Hagenhill

Altes Schulhaus wird wieder genutzt

Tagespflegeeinrichtung in Hagenhill für an Demenz erkrankte und pflegebedürftige Menschen

15.05.2014 | Stand 02.12.2020, 22:41 Uhr

Viel Arbeit und Geld hat das Ehepaar Weber – hier mit ihrem Pflegesohn Nico – in die ehemalige Hagenhiller Schule investiert, um daraus eine Tagespflegeeinrichtung zu schaffen. - Fotos: Köbler

Hagenhill (kbf) Vor fünf Jahren haben sich Josef und Katharina Weber aus Mühlhausen entschlossen, das ehemalige Hagenhiller Schulhaus zu kaufen. Katharina Weber, eine geborene Arbesmeier aus Hagenhill, und ihr Mann träumten schon lange davon, dieses Gebäude zu renovieren.

Bei der ersten Begutachtung, ein Jahr vor dem Kauf, erschien es den Eheleuten jedoch unmöglich, dieses Wagnis einzugehen, obwohl sie schon damals die Idee hatten, die Räume und den großen Garten des ehemaligen Schulhauses als Tagespflege für demenziell erkrankte und pflegebedürftige alte Menschen zu nutzen. Doch als es im Jahr 2009 immer noch zum Verkauf stand, griffen sie zu.

Nun wurde die ehemalige Schule zur Großbaustelle. Das Dach erhielt eine neue Eindeckung und wurde wärmeisoliert sowie alle Mauern mit frischem Putz versehen. Auch im Inneren gab es viel zu tun. Die hohen Decken wurden abgehängt, Mauern durchbrochen, die Elektrik völlig erneuert. Da es im alten Schulhaus nur eine Ofenheizung gab, setzte das Ehepaar auf modernste Technik. Eine Pelletheizung, bei der die Wände als Heizkörper dienen, versorgt das alte Schulhaus mit behaglicher Wärme. Neue Bäder und behindertengerechte WCs wurden eingebaut. Die im Erdgeschoss liegende ehemalige Lehrerwohnung wird nach dem Umbau für die Tagespflege genutzt. Hier ist eine große Küche entstanden, wo mit den Tagesgästen gemeinsam gekocht und gebacken wird. Des Weiteren befindet sich hier ein Gemeinschafts- und Ruheraum.

Das Ergebnis des Umbaus kann die Bevölkerung bei einem Tag der offenen Tür am Sonntag, 25. Mai, von 14 bis 17 Uhr besichtigen. Kaffee und Kuchen stehen für die Besucher bereit. Zuvor wird Pfarrer Wolfgang Stowasser im kleinen Kreis den Räumen den kirchlichen Segen spenden.

Ab November wird in den Räumen des Erdgeschosses, das barrierefrei und behindertengerecht umgebaut wurde, eine Tagespflege für demenziell erkrankte und pflegebedürftige Menschen betrieben. Die Voraussetzungen für den Betrieb sind gegeben. Als gelernte Krankenschwester war Katharina Weber über 15 Jahre berufstätig. In den vergangenen Jahren arbeitete sie in der ambulanten Krankenpflege. Eine Weiterbildung zur gerontopsychiatrischen Fachkraft vervollständigte ihre Ausbildung.