Montag, 19. November 2018
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Öffentlicher Baustellenrundgang mit Stadtbaumeister und Architekt interessierte gut 20 Bürger

Die Frage nach den Bäumen blieb nicht aus

Schrobenhausen
erstellt am 10.09.2018 um 17:32 Uhr
aktualisiert am 14.09.2018 um 03:34 Uhr | x gelesen
Schrobenhausen (mbs) Knapp über 20 Interessierte nutzten die Gelegenheit, im Zuge des Tages des offenen Denkmals zu einer Führung durch die Schrobenhausener Lenbachstraße zu kommen.
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Beim Gang über die Lenbachstraße präsentierten Stadtbaumeister Axel Westermair (vorne) und Architekt Uwe Reil (Mitte) einige schon umgesetzte und noch geplante Vorhaben.
Beim Gang über die Lenbachstraße präsentierten Stadtbaumeister Axel Westermair (vorne) und Architekt Uwe Reil (Mitte) einige schon umgesetzte und noch geplante Vorhaben.
mbs
Schrobenhausen
Die fachliche Darstellung gab am Sonntag Architekt Uwe Reil vom Stadtplanungsbüro SHL in Weiden.

Reil nannte die historische Stadtanlage einen guten Wurf der Bewohner vor Jahrhunderten und lobte das Geschick, das Rathaus seitlich von der Achse abzusetzen. Beim Spaziergang über die Baustelle erläuterte Uwe Reil eine Reihe von Details. Ein wesentliches Ziel des Planungskonzeptes bestehe darin, den Autoverkehr deutlich zu verringern. Dabei werde die Fahrbahn, die vorher in der Mitte erhöht war, nun nach innen abgesenkt, was auf die Regenwasserentsorgung Einfluss hat und mit technischer Hilfe gelöst wird. Bei dieser Maßnahme mussten die vielen Versorgungsstränge im Untergrund berücksichtigt und neu gestaltet werden, vom Kanal bis zu allen möglichen Kabeln. "Ein hoher Anspruch an die bauausführenden Firmen", wie Reil hervorhob.

Durch weitgehende Anhebung der Pflasterflächen an den Seiten werde für viele Geschäftseingänge Barrierefreiheit erreicht, sagte Reil. Nur noch ganz wenige Geschäfte bedürfen nach Abschluss der Sanierung Treppenstufen. Die bislang mittig stehende Straßenbeleuchtung werde aus der Sichtachse verschwinden, das Licht komme, wie man ja jetzt schon sehen kann, künftig von den Seiten her.

Die Frage nach Bäumen im Straßenraum blieb nicht aus. Reil sagte, dass alte Katasterpläne nichts von Bäumen in der Innenstadt besagten - ein Aspekt, auf den auch das Landesamt für Denkmalpflege hinweist -, dennoch sei man dem Bürgerwunsch nach Grün im Stadtbild nachgekommen. Darüber hinaus wirke der baumbepflanzte Stadtwall als Charakteristikum der Stadt durchaus in die Stadtmitte hinein.
 
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