwa 650 zurück, während Propellerflugzeuge und Helikopter zunahmen. Die IMA kam im Vorjahr auf 3444 Starts im Vergleich zu 4762 im Jahr zuvor.