Mittwoch, 21. November 2018
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Freiwillige Feuerwehr Untermaxfeld feierte Hebauf ihres neuen 1,23-Millionen-Euro-Domizils

"Passgenau in der Form und der Gestalt"

Untermaxfeld
erstellt am 09.09.2018 um 19:35 Uhr
aktualisiert am 13.09.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Untermaxfeld (SZ) Im Mai war der Spatenstich für das neue Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Untermaxfeld erfolgt. Jetzt, knapp vier Monate später, war es Zeit, den Hebauf zu feiern.
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Gemeinsam mit Zimmerer Gerhard Schnell (v.r.), der den Richtspruch vortrug, freuten sich stellvertretender Vorsitzender Manfred Schnepf, Bürgermeister Heinrich Seißler, Kommandant Georg Bair, Vorsitzender Herbert Neumeier und Architektin Claudia Maria Schwalm.
Gemeinsam mit Zimmerer Gerhard Schnell (v.r.), der den Richtspruch vortrug, freuten sich stellvertretender Vorsitzender Manfred Schnepf, Bürgermeister Heinrich Seißler, Kommandant Georg Bair, Vorsitzender Herbert Neumeier und Architektin Claudia Maria Schwalm.
Hammerl, Isabel, Karlshuld
Untermaxfeld
Dass der Zeitplan eingehalten wurde, führte Architektin Claudia Maria Schwalm darauf zurück, dass Baufirma und Zimmerer "Rohbau und Dachstuhl in bemerkenswertem Tempo errichtet" hätten. Tatkräftig seien sie dabei von den Feuerwehrkameraden unterstützt worden. Fenster, Heizungsinstallation, Elektroarbeiten und die Dachdeckung werden nun noch von Handwerkern ausgeführt. Den anschließenden Innenausbau und die Fliesenarbeiten werden die Feuerwehrleute voraussichtlich zum Großteil in Eigenregie übernehmen, bereits jetzt haben sie schon 500 Arbeitsstunden geleistet.

Und noch eine gute Nachricht gab es: "Der Kostenrahmen von insgesamt 1,23 Millionen Euro wird voraussichtlich eingehalten", sagte die Architektin, die dann ausführlich auf die schräge rote Wand einging, die bereits zu Diskussionen geführt habe. "Die rote Wand ist eine grundlegende Entwurfsidee von mir", erklärte sie, "ihre Richtung greift die Ausrichtung der umliegenden Gebäude und der Schule auf." Das Feuerwehrhaus selbst stehe parallel zur Grundstücksgrenze, um das Grundstück optimal auszunutzen. Vom Haupteingang her gelangten die Feuerwehrleute an der roten Wand entlang zu den Umkleideräumen und in die Fahrzeughalle. Im Obergeschoß bildet die rote Wand eine Seite des Schulungsraums sowie - gegenüberliegend - eine Seite des Jugendraums und der Küche.

Auch die kreisrunde Öffnung in der Wand habe ihren Sinn, sie erlaube dem Kommandanten von seinem Büro aus den Blick zum Haupteingang und zum Parkplatz. Auch auf das Geländeniveau werde die Architektin öfter angesprochen. Zwischen Gebäude und Straße werde etwa um einen halben Meter aufgefüllt, so dass Übungshof und Parkplätze schließlich auf einer Ebene mit Schule und Nachbarhaus liegen werden.

Der Ziegel-Massivbau soll im nächsten Sommer fertig werden und bietet dann drei Feuerwehrautostellplätze in der einstöckigen Fahrzeughalle, die aufgrund einer nichttragenden Wand später um zusätzliche Stellplätze erweitert werden kann.

Im zweistöckigen Sozialtrakt sind Umkleiden, Lager, Werkstatt und Büro im Untergeschoss sowie Schulungsraum, Teeküche, Jugendraum und Küche im Obergeschoss untergebracht. Geheizt wird mit einer Luftwärmepumpe. "Ein Feuerwehrhaus, nicht zu groß und nicht zu klein, nicht zu arm und nicht zu fein, passgenau in der Form und der Gestalt, wohl gelungen, ein Kunstwerk halt" sagte Zimmerer Gerhard Schnell in seinem Richtspruch, erhob sein Glas und zerschmetterte es guter Tradition folgend am Gebäude.

Bürgermeister Heinrich Seißler rief anschließend sowohl die kleinen als auch die großen Kinder auf, sich an den Bonbons zu bedienen, die allerdings entgegen dem Brauch nicht geschmissen wurden, sondern in einem Körbchen bereitstanden.
Isabel Hammerl
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