Die Burg Burghausen war das Ziel der Scheyrer Schützen.
Die Burg Burghausen war das Ziel der Scheyrer Schützen.
Garstecki

Dementsprechend groß war natürlich auch das Interesse - 55 Teilnehmer machten sich im vollbesetzten Bus auf den Weg. Vor der Abfahrt stärkten sich die Schützen noch bei einem Weißwurstfrühstück im Schützenheim. In Burghausen angekommen hielt der Busfahrer am Stadtplatz. Von dort aus gab es mehrere Möglichkeiten, um auf die Burg zu gelangen. Während die meisten Ausflügler sich den kürzesten - allerdings auch steilsten - Weg aussuchten, wanderten andere etwas länger und nicht ganz so steil nach oben oder ließen sich gleich direkt mit dem Bus vor der Burg absetzen. Auf dem Burgberg angelangt konnten die Scheyrer sich schon einmal auf eigene Faust ein Bild machen oder die herrliche Aussicht über die Umgebung, die Stadt Burghausen und den Fluss Salzach auf der einen und den Wöhrsee auf der anderen Seite der Festung genießen.

Damit die Schützen natürlich auch möglichst viel über die Burg, ihre Entstehung und Bedeutung und über die jeweiligen Herrscher und Bewohner erfahren konnten, wurden sie von drei Burgführerinnen in historischen Gewändern erwartet. Aufgeteilt in die drei Gruppen - Erwachsene, Familien/Teenager, Familien/kleinere Kinder - boten die "Damen aus dem Mittelalter" einen sehr interessanten Rundgang durch die Burganlage.

Auf dem Weg vom Eingang bis zur Hauptburg und durch die fünf Höfe der Burg, erfuhren die Scheyrer sehr viel über die Entstehung der Burganlage und deren Herrscher. Sie kamen vorbei an der ehemaligen Rent- und Forstmeisterei, der Äußeren Burgkapelle, dem Gärtnerturm, Brauhaus, Pfisterei und der Schatzkammer. Am ehemaligen Schergenturm, der jetzt ein privates Foltermuseum beherbergt, wusste eine Führerin einige recht schaurige Geschichten zu erzählen - der Gänsehautfaktor war garantiert. Am Ende der Führung versammelten sich alle zum Gruppenfoto auf der Treppe zur sogenannten Dürnitz, die aus der Zeit nach 1255 stammt und damals als heizbarer Speiseraum für das Gefolge des Herzogs einen zentralen Bestandteil der Burganlage bildete.

Anschließend hatten die Scheyrer zwei Stunden zur freien Verfügung. Während ein Teil der Ausflügler auf der Burg blieb und die verschiedenen Museen besuchte, erkundeten die anderen die Stadt Burghausen, wanderten über die Salzach nach Österreich oder wärmten sich in den umliegenden Cafés einfach nur auf. Das Wetter und besonders der kräftige Wind, waren nämlich an dem Tag schon ziemlich erfrischend. Nach einem gemeinsamen Abendessen traten die Scheyrer die Heimfahrt an. Den gelungenen Tag vorbereitet hatte Melanie Garstecki.