Montag, 19. November 2018
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An der Brunnener Kinderkrippe wurde Hebauf gefeiert

Bonbons und kühles Wasser

Brunnen
erstellt am 13.07.2018 um 17:11 Uhr
aktualisiert am 16.07.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Brunnen (SZ) Eine wahrlich feuchtfröhliche Angelegenheit war am Donnerstagabend die Hebauffeier an der neuen Brunnener Kinderkrippe. Erst gab es Worte, dann Scherben, danach Bonbons und schließlich ganz viel Wasser.
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Zimmerermeister Roland Knödler trank zuerst ein Glas Sekt auf das Gelingen des Baus, ehe er mit einem Wasserschlauch dabei half, den Kindern beim Bonbonsammeln eine kalte Dusche zu verpassen.
Zimmerermeister Roland Knödler trank zuerst ein Glas Sekt auf das Gelingen des Baus, ehe er mit einem Wasserschlauch dabei half, den Kindern beim Bonbonsammeln eine kalte Dusche zu verpassen.
Foto: Hofmann
Brunnen
Ab März nächsten Jahres könnten sich Kinder im dann fertigen Gebäude tummeln. Am Donnerstag warteten sie erst einmal im sonst abgesperrten Vorgarten - sie hatten schon entdeckt, dass dort oben auf dem Dach eimerweise Süßigkeiten standen. "Ein besonderer Tag" sei das, sagte dann Bürgermeister Thomas Wagner, "vor allem für die ganz kleinen Kinder". Denn für die gebe es bald auch in Brunnen eine Betreuungsmöglichkeit. Es habe zwar etwas länger gedauert, bis das "Haus für unsere Jüngsten" im Gemeinderat beschlossen wurde, bis klar war, dass sich die Gemeinde das finanziell auch leisten könne, aber jetzt gehe der Bau gut voran. Wagner wandte sich auch an die Vertreter der Firmen, die Planer und die Bauarbeiter: "Ein recht herzliches Dankeschön für das, was bisher hier an Einsatz geleistet worden ist."

Seit 2014 habe das Thema Krippe die Brunnener Gemeinderäte beschäftigt, erinnerte auch Architekt Werner Beck. Nachdem es mit einem Haus im Ort nichts wurde, wurden dann die Planungen für den Neubau angegangen. Der Hebauf, auch Richtfest genannt, sei, so Beck, ein 700 Jahre alter Brauch, um die Geister des Waldes, aus dem viel Holz für den Dachstuhl geholt wurde, zu besänftigen. Deshalb werde auch ein Baum mit bunten Bändchen aufs Dach gestellt. Bei der Brunnener Kinderkrippe gebe es zwar keinen Dachstuhl im herkömmlichen Sinne, vielmehr seien große Platten montiert worden, die allerdings auch aus viel Holz bestehen. "Eine Kinderkrippe sollt man haben, so schön wie jedes Haus", sagte dann Zimmerermeister Roland Knödler beim Richtspruch, ehe er ein Sektglas leertrank und dann auf den Boden warf: "Und der Scherben Stück für Stück, bringen unsern Kindern Glück." Dann regnete es den Inhalt der Eimer auf die wartenden Kinder hinunter. Die durften schnell feststellen: Nicht in jedem Eimer waren Bonbons. Allerdings schien ja die Sonne warm vom Himmel, und bei einer so schweißtreibenden Aufgabe wie dem Einsammeln von Süßigkeiten tat ein erfrischender Wasserschwall auch ganz gut.
Bernd Hofmann
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