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Englert schaltet sich ein und bekommt Kontra

Schrobenhausen
erstellt am 01.02.2016 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 01.02.2017 um 08:22 Uhr | x gelesen
Schrobenhausen (SZ) Schrobenhausens Kulturreferent Klaus Englert (CSU, l.) hat sich jetzt mit einer Rundmail an seine Stadtratskollegen in die Diskussion um die Stadthalle eingeschaltet.
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Sie liegt der SZ-Redaktion vor, ebenso wie eine Erwiderung von Gerhard Winter (CSU, r.). Sie setzt das fort, was vergangene Woche mit der Pressemitteilung der SPD begann: Das gegenseitige Zerfleischen geht weiter.

Englert wirbt vor allem dafür, das Thema weniger emotional anzugehen: "Wir sollten es schaffen, ohne Streit und ,Ich-habe-Recht'-Verständnis einfach die Fakten zu betrachten." Er schreibt: "Bitte, liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter, lasst uns den Mut für eine neue Halle gemeinsam aufbringen. Die Mittel dazu können auf dem Kreditmarkt so günstig wie noch nie eingeholt werden. Im Übrigen kann durchaus überlegt werden, auch mal ein oder zwei Grundstücke der Stadt zu verkaufen."

Schrobenhausen brauche als Aushängeschild - gegenüber Pfaffenhofen und Aichach, die keine Stadthalle haben - eine vernünftige, moderne Stadthalle, "die den Ansprüchen der Veranstalter von Kunst- und Kulturevents ebenso genügt wie repräsentativen Anlässen der Stadt oder von Mitbürgern beziehungsweise Unternehmen, die dann die Halle mieten können".

"Eigentlich wollen wir doch wirklich alle das Gleiche!", wendet sich Englert an seine Kolleginnen und Kollegen. "Und nur gemeinsam können wir unseren Mitbürgern dienen - wie wir das seit Jahrzehnten tun."

Der Konter aus den eigenen CSU-Reihen kam prompt. Fraktionsvize Gerhard Winter (CSU) schien sich richtig geärgert zu haben, denn er schrieb Klaus Englert: "Sorry, aber du verstehst unter Emotionslosigkeit, dass alle anderen deine Meinung haben sollen - und das kann ich beim besten Willen nicht akzeptieren." Er sei auch für eine neue Stadthalle, aber unter Abwägung aller erforderlichen Punkte, und das seien einige. Unter anderem bat er auch die Rolle der Bauer AG zu berücksichtigen, bei der er beschäftigt ist, und die jetzt schon ihre Hallen immer wieder zur Verfügung stellen soll, um städtische Veranstaltungen in Schrobenhausen stattfinden zu lassen. Sie gewährt ja auch seit Jahren dem Stadtrat eine Heimstatt. "Über die Konsequenzen, mit denen die Firma Bauer die nächsten Jahre nach Abbruch der Stadthalle leben muss, hat sich noch keiner gekümmert", kritisierte Winter. Fortsetzung folgt. ‹Œmpy

Von Sandra Zistl
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