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Die Autoren Volker Klüpfel und Michael Kobr begeistern mit Jubiläumstour ihr Publikum in Manching

Kluftinger ermittelt

Manching
erstellt am 04.12.2018 um 18:49 Uhr
aktualisiert am 08.12.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Manching (smd) Die beiden Autoren Volker Klüpfel und Michael Kobr gastierten im Rahmen der Manchinger Kulturtage auf einer Jubiläumstour am Montagabend in Manching. Dabei entwickelte sich bei ihren Lesungen über Kommissar Kluftingers Vergangenheit ein unterhaltsames Streitgespräch.
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Die Jubiläumstour der beiden Autoren Volker Klüpfel und Michael Kobr aus der Krimireihe ?Kommissar Kluftinger? führte sie am Montagabend auch nach Manching.
Die Jubiläumstour der beiden Autoren Volker Klüpfel und Michael Kobr aus der Krimireihe "Kommissar Kluftinger" führte sie am Montagabend auch nach Manching.
Schmidtner
Manching
15 Jahre nach ihrem ersten Roman (Milchgeld) ist nun ein neues Buch der beiden geschwätzigen original Allgäuer erschienen. Im ständigen Wechsel vom alten Sofa von anno dazumal in eine moderne Lesestube eine Art Arbeits- und Autorenwerkstatt beleuchteten im Zwiegespräch, die zwei Künstler die eigene Vergangenheit und die von Kluftinger. Mal impulsiv, dann freundschaftlich, aber oft auch hintergründig - so wie im richtigen Leben - lasen und kommentierten die Autoren Passagen aus ihren Büchern. Bei einem verbalen Schlagabtausch wollte Klüpfel von Kobr wissen: "Wann habe ich dich eigentlich kennen gelernt?" Kobr antwortete: "Es war der gleiche Tag, an dem ich dich kennen gelernt habe, oder war es vielleicht ein Tag später?"

Ausführlich beleuchteten die beiden aus ihren Buch "Sinn des Lesens" die Rolle des Kommissars Kluftinger, der Opa geworden ist und mit allen Schwierigkeiten, das ein Baby so mit sich bringt, zu kämpfen hat. Was tun, wenn der Enkel, auf den man aufpassen soll, nicht schlafen will: Lieder vorsingen, Fernsehschauen oder ein Instrument vorspielen. Der überforderte Opa holt das Milchfläschchen und füttert den Kleinen, der sanft einschläft. Den Rest aus der Flasche trinkt er selber aus, ohne zu wissen, dass es abgepumpte Muttermilch war.

Das Publikum war begeistert und quittierte die Szenerie mit Applaus. Als Kluftinger sein eigenes Grab auf dem Friedhof sieht und in der Zeitung eine Todesanzeige mit seinem Namen liest, wird der Kommissar kriminalistisch aktiv, denn sein Leben ist bedroht. Mit einer Zugabe ging die veredelte Konversation der beiden nach zwei Stunden zu Ende. Dabei machten sie sich gegenseitig lustig über die Kleidung und das Aussehen aus ihrer Jugendzeit - von der entmilitarisierten langen Bundeswehrunterhose bis zur Wuschelkopffrisur.
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