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Persönliche Gründe beim Straßenbau?

Lichthausen
erstellt am 16.05.2018 um 17:59 Uhr
aktualisiert am 19.05.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Lichthausen/Hilm (bdh) Eigentlich ging es ja nur um die Asphaltierung einer Schotterstraße, die auch eine Hofzufahrt ist: Wenn in diesem Jahr der Landkreis die Kreisstraße in Lichthausen sanieren und mit einem Geh- und Radweg versehen lässt, will die Gemeinde die kleine, namenlose, vielleicht 100 Meter lange Straße, die im Südwesten von Lichthausen auch als Zufahrt zu drei Einfamilienhäusern dient, von derselben Baufirma für einen guten Preis herrichten lassen.
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Das kostet 77000 Euro, einen Teil der Kosten wollen die Anlieger tragen. Der Gemeinderat stimmte bei einer Gegenstimme zu.

Stefan Maurer (fraktionslos) war es dann, der Hilm ins Spiel brachte. Er vergönne ja jedem seine asphaltierte Hofzufahrt, sagte er, aber es missfalle ihm, "dass der gleiche Gemeinderat die Zufahrt nach Hilm einzieht". Damit würde jemandem seine Hofzufahrt genommen. Er vermute, so Maurer, "persönliche Gründe" hinter den Entscheidungen des Gemeinderats.

Persönliche Gründe, und zwar bei Maurer, vermutete dann auch Bürgermeister Martin Seitz (CSU), der erklärte, dass es mehrere Unterschiede zwischen der Hilm-Zufahrt und der nun zum Ausbau beschlossenen Straße in Lichthausen gebe. Hier handle es sich um Gemeindegrund, während die Hilm-Zufahrt auf Privatgrundstücken verlaufe, die Gemeinde dort also gar nicht für den Ausbau zuständig sei. Außerdem hätten die Anlieger in Lichthausen sich bereit erklärt, für den Ausbau - wie es in Gerolsbach eigentlich üblich ist - einen eigenen finanziellen Beitrag zu leisten. Das sei in Hilm nicht so. Und dann sei es aus Gründen der Verkehrssicherheit angebracht, den Schotterweg zu asphaltieren - gerade beim Unwetter vor wenigen Tagen seien von dort wieder Sand und Kies auf die Kreisstraße gespült worden.
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