Brände in Oberbayern

Sommerhitze: Kleinste Funkenflüge entzünden riesige Flächen - Einsatzkräfte gefordert

16.07.2022 | Stand 17.07.2022, 9:05 Uhr

Im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen brannte am Samstag ein Feld. −Foto: sms

Kleine Ursache, fatales Ausmaß: Auf einem Feld bei Schrobenhausen (Landkreis Neuburg-Schrobenhausen) hat ein wenig Qualm aus einem Mähdrescher gereicht, um eine neun Hektar große Fläche zu entzünden. Auch an weiteren Orten in der Region qualmt es.



Die Stützpunktfeuerwehr Schrobenhausen rückte gegen 13 Uhr am Samstagmittag nach Rosensteig aus, wo Stroh brannte. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei hatte der Mähdrescher während der Feldarbeiten zu rauchen begonnen. Daraufhin fiel vermutlich qualmendes Stroh auf das Feld. Wegen der aktuellen Trockenheit fing das Feld sofort Feuer, so die Polizei.

Der Mähdrescher und das Feld wurden von der freiwilligen Feuerwehr Schrobenhausen gelöscht. Ein Landwirt unterstützte die Helfer mit einer großen Zugmaschine und einer Ackerwalze. Gemeinsam gelang es, das Feuer rasch einzudämmen und das Übergreifen auf ein anderes Feld zu verhindern.

Der entstandene Sachschaden konnte wegen der schnellen Löscharbeiten gering gehalten werden. Ursache ist vermutlich ein technischer Defekt des Mähdreschers. Der Landwirt wurde dabei nicht verletzt.

Weitere Brände

Auch in Seibersdorf, einem Ortsteil von Hohenwart im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm hat am Nachmittag ein Getreidefeld gebrannt. Genauso wie auf dem Beilngrieser Altmühlberg. Die Feuerwehrleute bekamen den Brand auf dem Stoppelfeld gut in den Griff, wichtige Unterstützung erhielten sie dabei von örtlichen Landwirten. Es gelang, eine noch großflächigere Ausbreitung zu verhindern - kräftigem Wind und massiver Trockenheit zum Trotz.

− sms/ade/vr