Mittwoch, 18. Juli 2018
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Mattes-Elf wünscht sich Heimsieg gegen FV Illertissen - Fabian Eberle wieder dabei, Schäll gesperrt

VfB Eichstätt will heute Klassenerhalt sichern

Eichstätt
erstellt am 16.04.2018 um 22:21 Uhr
aktualisiert am 01.05.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Eichstätt (dno) Der VfB Eichstätt will heute Abend den nächsten Schritt zum Klassenerhalt in der Regionalliga Bayern machen.
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Nicht zu stoppen waren Markus Ziereis und die schlagkräftige Offensive des TSV 1860 München für Sebastian Graßl und seine Teamkollegen. Im Heimspiel gegen Illertissen heute Abend wollen die Eichstätter die 5:0-Niederlage vergessen machen und den Klassenerhalt endgültig sichern.
Nicht zu stoppen waren Markus Ziereis und die schlagkräftige Offensive des TSV 1860 München für Sebastian Graßl und seine Teamkollegen. Im Heimspiel gegen Illertissen heute Abend wollen die Eichstätter die 5:0-Niederlage vergessen machen und den Klassenerhalt endgültig sichern.
Foto: Traub/Archiv
Eichstätt
Die Truppe von Trainer Markus Mattes empfängt als Tabellensechster den Tabellenneunten FV Illertissen zum 34. Spieltag. Anstoß im Liqui Moly-Stadion ist bereits um 18.15 Uhr.

Während Top-Torjäger Fabian Eberle nach seiner Gelb-Sperre in den Kader und wohl auch in die Startformation zurückkehrt, ist dieses Mal Fabian Schäll zum Zuschauen verdammt. Der 27-jährige Außenbahnspieler holte sich bei der 0:5-Pleite gegen die Münchner Löwen seine fünfte gelbe Karte ab und ist nun gesperrt. Aufgrund diverser Spiele, die noch nachgeholt werden müssen, ist die Tabelle verzerrt. Die SpVgg Bayreuth nimmt beispielsweise mit 33 Zählern den ersten Abstiegs-Relegationsplatz ein, hat aber auch noch zwei Nachholspiele zu bestreiten. Bei zwei Siegen würden sich die Oberfranken ins Tabellenmittelfeld vorschieben und der Eichstätter Vorsprung auf die "rote Zone" könnte von zehn Zählern auf sechs Punkte schmelzen. Schäll sieht die Situation trotz alledem nicht kritisch. "Wenn wir - abgesehen vom 60er Spiel - unsere Leistung abrufen, dann habe ich überhaupt keine Angst, dass wir die noch erforderlichen Punkte für den Ligaverbleib nicht holen werden", sagt der 27-Jährige.
Daniel Bierofka, Trainer des TSV München, beglückwünschte die Eichstätter am vergangenen Wochenende derweil bereits zum Klassenerhalt. "Es ist der Wahnsinn, was dort geleistet wird und dass man die Liga als Aufsteiger frühzeitig gesichert hat", sagte er. Doch soweit ist es - zumindest rechnerisch - noch lange nicht. In den sechs ausstehenden Eichstätter Spielen werden noch 18 Punkte vergeben, und im Fußball ist bekanntlich alles möglich. VfB-Trainer Markus Mattes ist dennoch zuversichtlich, dass ein weiterer "Dreier" reichen wird, weil die Konkurrenz in der Folge auch nicht immer punkten wird. Dabei will er sich aber nicht auf die Begegnungen wie gegen den Drittletzten SV Seligenporten (Samstag, 21. April) oder den Tabellenvorletzten, den FC Memmingen, (1. Mai) verlassen. Er will den Sack bereits heute gegen den FV Illertissen zu machen. "Wir wollen gewinnen. Dann müssten wir gesichert sein", sagt er. Und Schäll meint: "Wir müssen die Pleite gegen die 60er aus den Köpfen bekommen und versuchen, eine neue Serie zu starten. "
Einen Negativlauf haben seit der Winterpause die Gäste aus Illertissen, die mit einer absolut ausgeglichenen Bilanz (10 Siege, 10 Unentschieden und 10 Niederlagen sowie einem Torverhältnis von 40:40) den neunten Rang einnehmen. Die Truppe um Trainer Herbert Sailer konnte in den acht Spielen seit der Winterpause nur gegen die Kellerkinder FC Unterföhring (3:0) und SV Seligenporten (1:1) punkten. Ansonsten gab es sechs Niederlagen. Für Mattes liegt der Grund für das schlechte Abschneiden auf der Hand. "Illertissen hat in der Winterpause mit Alexander Nollenberger seinen besten Stürmer verloren. Was das bedeutet, hat man bei unserem Spiel gegen den TSV 1860 München gesehen, als Fabian Eberle gefehlt hat", sagt der 42-Jährige. Nollenberger hatte in 22 Einsätzen elf Treffer erzielt und zog das Interesse des FC Bayern München II auf sich. Der Verein wollte dem Illertissener Nachwuchstalent keine Steine in den Weg legen, konnte sich aber über den Zeitpunkt des Wechsels nicht besonders freuen. Denn der kam erst am letzten Tag vor dem Ende der Wechselfrist zustande. Der FVI hatte somit keinerlei Möglichkeit mehr, einen adäquaten Ersatz zu verpflichten - und das macht sich nun bemerkbar. Für Nollenberger hat sich die Situation seitdem verändert: Statt uneingeschränkter Stammspieler ist er nur noch Ergänzungsspieler. In fünf Spielen für die kleinen Bayern brachte es der 20-Jährige auf insgesamt bislang nur 73 Minuten Einsatzzeit, in zwei Spielen wurde er nicht einmal eingewechselt.
Neben Nollenberger mussten die Gäste aus dem bayerisch-schwäbischen Landkreis Neu-Ulm vor wenigen Monaten einen weiteren Abgang verkraften: Cheftrainer Ilija Aracic folgte den Lockrufen des Bundesligisten VfB Stuttgart. Er ist dort Assistent von Tayfun Korkut geworden. Als Nachfolger wurde in Illertissen Herbert Sailer verpflichtet. Dieser hat nach dem schlechten Start auch mit personellen Problemen zu kämpfen. Gegen Eichstätt wird jedoch Verteidiger Fabian Rupp nach seiner Sperre wegen einer Ampelkarte wieder dabei sein. Auch Antonio Pangallo konnte das Abschlusstraining komplett absolvieren und wird mit in die Domstadt fahren. Hinter dem Einsatz von Marco Hahn steht dagegen nach wie vor ein Fragezeichen. Bei Daniel Lang und Marvin Weiss kommt ein Einsatz in Eichstätt zu früh. "Wir wollen auf jeden Fall nicht leer heimfahren", gibt Trainer Herbert Sailer vor. "Respekt vor diesem Gegner ist durchaus angebracht, aber wir müssen uns auch etwas zutrauen. Der Gegner ist vor allem auch bei Standards gefährlich, doch ich vertraue auf unsere drei kopfballstärksten Akteure Benedikt Krug, Manuel Strahler und Fabian Rupp. "
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