Bayern München - 1. FC Nürnberg
Die Bayern ließen dem Club keine Chance.
Sven Hoppe (dpa)
München
Bayerntrainer Niko Kovac hatte am Freitag die Rotation für beendet erklärt und schickte die gleiche Startelf ins Rennen wie vergangene Woche beim 2:1-Sieg in Bremen. FCN-Coach Michael Köllner nahm nach der Regenschlacht gegen Leverkusen (1:1 am vergangenen Montag) drei Änderungen vor. Ex-FC Ingolstadt-Profi Robert Bauer, Patrick Erras und Simon Rhein begannen für Ondrej Petrak, Yuya Kubo (beide Bank) und den verletzten Kapitän Hanno Behrens (Bauchmuskelzerrung).

Die Münchner drängten den Club von Beginn an in die Defensive, Torchancen blieben zunächst aber aus. Dann setzten die Hausherren den ersten Stich. Nach einer Ecke von Joshua Kimmich köpfte Lewandowski zum 1:0 ein. Der Pole erhielt dabei gütige Mithilfe von FCN-Keeper Fabian Bredlow, der viel zu langsam aus dem Tor kam und den Ball so verpasste. Die Bayern blieben auf dem Gaspedal. Bredlow lenkte einen abgefälschten Schuss von Ribéry an den Pfosten (15.). Nach 20 Minuten konterte der Club über Sebastian Kerk und Mikael Ishak erstmals ganz gefällig, doch Ishak schlug am Strafraum der Münchner in relativ aussichtsreicher Position eine Kerze.

Noch kläglicher vergab Lewandowski das sichere 2:0, als er nach einer schönen Kombination über Thomas Müller und Serge Gnabry freistehend aus zehn Metern am Tor vorbeischoss (24). In der 27. Minute machte er es besser und baute nach einem Lattenkracher von Leon Goretzka die Bayern-Führung per Abstauber aus. Nürnbergs Kerk bot sich nach einer halben Stunde eine gute Freistoßposition. Der schwache Schuss landete allerdings  in der Mauer und den Abpraller setzte Bauer viel zu hoch an. Die Münchner gönnten sich eine erste Verschnaufpause. Jérome Boateng verzog (44.), sodass es zur Pause beim hochverdienten 2:0 für das Kovac-Team blieb.

Den zweiten Durchgang hätte der agile Kimmich beinahe mit einem Tor eröffnet. Seinen Flachschuss parierte Bredlow sehenswert zur Ecke (46.). Die Münchner mussten nicht einmal aus dem Verwaltungsmodus heraus, um die Partie endgültig zu entscheiden. Ohne erkennbare Gegenwehr kombinierten sie sich in den Club-Strafraum, wo Gnabry abzog. Bredlow parierte erneut, doch gegen 
den Nachschuss Ribérys war er machtlos (56.). Kerk, war vor seiner Auswechslung der Anschlusstreffer nicht mehr vergönnt. Seinen Schuss fälschte Niklas Süle zur Ecke ab (64.), kurz darauf kam Adam Zrelak für den besten Nürnberger ins Spiel (70.).

Nach 75 Minuten bekam Sandro Wagner ein paar seiner wenigen Einsatzminuten im Angriff der Münchner, der starke Gnabry machte für ihn Platz. Der eingewechselte Kingsley Coman, der erstmals seit dem Auftaktspiel wieder vor eigenem Publikum auflaufen durfte, vergab die beste Gelegenheit des FC Bayern auf das 4:0 (77.). Der Rest war lockeres Schaulaufen, sodass das Spiel für die Gastgeber nicht mehr allzu anstrengend wurde und das Ergebnis aus Sicht der Nürnberger einigermaßen im Rahmen blieb. Am kommenden Freitag will der FCN wieder in die Erfolgsspur, wenn sie im Max Morlock-Stadion den VfL Wolfsburg empfangen (20.30 Uhr). Einen Tag später kann der FC Bayern den Franken einen Gefallen tun - mit einem Auswärtssieg bei Kellerkind Hannover (Samstag, 15.30 Uhr). Zuvor wartet aber die Champions League-Partie bei Ajax Amsterdam (Mittwoch, 21 Uhr).