Freitag, 16. November 2018
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Regionalliga-Basketballer nach dem überraschenden Pokal-Aus bei München Basket zu Gast

Verfolgerduell für Wolnzach

Wolnzach
erstellt am 08.11.2018 um 17:54 Uhr
aktualisiert am 15.11.2018 um 18:20 Uhr | x gelesen
Wolnzach (mlu/kvr) Nach der enttäuschenden Pokalniederlage in Dingolfing wartet auf die Basketballer des TSV Wolnzach eine große Herausforderung. Morgen (19.45 Uhr) sind die Wolnzacher als Tabellenzweiter beim Dritten München Basket zu Gast.
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Wolnzach muss sich strecken: Valerian Zenk (rechts) und der TSV wollen die Niederlage im Pokal vergessen machen, morgen ist das Team in München zu Gast.
Wolnzach muss sich strecken: Valerian Zenk (rechts) und der TSV wollen die Niederlage im Pokal vergessen machen, morgen ist das Team in München zu Gast.
Urban
Wolnzach
Die in der Bayernliga noch sieglosen Dingolfinger zeigten sich in der Vorwoche im Bayernpokal deutlich wacher und spielfreudiger und verpassten den eine Liga höher spielenden Wolnzachern eine 75:85-Niederlage.

Die Dingolfinger, die diese Saison ohnehin mit einem kleinen Kader auskommen müssen, fanden sich wesentlich besser in diesem Spiel zurecht. Den Wolnzachern merkte man sowohl ihre ungewöhnliche Aufstellung als auch die schwache körperliche Verfassung des Tages an. Mit Lukas Kappelmeier, Alexander Hoffmeister und Torben Degner nur drei Stammspieler mit dabei, der Rest der Mannschaft war in dieser Form neu. Im Falle der U16-Aushelfer Louis Liebrand und Noah Riedel sogar brandneu. Die beiden wurden aufgrund von akutem Spielermangel unter der Woche noch mit Überspringerlizenzen ausgestattet und machten ihre ersten Trainings im Erwachsenenbereich mit. "Sie wurden echt böse ins kalte Wasser geworfen, haben sich aber von ihrer besten Seite gezeigt", fand Marco Hoffmeister, der nach überstandener Sprunggelenksverletzung und zwei Monaten Pause das erste Spiel der Saison machte.

Nach einem guten Start in die Partie mussten die Wolnzacher zusehen, wie sich die Dingolfinger in einen Rausch spielten. Mit einem 18:4-Lauf eroberten sie zum Viertelende ein 23:17. Im zweiten Abschnitt holten sich die Wolnzacher mit einem 11:2-Lauf das Momentum zurück, gingen sogar kurzzeitig in Führung. Durch viele unnötige Ballverluste und schwache Defensivszenen der Wolnzacher erspielte sich Dingolfing einen neuerlichen Lauf und führte zu Pause. Diese schrumpfte im dritten Viertel etwas zusammen, Im Schlussabschnitt brachte Dingolfing den Sieg nach einer einer unkonzentrierten und defensiv schwachen Wolnzacher Leistung nach Hause. "Es fehlten die defensiven Führungsspieler. Es fehlte an Kommunikation, wir haben keinen Zugriff bekommen", analysierte Hoffmeister. Freuen konnte er sich trotzdem über seine Rückkehr zum Team. "Gott sei Dank hat sich gezeigt, dass man den Sport nicht so schnell verlernt."

Das kann Hoffmeister schon morgen in München beweisen, dann geht es für den TSV zum Tabellendritten München Basket. Beide Teams haben eine Bilanz von 4:1 Siegen. "Wer das Spiel gewinnt, bleibt ärgster Verfolger des aktuell noch ungeschlagenenen FC Bayern III", weiß Trainer Mike Urban. Doch das primäre Ziel des TSV sei es nicht, die Verfolgerrolle einzunehmen. Gegen die Münchner will das Urban-Team die Schmach aus der Pokalpleite ausmerzen. Die Vorzeichen dafür stehen gut: "Mit zwölf Spielern sind wir für unsere Verhältnisse gut aufgestellt", sagt Urban. Zwar fehlen mit Peter Maischak, Sven Leicht und Stefan Fuchs weiterhin drei gestandene Spieler, dafür sind Valerian Zenk, David Eichmüller, Tobias Fuchs, Leonhard Biersack sowie eben Hoffmeister wieder dabei. "Hoffentlich sind wir fitter als letztes Wochenende", meint Urban. Bei den Baskets hebt der TSV-Coach vor allem Sebastian Ebertz und Stavros Tsoraklidis hervor. "In der Offensive sind sie leicht besser als wir, in der Defensive dafür schwächer", vergleicht Urban, der allerdings mit der Wolnzacher Defensivleistung zuletzt nicht zufrieden war: "Da müssen wir wieder besser werden", fordert Urban.

Nach dem Spiel in München wartet eine Woche später in Passau die nächste harte Auswärtsaufgabe. "Eine interessante Phase", sagt Urban. Vorrang hat aber das München-Spiel: "Wir können sehen, wie weit wir gegen solche Gegner jetzt schon sind."
 
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