Sonntag, 20. Januar 2019
Lade Login-Box.

Ex-Geschäftsführer von Füssener Festspielhaus verurteilt

Augsburg
erstellt am 14.01.2019 um 15:22 Uhr
aktualisiert am 14.01.2019 um 15:25 Uhr | x gelesen
Der ehemalige Geschäftsführer des Füssener Festspielhauses ist wegen vorsätzlicher Pflichtverletzung in mehreren Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten verurteilt worden. Wie das Augsburger Amtsgericht am Montag mitteilte, wird die Strafe zur Bewährung ausgesetzt.
Textgröße
Drucken
Festspielhaus Füssen
Das Festspielhaus in Füssen.
Karl-Josef Hildenbrand/Archiv
Augsburg

Laut Anklageschrift hat der 72-Jährige trotz Zahlungsunfähigkeit keinen entsprechenden Insolvenzantrag eingereicht und mehrfach die Bilanzen für die Gesellschaften nicht aufgestellt. Stattdessen hat er über zwei Jahre hinweg weiterhin Waren bestellt oder Dienstleistungen in Anspruch genommen. Den Geschäftspartnern entstand so ein Schaden von etwa 30 000 Euro. Die Staatsanwaltschaft hatte nach dem Insolvenzantrag im Jahr 2016 die Ermittlungen eingeleitet. Das Verfahren ist noch nicht rechtskräftig.

Seit der Eröffnung des Festspielhauses im Jahr 2000 gab es bereits drei Insolvenzverfahren. Bekannt ist das Musiktheater mit Blick auf Schloss Neuschwanstein für die Musicalaufführung „Märchenkönig“ über den bayerischen König Ludwig II. Wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten hatte ein früherer Investor überlegt, das Festspielhaus in ein Outlet-Center umzubauen. Seine Pläne wurden 2017 nach heftiger Kritik zurückgewiesen.

dpa
Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Kommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Für die Inhalte übernimmt donaukurier.de keinerlei Verantwortung und Haftung. weitere Informationen
Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!