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Hohe Hürde für Ehekirchen

Ehekirchen
erstellt am 11.08.2017 um 19:01 Uhr
aktualisiert am 28.08.2017 um 03:34 Uhr | x gelesen
Ehekirchen (dno) Ohne die rot-gesperrten Alexander Gerbl und Sebastian Rutkowski muss der FC Ehekirchen an diesem Samstag (15 Uhr) die hohe Auswärtshürde beim heimstarken TSV Offingen nehmen. Die letzte Heimpleite des Aufsteigers, der mit zwei Unentschieden in die Saison 2017/18 der Bezirksliga Schwaben Nord gestartet ist, liegt über ein Jahr zurück.
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Am 10. April 2016 verloren die Schwaben aus dem Landkreis Günzburg letztmals vor heimischem Publikum, als sie dem SV Ettenbeuren mit 1:3 unterlagen. Danach feierten die TSV-Kicker 14 Siege und teilten sich viermal mit dem Gegner die Punkte. Eine Niederlage gab es seitdem nicht mehr. "Ich habe meine Mannschaft bereits gewarnt. Offingen gehört zu den besseren Aufsteigern", sagt FC-Trainer Simon Schröttle.

Im Vorjahr, als der TSV Offingen mit 13 Punkten souverän Meister der Kreisliga West wurde, stellte die Mannschaft um Spielertrainer Christoph Bronnhuber zudem die beste Offensive (69 Tore) und die stärkste Defensive (nur 31 Gegentreffer). Der Aufstieg war übrigens der zweite innerhalb von nur drei Jahren: Erst 2014/15 war der TSV aus der Kreisklasse hochgekommen. Zum Auftakt trotzte Offingen dem TSV Hollenbach ein 1:1-Unentschieden ab, am vergangenen Sonntag wurden beim 2:2 gegen den BC Adelzhausen die Punkte geteilt. Schröttle kennt den Offinger Trainer Bronnhuber aus gemeinsamer Zeit beim TSV Meitingen. "Ich schätze ihn sehr und er macht auch eine richtig gute Arbeit. Deshalb war der Aufstieg für mich keine Überraschung", sagt der 25-jährige Spielertrainer. Nachdem Bronnhuber die Ehekirchener bei deren 5:0-Kantersieg gegen den TSV Wörnitzstein am vergangenen Wochenende beobachtet hat, erwartet Schröttle defensiv eingestellte Hausherren. "Außer sie überraschen uns", sagt er. Die rot-bedingten Ausfälle sieht er als Chance für die anderen Spieler.

Das Bezirkssportgericht (BSG) Schwaben hat Alexander Gerbl wegen "rohen Spiels" für drei Verbandsspiele gesperrt. Der 27-Jährige hatte beim Saisonauftaktspiel gegen den VfR Neuburg in der 79. Minute nach einem Foulspiel an Rainer Meisinger die Rote Karte erhalten. Nach Ansicht der ehrenamtlichen Richter war das Foul gemäß der DFB-Fußballregel 12 als Treten zu bewerten. Berücksichtigt bei der Urteilsfindung wurden eine Stellungnahme des Vereins sowie eine schriftliche Aussage des Zeugen Alexander Egen (VfR). Demnach war die Aktion Gerbls mit Blick auf seine bisher untadelige Spielweise aus subjektiver Sicht darauf ausgelegt, den Ball zu spielen. Ferner ging das BSG Schwaben davon aus, dass aufgrund der Zeugenaussage der Neuburger Spieler am Fußrücken/Spann getroffen und das Foul daher wohl von seitlich hinten ausgeführt wurde. Demgegenüber standen "die hohe Geschwindigkeit bei der Ausführung der Aktion" sowie eine längere Behandlungspause während des Spiels. "Der Betroffene agierte insofern rücksichtslos und machte sich eines Vergehens schuldig", schrieb das BSG. Gerbl muss also auch am kommenden Dienstag, 15. August, im Heimspiel gegen den FC Horgau zuschauen. Die Rote Karte für Sebastian Rutkowski ist noch nicht verhandelt worden.

Von Norbert Dengler
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