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Heute Abend findet die dritte Bürgerversammlung des Marktes Hohenwart statt

Große Pläne und viele Zahlen

Hohenwart
erstellt am 13.03.2018 um 17:59 Uhr
aktualisiert am 16.03.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Hohenwart (PK) Eine ganze Menge Zahlen wird Hohenwarts Bürgermeister Manfred Russer auch heute Abend bei der mittlerweile dritten Bürgerversammlung dieses Jahres präsentieren.

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Im Gasthaus Metzgerbräu im Hauptort Hohenwart (Beginn ist um 19.30 Uhr) wird er nach seinem Vortrag wie bereits vergangene Woche in Koppenbach und Seibersdorf für Fragen zur Verfügung stehen. Weitere Termine für die Gemeindeteile Freinhausen, Deimhausen und Weichenried folgen.

Interessant beim Blick auf die Zahlen (siehe Kasten) ist zum Beispiel, dass die Marktgemeinde zwar kontinuierlich wächst, es aber keinen Geburtenüberschuss gibt. Der Zuwachs ist also darauf zurückzuführen, dass es deutlich mehr Zu- als Wegzüge gibt. In Koppenbach zumindest, dem kleinsten Gemeindeteil, scheint es allerdings heuer eine Trendwende zu geben: Vier Geburten seien hier in diesem Jahr bereits gezählt worden, sagt Russer, "es wäre wünschenswert, wenn sich dieser Trend in der ganzen Gemeinde so fortsetzen würde".

Bei den Baumaßnahmen des vergangenen Jahres erinnert Russer nicht nur an die Sanierung der Ortsdurchfahrt von Hohenwart, für die das Staatliche Bauamt Ingolstadt zuständig war und die die Hohenwarter monatelang in Atem hielt, sondern auch an den Straßenbau in und rund um Eulenried (die Maßnahme sei inzwischen weitgehend abgeschlossen, lediglich Restarbeiten seien im Frühjahr noch zu erledigen) und an die Erschließung des Baugebiets Am Kerschberg II. Hier seien rund 1,5 Kilometer Straßen gebaut und zuvor drei Kilometer Kanalrohre verlegt worden.

Wichtige Themen, mit denen sich die Kommunalpolitiker in nächster Zeit beschäftigen müssen, betreffen in erster Linie die jüngeren Gemeindebürger. "Wir denken an, noch eine neue, zweigruppige Kinderkrippe zu bauen", sagt Russer. Im Kindergarten seien noch Plätze frei, doch im Hinblick auf Kerschberg II, wo sich viele junge Familien ihre Häuser bauen, rechnet der Gemeindechef mit höheren Geburtenzahlen in den kommenden Jahren.

Und dann muss natürlich eine Entscheidung her, ob die Schule saniert oder gleich neu gebaut werden soll. "Sanieren wird hier nicht das Zielführende sein", meint Russer, betont aber, dass das seine rein persönliche Einschätzung sei. Denn die Entscheidung über Sanierung oder Neubau träfen letzten Endes die Gemeinderäte der drei am Schulverband beteiligten Gemeinden, also neben Hohenwart auch Brunnen und Waidhofen. Für den 7. April sei hier ein Treffen anberaumt.

Weitere Projekte, die der Bürgermeister anspricht, sind die Schaffung ortskernnaher Parkplätze in Hohenwart, die Sanierung der Kläranlage Deimhausen, die Barrierefreiheit und der eigentlich schon für 2017 vorgesehene Bauhofneubau. Hier muss umgeplant werden, weil die Erschließungskosten aus dem Ruder liefen. Deswegen sei auch die Ausschreibung gestoppt worden. Gut läuft es dagegen offenbar beim Breitbandausbau. Wo Verteilerkästen stehen, seien Bandbreiten bis 50 Mbit pro Sekunde buchbar, erklärt Russer; bis Mai oder Juni sollen auch die Direktanschlüsse in den kleineren Ortschaften stehen. Der Anschluss der Einzelgehöfte folge dann Ende dieses, Anfang nächsten Jahres.

Wichtig für den Marktkern sei die Städtebauförderung. Das dafür benötigte Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (Isek) soll bis Herbst vorliegen, "dann werden wir aus diesem Isek einzelne Maßnahmen ableiten". Auch den Neubau von Sozialwohnungen hat sich der Marktgemeinderat auf die Fahnen geschrieben - das alte, nicht mehr bewohnbare Gemeindehaus in der Schenkenauer Straße soll dafür abgerissen werden, um Platz zu schaffen. Auch direkt neben dem Rathaus stehen Veränderungen an: Hier soll ab Ende dieses, Anfang nächsten Jahres ein Neubau für die Verwaltung entstehen. Und dann ist da neben den Radwegen von Hohenwart nach Freinhausen (Russer: "Ein schwieriges Thema."), Pfaffenhofen und Hohenried auch noch die B-300-Verlegung bei Weichenried, für die noch Grunderwerb ausstehe.

Außerdem lobt Russer das Zusammenleben in der Marktgemeinde. Die Vereine seien der "gesellschaftliche Anker". So sei es auch möglich, immer wieder Veranstaltungen wie Volksfest, Kirchweihdult und Gewerbeschau zu stemmen. Und einen Bonmot hat Russer auch noch auf Lager: "Der Familienwandertag ist ein Selbstläufer."

Von Bernd Hofmann
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