Kreisliga Ost und West

Ausrufezeichen nach Befreiungsschlag?

Kreisliga Ost und West: Hofstetten peilt drei Zähler gegen Primus Winkelhaid ein – Höhe Hürde für Heideck

22.09.2022 | Stand 22.09.2022, 16:54 Uhr

Die Sportfreunde aus Hofstetten (links Mika Nachtrab) wollen ihre aufsteigende Form bestätigen und im Heimspiel am Sonntag auch Spitzenreiter TSV Winkelhaid drei Punkte abluchsen. Foto: Tschapka

Von Mathias Hochreuther

Hilpoltstein – In der Kreisliga Ost wollen die SF Hofstetten und die DJK Göggelsbuch den Schwung aus der Vorwoche mitnehmen, bei der SG Möning/Rohr rätseln sie ein bisschen über den kommenden Gegner. Und in der West-Gruppe steht Tabellenführer Heideck vor einer kniffligen Auswärtshürde.

SF Hofstetten - TSV Winkelhaid (Sonntag, 15 Uhr): Das nennt man dann wohl einen Befreiungsschlag. Nach drei Niederlagen am Stück mit vielen Gegentoren haben die Sportfreunde am vergangenen Wochenende mit 2:1 gegen Wolfstein gewonnen. „Genial und super wichtig“, sagt ein überaus zufriedener Trainer Markus Rüger rückblickend und hofft auf einen Schub: „Wir freuen uns jetzt auf den Tabellenführer und werden alles in die Waagschale werfen, um die Punkte in Hofstetten zu lassen.“ Dass Winkelhaid als Spitzenreiter anreist, kommt einigermaßen überraschend, ist der TSV nach zwei Spielzeiten in der Kreisklasse doch erst wieder ins Kreis-Oberhaus zurückgekehrt. Aufsteiger hin, Tabellenführer her – Rüger hat vor allem die eigene Mannschaft und den angepeilten Heimsieg im Blick: „Das wäre eine Bestätigung unserer sehr guten Leistungen im Training und in den letzten beiden Pflichtspielen.“

SG Möning/Rohr - FC Holzheim (Sonntag, 15 Uhr, in Rohr): Happy waren sie am vergangenen Wochenende bei der Spielgemeinschaft nicht, als die Nachricht der Spielabsage aus Reichertshofen eintrudelte – aber ändern konnten sie es auch nicht. „Ist jetzt halt so“, sagt SG-Coach Manuel Fersch noch leicht verschnupft, „volle Konzentration auf Holzheim.“ Eine Mannschaft, die laut Fersch „wahrscheinlich die stärksten Einzelspieler und die meiste Bezirksliga-Erfahrung“ in ihren Reihen hat. Und zugleich eine, deren Ergebnisse der SG-Trainer nicht immer nachvollziehen kann: „Gegen Berg und Wolfstein gewinnen sie, dann spielen sie gegen Reichertshofen unentschieden und verlieren 0:3 gegen Schwand.“ Eine mögliche Erklärung: „Es spricht für die Liga, Vorhersagen sind nicht möglich. Wenn du nicht zu 100 Prozent zu deinem Spiel findest, gewinnst du nicht.“ Entspannt hat sich derweil die personelle Situation, die Urlauber sind zurück und Johannes Schöll trainiert schmerzfrei. „Ich hoffe, wir können die Holzheimer ein wenig ärgern“, sagt Fersch.

SC Pollanten - DJK Göggelsbuch (Sonntag, 15 Uhr): Seit drei Spielen ist die DJK ungeschlagen, zuletzt gab es nach zwei Unentschieden den erhofften Sieg gegen Rednitzhembach. „Und diesen Schwung wollen wir jetzt mitnehmen und auch in Pollanten was holen“, sagt Göggelsbuchs Trainer Dominik Pöllet. Selbstbewusstsein auf der einen Seite, Respekt auf der anderen. „Pollanten ist ein Topteam in der Liga, da wissen wir schon, wie schwer das werden wird.“ Und man kennt sich ja auch. „Mein Spezi Vahan“, sagt Pöllet über SVP-Spielertrainer Vahan Yelegen, mit dem er einst gemeinsam in Seligenporten gekickt hat, und mit dem er sich in den letzten Jahren nicht wenige Trainerduelle geliefert hat. Zwar stehen die Fußballer aus dem Berchinger Ortsteil aktuell „nur“ auf Rang sechs, haben aber bei einem ausgetragenen Spiel weniger nur drei Zähler Rückstand auf den aktuellen Spitzenreiter Winkelhaid. „Wie man in Pollanten gewinnt, haben wir letzte Saison schon gezeigt, deshalb bin ich guter Dinge“, sagt Pöllet mit Blick auf den 1:0-Erfolg Mitte April.

SG Pfofeld/Theilenhofen - TSV Heideck (Sonntag, 15 Uhr): Der Tabellenführer fährt am Sonntag zu einem Aufsteiger, den man nicht unterschätzen sollte – meint auch TSV-Coach Christoph Huber. Die Spielgemeinschaft ist nach einem verpatzten Start mit zwei Niederlagen mitten im Geschehen und seit vier Partien ungeschlagen. Und dem Trainerduo Andreas Heid und Timo Früh steht eine eingespielte Mannschaft zur Verfügung, die vor der Runde mit den Ex-Dittenheimern Philipp Unöder und Stefan Meyer durchaus namhaft verstärkt wurde. Unöder, den nicht wenige Beobachter in den vergangenen Jahren als einen der besten Offensivspieler der Bezirksliga geadelt haben, hat schon wieder siebenmal getroffen. „Ein kleiner Platz, ein euphorisierter Aufsteiger, normalerweise viele Zuschauer, Pfofeld ist ein heißes Pflaster“, sagt Huber, der beim Tabellenfünften auf Oliver Heiß (Urlaub) verzichten muss. „Ich glaube, dass die SG am Ende der Saison ungefähr da stehen wird, wo sie jetzt auch steht“, sagt Heidecks Trainer. Er sagt aber auch: „Wenn wir oben bleiben wollen, müssen wir da gewinnen.“

HK