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Beim zehntägigen Symposium in Pfaffenhofen dreht sich alles um die Kunst der kleinen Steinchen

Eine Stadt im Mosaikfieber

Pfaffenhofen
erstellt am 18.08.2017 um 10:30 Uhr
aktualisiert am 23.08.2017 um 03:33 Uhr | x gelesen
Das Mosaiksymposium unter dem Motto „Die Teile und das Ganze“ in Pfaffenhofen neigt sich dem Ende zu – und die Veranstalter der Deutschen Organisation für Mosaikkunst (Domo) sind höchst zufrieden.
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Beim zehntägigen Symposium in Pfaffenhofen dreht sich alles um die Kunst der kleinen Steinchen.
Michael Kraus
Pfaffenhofen
Rund 50 Fachteilnehmer sind angereist, überwiegend Mosaikkünstler aus der ganzen Bundesrepublik. Die meisten gehören dem 167 Mitglieder starken Verband an. Die zehntägige Veranstaltung dient schließlich vor allem der Weiterbildung in Theorie und Praxis. „Es geht um konzentriertes Arbeiten in neuen Techniken, Materialien oder Verfahren“, sagt Marita Schauerte vom Organisationsteam.

Fotostrecke: Eine Stadt im Mosaikfieber

Geboten waren an den ersten drei Tagen vor allem Vorträge, zum Beispiel über Künstlerselbstvermarktung, das passende Grundierungsmittel für verschiedene Untergründe oder das höchst mathematische Thema „aperiodische Parkettierungen mit n-facher Symmetrie“.

Ab Dienstag ging es bei den teils mehrtägigen Workshops ans Eingemachte: Thematisch reichte das Angebot vom Verfugen mit Epoxidharz über das „Fusing“ genannte Verschmelzen von geschnittenem Glas sowie Tiffanytechnik hin zu einem Verfahren, bei dem Fotografien am Computer in eine Vorlage für ein Mosaik umgewandelt werden.

Nach Pfaffenhofen gebracht hat das Symposium übrigens die Reichertshofener Mosaikkünstlerin Caroline Jung. „Als nach Linz am Rhein für heuer ein neuer Ort gesucht wurde, kam mir gleich Pfaffenhofen in den Sinn“, erzählt die Mitorganisatorin. Da habe einfach alles gepasst: geeignete Räume im Haus der Begegnung, kurze Wege und große Unterstützung seitens der Stadt. Dafür gibt es übrigens auch ein Dankeschön: Während des Symposiums haben Teilnehmer das Wappen der Stadt in mehreren kleinen Mosaiken umgesetzt (siehe Foto unten rechts). Außerdem war nicht nur etwas fürs Fachpublikum geboten, sondern auch für die Pfaffenhofener – egal ob zum Mitmachen beim Öffentlichen Workshop oder zum Staunen bei den beiden Ausstellungen: „Fragment“ im Haus der Begegnung sowie „Krieg, Gewalt und Vertreibung“ in der Stadtpfarrkirche. „Die Resonanz ist groß“, berichtet Jung. „Und so können wir den Leuten zeigen, wie vielseitig Mosaik als Kunstform ist“, betont die Reichertshofenerin. „Es ist so viel mehr als das Bekleben von Blumentöpfen.“ Zu sehen sind die Ausstellungen noch bis Sonntagnachmittag. | Fotos: Kraus

Michael Kraus
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