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Landesgartenschau verfehlt Besucherziel: Endspurt-Hoffnung

Würzburg
erstellt am 11.09.2018 um 18:12 Uhr
aktualisiert am 11.09.2018 um 18:15 Uhr | x gelesen
Die Bayerische Landesgartenschau in Würzburg hatte viel vor. Fast eine Million Menschen sollten über das weitläufige Gelände flanieren. Das hat vor allem wegen der Sommerhitze nicht geklappt. Die Veranstalter hoffen nun auf einen besucherstarken Spätsommer.
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Landesgartenschau Würzburg
Blick über den ehemaligen Flugplatz auf dem Gelände der Landesgartenschau mit der Festung Marineberg.
Timm Schamberger/Archiv
Würzburg

Das hatten sich die Macher der bayerischen Landesgartenschau (LGS) in Würzburg anders vorgestellt: Statt der erhofften 900 000 Besucher werden es wohl mindestens 200 000 weniger werden. „Unser Ziel sind um die 700 000 Besucher“, sagte LGS-Geschäftsführer Klaus Heuberger am Dienstag in Würzburg. Das heiße Wetter habe allen Gartenschauen im Süden Deutschlands die Ziele bei den Besucherzahlen verhagelt.

Doch die Würzburger Landesgartenschau hatte nicht nur mit der Hitzewelle zu kämpfen. Sie musste sich zudem der Kritik stellen, dass das Gelände zu weitläufig sei und es mit zu wenigen Blumen und Sträuchern bepflanzt gewesen sei.

Darauf hatten die Macher zwar mit einer Parkbahn und mehr Bepflanzungen reagiert. Gleichzeitig aber warben sie für Verständnis: „Wir haben und hatten den Auftrag, einen Bürgerpark zu bauen und dieses Gelände in einen Generationenpark umzuwandeln und das haben wir auch eins zu eins umgesetzt“, meinte Heuberger dazu. Es sei allerdings vielen Besuchern nicht leicht gefallen, sich auf einen solchen Park einzustellen.

Er gab zudem zu bedenken, dass sich die Landesgartenschauen generell auch wandeln. Sie seien längst nicht mehr nur Blümchen-Olympiaden. Gerade in Bayern seien die Schauen stets mit einer Stadtentwicklung verbunden. Diesem Thema müssten sich die Städte im Freistaat stellen, sonst bekämen sie weder den Zuschlag noch die Fördermittel.

Die Landesgartenschau in Würzburg kostet insgesamt etwa 32 Millionen Euro. Ob die Schau mit einem Minus abgeschlossen wird und über die Höhe eines möglichen Defizits, dazu wollten sich die beiden Geschäftsführer zunächst nicht äußern.

Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU) lobte die Schau dennoch als „großen Gewinn“ für die Stadt. Das sogenannte Hubland sei auf 39 Hektar zu einem modernen und lebendigen Stadtteil entwickelt worden, auf dem 5000 Menschen leben können. „Das wäre ohne die Landesgartenschau nicht in der Geschwindigkeit und in der Qualität möglich gewesen.“ Mit Blick auf die geringeren Besucherzahlen sagte er: „Wichtig ist jetzt, Power in den Schlussspurt zu legen und da erwarte ich auch noch eine Menge.“ Die Landesgartenschau in Würzburg dauert noch bis zum 7. Oktober.

dpa
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