Samstag, 15. Dezember 2018
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Altmannsteiner Sportsoldatin Vanessa Körndl feiert in Rio de Janeiro - Etliche Sportler im Einsatz

Silber bei der Militär-Weltmeisterschaft

Rio de Janeiro
erstellt am 05.12.2018 um 18:18 Uhr
aktualisiert am 05.12.2018 um 21:12 Uhr | x gelesen
Rio de Janeiro/Altmannstein (pz/DK) Am vergangenen Wochenende sind insgesamt 14 Athleten und Athletinnen des Taekwondo-Vereins Tiger & Dragon Mindelstetten/Altmannstein bei unterschiedlichen Turnieren über den ganzen Globus verteilt an den Start gegangen. Den größten Erfolg feierte dabei Vanessa Körndl in Brasilien.
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Eine Altmannsteinerin jubelt in Rio: Taekwondo-Aushängeschild Vanessa Körndl (l.) holte sich Silber bei der Militär-Weltmeisterschaft. Gold ging an Milena Titoneli aus Brasilien (Mitte), Bronze an Christiana Rizzelli aus Italien.
Eine Altmannsteinerin jubelt in Rio: Taekwondo-Aushängeschild Vanessa Körndl (l.) holte sich Silber bei der Militär-Weltmeisterschaft. Gold ging an Milena Titoneli aus Brasilien (Mitte), Bronze an Christiana Rizzelli aus Italien.
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Die 21-jährige Altmannsteinerin startete in Rio de Janeiro für die Deutsche Bundeswehr bei der Militär-Weltmeisterschaft. Bei einer solchen WM treten internationale Spitzensportler an. Allerdings sind es deutlich weniger Teilnehmer als bei einer normalen Weltmeisterschaft, wie Körndls Heimtrainer Bernhard Bruckbauer erklärte: "Das liegt daran, dass nicht jedes Land jede Sportart fördert. Außerdem gibt es in manchen Ländern nur männliche Sportsoldaten."

Die deutsche Sportsoldatin Körndl konnte dabei in einem aufreibenden Halbfinale der sehr starken Chinesin Huang Li Tuan die Stirn bieten. Diese war als klare Favoriten in den Kampf gestartet. Körndl aber gelang es, den anfänglichen Rückstand souverän auszugleichen. Am Ende setzte sich die Altmannsteinerin sogar mit 12:10 Punkten durch und erreichte so überraschend das Finale der Militär-Weltmeisterschaft.

Im Kampf um Gold und Silber traf Körndl auf die Lokalmatadorin Milena Titioneli aus Brasilien. In einem sehr ausgeglichenen Match fehlte der Altmannsteinerin am Ende nur wenig, um den entscheidenden Treffer zum Sieg zu landen. Mit 21:25 Punkten holte sich Körndl somit verdient den Vize-Militär-Weltmeistertitel.

Im spanischen Marina d'Or ging Julia Voll aus Wackerstein für die deutsche Jugend-Nationalmannschaft bei der Kadetten-Europameisterschaft auf die Matte. Nach ihrem Kreuzbandriss im Februar und der anschließenden langen und intensiven Reha-Phase hat sie sich mit eiserner Disziplin wieder zurück zum internationalen Wettkampfgeschehen gebracht. Vor zwei Wochen erreichte sie sensationell bei den Croatia Open die Goldmedaille.
Beim Internationalen Park Pokal gab es für das Team Tiger & Dragon etliche Spitzenplatzierungen. Für Julia Voll (rechtes Bild, Mitte) war bei der Kadetten-Europameisterschaft in der ersten Runde Schluss.
Beim Internationalen Park Pokal gab es für das Team Tiger & Dragon etliche Spitzenplatzierungen. Für Julia Voll (rechtes Bild, Mitte) war bei der Kadetten-Europameisterschaft in der ersten Runde Schluss.
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In Spanien hätte sie nun gern an diesen Erfolg angeknüpft. Gegen die Spanierin und spätere Europameisterin Cloe Iglesias konnte Voll jedoch nicht die gewohnte Leistung abrufen und unterlag mit 4:21. Ehrgeizig wie man die Wackersteinerin kennt, machte sie es sich schwer, so frei zu kämpfen, wie man es auf einem rangniedrigeren Turnier wahrscheinlich tun würde.

