Donnerstag, 15. November 2018
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Hackschnitzelanlage in Strassäcker III geplant

Wärme für Schule und Bauhof

Gerolsbach
erstellt am 13.09.2018 um 18:54 Uhr
aktualisiert am 17.09.2018 um 03:34 Uhr | x gelesen
Gerolsbach (SZ) An der Heizungsanlage der Gerolsbacher Grundschule muss im Rahmen der bevorstehenden umfassenden Sanierungsarbeiten sowieso etwas gemacht werden.
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Die gröbsten Schäden lässt die Gemeinde derzeit an der Straße zwischen Gerolsbach und Wolfertshausen ausbessern. In der Asphaltdecke befinden sich deshalb gerade beträchtliche Löcher, die Durchfahrt ist verboten und auch nicht unbedingt zu empfehlen. Im kommenden Jahr sollen an der Strecke weitere Schadstellen geflickt werden, kündigte Bürgermeister Martin Seitz an.
Die gröbsten Schäden lässt die Gemeinde derzeit an der Straße zwischen Gerolsbach und Wolfertshausen ausbessern. In der Asphaltdecke befinden sich deshalb gerade beträchtliche Löcher, die Durchfahrt ist verboten und auch nicht unbedingt zu empfehlen. Im kommenden Jahr sollen an der Strecke weitere Schadstellen geflickt werden, kündigte Bürgermeister Martin Seitz an.
Hofmann
Gerolsbach
Da kommt diese Idee gerade zum rechten Zeitpunkt: Die Schule könnte - wie auch andere öffentliche und private Gebäude - über eine zentrale, mit Hackschnitzeln gespeiste Heizanlage ihre Wärme beziehen.

Ein Unternehmer, der im neuen Misch- und Gewerbegebiet Strassäcker III bauen will, spiele mit dem Gedanken, seine Halle mit einer Hackschnitzelanlage zu heizen, berichtete Bürgermeister Martin Seitz am Mittwochabend seinen Gemeinderäten. Da liege es doch nahe, die Anlage etwas größer zu planen und gleich auch Schule, Bauhof und später eventuell das Sportheim des FCG mitzuversorgen, meinte Seitz. Der Unternehmer stehe dieser Idee durchaus aufgeschlossen gegenüber. Und auch im Gemeinderat gab es nun kaum größere Bedenken.

Lediglich Georg Kirmayr stimmte letztlich dagegen, für den Fernwärmeanschluss der gemeindlichen Gebäude einen konkreten Voranschlag einzuholen. Kirmayr, selbst Land- und Forstwirt, meinte, dass die Gemeinde doch lieber zusammen mit den einheimischen Bauern ein eigenes Hackschnitzelheizwerk bauen sollte. Auf diese Idee, konterte Seitz, hätten die Landwirte ja auch schon früher kommen können - jetzt liege das Angebot des Unternehmers vor, und das sei nun die Verhandlungsgrundlage. Seitz war außerdem gar nicht davon begeistert, ein eigenes Projekt unter Federführung der Gemeinde auf den Weg bringen zu müssen, wenn es ein externes Angebot gibt - er sei, so Seitz, froh, wenn die Gemeinde nicht auch noch eine weitere Aufgabe übernehmen müsse.

Als Unterstützer der zentralen Hackschnitzelheizanlage in Strassäcker III erwiesen sich auch Annette Schütz-Finkenzeller, die im Bauausschuss wenige Tage zuvor noch Bedenken geäußert hatte, und Stefan Maurer. Maurer meinte zwar, wenn neben diversen Gewerbebetrieben auch gemeindliche Gebäude und sogar Privathäuser mit Wärme versorgt werden sollen, sei schon fast ein richtiges Kraftwerk erforderlich, stimmte aber dennoch dafür, das Projekt zu konkretisieren. Und Schütz-Finkenzeller erklärte, sie habe im Bauausschuss nur aus Sorge, dass beim Verlegen der Fernwärmeleitungen die Straßen ramponiert werden könnten, gegen das Projekt gestimmt. Nun, da sie wisse, wer der Unternehmer ist, hege sie diese Befürchtung nicht mehr.

Auch für Hausbesitzer, deren Grundstücke entlang der geplanten Versorgungsleitungen liegen, bestehe die Möglichkeit, einen Fernwärmeanschluss zu bekommen, sagte Seitz. Der Unternehmer wolle ihnen demnächst Informationsmaterial zukommen lassen. Einen Anschluss der Schule hielt Seitz für sehr sinnvoll, "dann brauchen wir später keine Ölheizung mehr".

Die Heizungsanlage ist ja nur ein Teil der umfassenden Sanierungsarbeiten, die in nächster Zeit am Schulgebäude geplant sind. Wenn es nach Seitz geht, wird im kommenden Jahr ein Großteil davon erledigt. Heuer sollten in erster Linie die Außenanlagen instand gesetzt werden, doch das sei nicht mehr vollständig zu schaffen, berichtete Seitz. Das hänge damit zusammen, dass zuerst die Tartanbahn erneuert werden müsse, und die Spezialfirmen, die das könnten, seien stark ausgebucht.

Im Oktober und November soll nun heuer noch die neue Tartanbahn angelegt werden. Das sei ungünstig, meinte Vizebürgermeisterin Gerti Schwertfirm, denn dann gebe es ja über den Winter eine offene Baustelle im Bereich des Sportplatzes. "Schieben tun wir das nicht mehr", stellte Seitz klar, "sonst kriegen wir gar keine Firma mehr. " Das bedeutet: Heuer kommt die neue Tartanbahn, rundherum wird dann im kommenden Frühjahr alles schön gemacht.

Auch mit einem weiteren Teil der umfangreichen Schulhaussanierung beschäftigte sich der Gemeinderat dann am Mittwoch noch: Die Kostenschätzung für Heizung, Lüftung und Sanitär in der neuen Mittagsbetreuung liegt bei rund 75000 Euro. Allein der Fettabscheider schlägt mit mehr als 20000 Euro zu Buche. Die Kosten, die dann im kommenden Jahr bei der Schulhaussanierung auf die Gemeinde zukommen, dürften noch deutlich höher werden.
Bernd Hofmann
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