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Walter Heidenreich: Neues Projekt

Rachelsbach
erstellt am 12.03.2018 um 18:00 Uhr
aktualisiert am 15.03.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Rachelsbach (mpy) Er ist einer der zurzeit am höchsten gehandelten Künstler der Region: Walter Heidenreich aus Rachelsbach. Die Korff-Stiftung bietet seine Gemälde zusammen mit Arbeiten von Gerhard Richter, Joseph Beuys, Günther Uecker, Markus Lüpertz, Jörg Immendorff, Christo und auch Andy Warhol an.
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Mit seinem aktuellen Projekt, einem Kunstsessel, geht Heidenreich, der sich in den vergangenen Jahren eigentlich künstlerisch von Formen gelöst hat, zu den Wurzeln zurück, mit denen er bekannt geworden ist: zur konkreten Kunst.

"Die Idee zu diesem Sessel ist eigentlich schon sechs Jahre alt", erzählt Walter Heidenreich. Er wollte ein Objekt schaffen, das nur gesteckt und nicht geschraubt wird, das aber dennoch eine hohe Festigkeit aufweist - und das ein vielseitiges Farbenspiel zulässt. Denn Walter Heidenreich, der auch schon für Ritzenhoff designt und einen Look für die legendäre binäre Uhr "One" entworfen hat, ist in der Szene längst wiedererkennbar.

Damals, Anfang des Jahrzehnts, entstanden die Konstruktionspläne, "aber die Realisierung war da ganz einfach nicht dran", wie er berichtet. Denn Heidenreich verbrachte in jener Zeit unzählige Stunden in seinem Atelier, um eine ungewöhnliche, neue Maltechnik zu entwickeln. Die funktioniert jetzt. Darum kann sich der Künstler nun der Vollendung des Stecksessels widmen.

Schon vor über einem Jahrzehnt hatte Heidenreich einen Kunst-Stuhl entworfen, der damals als Träger für konkrete Malerei diente - aber mehr als Objekt gedacht war. Zwei dieser Exemplare werden übrigens gerade in der Pfaffenhofener Galerie KUK44 in der Auenstraße zusammen mit Werken von Kunststoffdesign-Pionier Günter Beltzig und anderen Künstlern ausgestellt.

Der neue Sessel soll nun auch funktional sein, mit neigbarer Sitzfläche und dennoch Kunst. Warum wieder konkret? "Ich habe einfach eine große Freude daran", sagt Walter Heidenreich. Tatsächlich gehört er zu den Menschen, die das, was sie sich in den Kopf setzen, auch realisieren. Manchmal ganz schnell, manchmal auch erst in ein paar Jahren. Die Ausstellung in Pfaffenhofen ist noch bis zum 1. Juni zu sehen.

Von Mathias Petry
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