Donnerstag, 21. Juni 2018
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Beim Starkbierfest in Seibersdorf bleibt keiner vom Derblecken verschont

Gute Laune und deftige Witze

Seibersdorf
erstellt am 12.03.2018 um 18:00 Uhr
aktualisiert am 15.03.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Seibersdorf (PK) Es blieb kein Auge trocken beim Starkbierfest in Seibersdorf - und dafür gab es allen Grund. Der Verein der Freiwilligen Feuerwehr Seibersdorf mit ihrem Organisationstalent Andreas Kramer (kleines Bild) füllten den kurzweiligen Abend mit ihren vollen Programm mit Lachgarantie.
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Ob s'Holledauer Bauernballet mit ihren Witzen und "Tanzeinlagen" oder der Weber Bene aus der Oberpfalz beim Derblecken: Den Gäste des ausverkauften Saals beim Lucki in Seibersdorf wurden keine ruhigen Minuten vergönnt, wo sie mal nicht Lachen mussten. Und für den musikalischen Teil waren wieder die Steirer Lumpen zuständig die auch den Weber Bene beim Gstanzlsingen fleißig unterstützten.

S'Holledauer Bauernballett, seit nunmehr 35 Jahren tingeln die rund um Geisenfeld ansässigen Vier von einen Fest zum Nächsten. Und das ohne Druck, einfach aus Liebe zum Rumalbern auf der Bühne. "Und in den ganzen Jahren haben wir auch nie nur einen Streit gehabt, wir sind halt alle Chef", freut sich Alfons (Fons) Gigl, im normalen Leben Zweiter Bürgermeister von Geisenfeld und zuständig für die Sprüche im Quartett. Er komme aus einer musikalischen Familie, so witzelte er. "Die Mutter spielte die erste Geige - und der Bruder ging bei der Geburt flöten." Über alles und jeden wurde da hergezogen. Zum Beispiel als sich zwei Freunde treffen. Meint der eine, was der andere denn mache. Er geht zum Tierarzt, der Hund hat die Schwiegermutter gebissen, erzählt dieser. Daher die nahe liegende Frage: "Lasst ihr denn Hund einschläfern" Doch: "Nein, die Zähne nachschleifen."

Nach dem Bauernballett folgte noch ein amüsanter Auftritt. "Die Ehe ist wie ein Hafen. Schiffe fahren tagein, tagaus. Und ich hab ein Kriegsschiff erwischt", erklärte der Weber Bene. Ein erst 31-Jähriger mit der Weisheit eines Urgesteins übernahm dann den Rest des Abends. "Früher hat man Drachen getötet und die Jungfrauen geliebt. Heute heiratet man den Drachen, weil es keine Jungfrauen mehr gibt", erklärte er.

Auch die Seibersdorfer wurden nicht verschont. "Wie geht's Dir denn mit deiner neia Kuah? - Net guad, gibt bloß d'Heifte Muich, frisst des Doppede, wenn's an Ochs sigt, streckts an Orsch an'd Mauer. I glab de kimmt aus Seibersdorf."

Zum guten Schluss ließ es der Weber Bene dann aber noch mal richtig krachen mit Gstanzln und Derblecken. Von Tisch zu Tisch zog er dann und alle mussten daran glauben. Über jeden konnte er spontan eine kleine Geschichte zur Belustigung der Anderen singen. Selbst die Presse blieb davon nicht verschont.

Alles zusammen ein rundum gelungener Abend, das Starkbierfest in Seibersdorf. Von der guten Bewirtung bei Spanferkel und Hirschgulasch angefangen bis zum Schluss beim traditionellen gemeinsamen Singen der bayerischen Hymne. Man kann sich jetzt schon darüber freuen, was Organisator Andreas Kramer nächstes Jahr auf die Beine stellt.

Von Martin Metzger
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