Derweil kämpften in Sindelfingen 13 Sportler des Teams beim Internationalen Park Pokal. Insgesamt gingen dort mehr als 400 Starter aus 17 Ländern auf die Matte. Die Tiger & Dragon-Kämpfer und Kämpferinnen bildeten den größten Teil des Teams Oberbayern.

Als Erste ging Sarah Wilhelm aus Mindelstetten an den Start. Gegen die Österreicherin Anna Maier zeigte sie ihr Können und siegte mit 24:4. Im Halbfinale traf sie auf Gabrielle Ocean aus Großbritannien, der sie sich mit 12:24 geschlagen geben musste. Damit war ihr Bronze sicher. Danach folgte das Duell zwischen Sofia Klein aus Wackerstein und Allegra Harrasser aus Österreich. Mit 19:6 Punkten zog Klein souverän in die nächste Runde ein. Hier traf sie auf Alicia Langenkamp aus Wuppertal. Auch diese bezwang Klein mit 23:11 und zog ins Finale gegen Luisa Eileen Hausner aus Zwönitz ein. Hier musste sich die Wackersteinerin nicht nur gegen die Gegnerin, sondern auch gegen die lautstark anfeuernden Fans durchsetzen. Doch nachdem das anfängliche Eis gebrochen war, ging sie auch aus dieser Begegnung mit 21:9 als Siegerin hervor. Die Goldmedaille war der angemessene Lohn.

Anna Klemeyer aus Mindelstetten sicherte sich ebenso die Goldmedaille. Gegen Kinnari Brack aus der Schweiz (9:4) und Chiara Rudolf aus Österreich (8:6) zeigte sie sportliches Können und eine gehörige Portion Nervenstärke. Lukas Schmailzl aus Steinsdorf war in seiner Kategorie ohne Gegner und damit kampflos auf dem ersten Platz. Leonie Mayer aus Offendorf konnte an diesem Tag nicht an ihre Erfolge der vergangenen Monate anknüpfen. In ihrem Auftaktmatch gegen Tamara Markovic aus Stuttgart agierte sie nicht mit der gewohnten Coolness und unterlag mit 10:25.
 
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Vinzenz Bruckbauer aus Sandersdorf trat im Halbfinale gegen Davud Guellue aus der Schweiz an. In der ausgeglichenen Partie zeigten sich die beiden Kontrahenten sehr bissig und stark. Vinzenz mobilisierte am Ende der dritten Runde nochmals alle Kräfte und gewann mit 43:38.

Im Finale traf er auf Vadim Goyan aus Wuppertal. Bereits in der ersten Runde wurde Vinzenz vom Gegner so unglücklich am Auge getroffen, dass er aufgeben musste. Eine Silbermedaille und ein kleines Veilchen nahm der Sandersdorfer mit nach Hause. Sein Bruder Johannes Bruckbauer traf im Finale auf Luis Häfner aus Wuppertal. Häfner setzte in den letzten Momenten noch entscheidende Punkte und verwies Bruckbauer mit 13:15 Punkten auf Rang zwei.

Hannah Hirte und Emily Kröner aus Mindelstetten sowie Lena-Michele Simon aus Pförring sicherten sich am Sonntag in der Kategorie Poomsae-Team auf Anhieb die Silbermedaille. Bei dieser Disziplin kommt es neben der Genauigkeit der einzelnen Techniken und der kraftvollen Ausführung auch auf die Synchronität mit den Teamkolleginnen an.

Auch im Einzelwettbewerb gingen die drei Formenläuferinnen in dem mit 26 Starterinnen sehr stark besetzten Teilnehmerfeld auf die Matte. Hannah Hirte erreichte aufgrund ihrer guten Bewertung im ersten Durchgang das Halbfinale. Im Wettstreit um die Finalteilnahme trennten sie nur wenige Zehntel von den besten acht Läuferinnen. Das I-Tüpfelchen des Wochenendes war dann noch die Teamwertung, bei der das Team Oberbayern den ersten Platz belegte.

Dieses Wochenende war für die Leistungsträger im Team Tiger & Dragon ein gelungener Jahresabschluss. Eine richtige Pause wird es aber auch über die Weihnachtsferien nicht geben, denn bereits am 27. Dezember reisen wieder die Teilnehmer des Wintercamps an.
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