Mittwoch, 12. Dezember 2018
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Reserve des SC Ried will dritten Sieg in Folge, hat aber mit der TSG Untermaxfeld II einen schwerer Gegner

"Eine kleine Überraschung drin"

Neuburg
erstellt am 12.10.2018 um 19:10 Uhr
aktualisiert am 27.10.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Neuburg (DK) Die Rieder Reserve hinkt trotz der jüngsten Siegesserie den Erwartungen hinterher.
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Die Leistungen bei Daniel Meilingers (links) SC Ried II sind in dieser Saison noch recht schwankend. Am Sonntag geht es nach Untermaxfeld.
Die Leistungen bei Daniel Meilingers (links) SC Ried II sind in dieser Saison noch recht schwankend. Am Sonntag geht es nach Untermaxfeld.
Mattick/Archiv
Neuburg
Wir haben uns vor dem zwölften Spieltag in der Fußball-B-Klasse Neuburg mit SCR-Spielertrainer Daniel Meilinger (Foto) unterhalten.

Herr Meilinger, der Saisonstart ging mit nur einem Punkt aus drei Spielen daneben. Was war der Grund dafür?
Daniel Meilinger: Wir hatten mit Bertoldsheim, Berg im Gau II und Feldkirchen natürlich nicht unbedingt ein leichtes Auftaktprogramm, dennoch wäre mit konzentrierteren Leistungen eine deutlich höhere Punktausbeute drin gewesen. Gerade im Auftaktmatch beim SVB konnte die Mannschaft über die gesamte Spielzeit klarste Torchancen nicht nutzen. Ähnlich lief es gegen den BSV Berg im Gau II. Hinzu kam, dass wir uns zwei gravierende Schnitzer leisteten, so dass die Partie verloren ging. Beim Gastspiel in Feldkirchen mussten wir eine verdiente 0:8-Schlappe in Kauf nehmen, da man nicht unbedingt in Bestbesetzung auflief.

Es folgte der erste Saisonsieg gegen Grasheim. Was hat die Mannschaft hier besser gemacht?
Meilinger: Die Grasheimer Reserve ließ uns an diesem Tag relativ viele Räume im Mittelfeld, so dass wir uns gute Torchancen erarbeiteten, diese jedoch meistens wieder nicht nutzten. In der Defensive standen wir bis zum Anschlusstreffer kurz vor Schluss relativ sicher und ließen nur wenig zu.

Es folgten dann allerdings drei weitere Niederlage . . .
Meilinger: Hier fordert die momentane Situation ihren Tribut. Aktuell stehen uns mehrere Leistungsträger aufgrund von Langzeitverletzungen nicht zur Verfügung oder sind wegen ihrer mangelnden Fitness nur bedingt einsetzbar. Dazu kommt noch, dass fast jede Woche studiums- oder berufsbedingt Ausfälle zu beklagen sind. Somit haben wir fast jeden Spieltag vier bis fünf Änderungen in der Startaufstellung zu tätigen, was es natürlich schwierig macht, eine gewisse Grundstruktur in die Mannschaft reinzubringen.

Des Weiteren sind unsere jungen Spieler in manchen Situationen einfach noch nicht abgezockt genug und müssen in den nächsten Monaten noch mehr an den Herrenbereich herangeführt werden. Dass der eine oder andere den Trainingsbetrieb zudem noch etwas schleifen lässt, ist auch ein Grund, der sich dann in Abstimmungsfehlern in der Defensive, einer hohen unnötigen Fehlpassquote oder mangelnder Chancenverwertung wiederspiegelt und zu Niederlagen führt.

Aus den jüngsten vier Partien holte Ihr Team dann wieder zwei Siege. Was war das Erfolgsrezept?
Meilinger: Im Spiel gegen die SG Rohrenfels-Wagenhofen hatten wir viele Räume, was uns natürlich in die Karten spielte und uns zu einem verdienten, wenn auch am Ende knappen Sieg führte. Beim 3:0-Erfolg gegen den VfR Neuburg II war letztendlich die Tagesform ausschlaggebend. Dadurch, dass die Gäste etwas mit Personalsorgen zu kämpfen hatten und wir am vergangenen Sonntag aus dem Vollen schöpfen konnten, war der Sieg über die gesamten 90 Minuten ungefährdet.

Nun gastiert man bei der TSG Untermaxfeld II (Sonntag, 13 Uhr). Diese ist nach vier Niederlagen mit zuletzt zwei Siegen wieder in der Erfolgsspur. Wo sehen Sie die Stärken und Schwächen des Gegners?
Meilinger: Da die TSG Untermaxfeld II zum Saisonbeginn freiwillig den Gang in die B-Klasse angetreten hat, habe ich schon etwas näher verfolgt, wie die Mannschaft mit der neuen Situation umgehen würde. Grundsätzlich schätze ich die TSG als sehr ausgeglichene Mannschaft ein, die von ihrer Kaderstruktur ähnlich der unseren ist. Einige gestandene Spieler mit Erfahrung in Kreisliga/Kreisklasse bilden den Kern der Mannschaft und werden durch die jungen Nachrücker im Verein ergänzt, die sich natürlich für einen Platz in der ersten Mannschaft empfehlen wollen.

Wie lautet das Ziel für dieses Spiel und was muss Ihre Mannschaft dafür umsetzen?
Meilinger: Klar, man will nach dem jüngsten Erfolg am liebsten gleich den nächsten Sieg nachlegen. Realistisch gesehen ist die Partie in meinen Augen aber wieder abhängig von der berühmten Tagesform. Sollte man in der Defensive gut stehen und ihren besten Torschützen Sascha Bissinger weitestgehend ausschalten, im Spiel nach vorne wieder klarere Aktionen schaffen beziehungsweise vor dem Tor kaltschnäuziger als in den letzten Partien agieren, ist mit Sicherheit eine kleine Überraschung drin.

Nach Platz sechs in der Vorsaison: Wie lautet das Ziel für die aktuelle Spielzeit?
Meilinger: In den letzten Spielzeiten haben wir uns immer in ähnlichen Tabellenregionen bewegt und nach dem bisher holprigen Saisonverlauf wäre ich als Abteilungsleiter mit einer Platzierung im guten Tabellenmittelfeld natürlich mit Sicherheit zufrieden. Primär zählt es für mich als Trainer der Zweiten aber, vor Allem unsere jungen Spieler noch mehr in unseren beiden Herrenmannschaften zu integrieren und sie in ihrer sportlichen Entwicklung zu fördern, so dass auch in den kommenden Jahren gesichert ist, dass beim SC Ried guter und attraktiver Fußball gespielt wird.

Die Fragen stellte

Marek Hajduczek
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