Mittwoch, 16. Januar 2019
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Statistik des Pfaffenhofener Standesamts verzeichnet auch deutlich mehr Kirchenaustritte

Mehr Babys und Hochzeiten

Pfaffenhofen
erstellt am 13.01.2019 um 11:37 Uhr
aktualisiert am 13.01.2019 um 21:47 Uhr | x gelesen
Pfaffenhofen (PK) In Pfaffenhofen sind im vergangenen Jahr mehr Babys geboren worden. Der Trend könnte sich fortsetzen, denn außerdem gab es auch mehr Hochzeiten. Immer mehr Pfaffenhofener treten zudem aus der Kirche aus. Das sind die Ergebnisse der statistischen Auswertung des Pfaffenhofener Standesamts, teilt die Stadt mit.
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Manuel und Daniela Hoffmann gaben sich am 19. Mai 2018 in Pfaffenhofen das Ja-Wort. Der Vater des Bräutigams, Rainer Hoffmann, hat seit Jahrzehnten Brautpaare im Standesamt Pfaffenhofen fotografiert. Jetzt konnte er die Hochzeit seines Sohnes festhalten.
Manuel und Daniela Hoffmann gaben sich am 19. Mai 2018 in Pfaffenhofen das Ja-Wort. Der Vater des Bräutigams, Rainer Hoffmann, hat seit Jahrzehnten Brautpaare im Standesamt Pfaffenhofen fotografiert. Jetzt konnte er die Hochzeit seines Sohnes festhalten.
Rainer Hoffmann
Pfaffenhofen
Der Babyboom in Pfaffenhofen setzt sich fort: Zum zweiten Mal nach 2017 wurden auch 2018 wieder über 800 Kinder in der Kreisstadt geboren. 801 Babys kamen hier zur Welt - das sind zwar neun weniger als im Vorjahr, aber dennoch 78 mehr als im Jahr 2016. Wie das Pfaffenhofener Standesamt in seiner Statistik festgehalten hat, kamen fast alle Kinder in der Ilmtalklinik zur Welt (793). Von den acht Hausgeburten waren sieben in Pfaffenhofen, eine in Jetzendorf.

Von den 801 Neugeborenen sind nur 192 "echte" Pfaffenhofener Kinder (Vorjahr 193), während 609 Babys auswärts wohnen (Vorjahr 617).

2018 scheint ein echtes "Bubenjahr" zu sein, denn die männlichen Babys sind deutlich in der Überzahl: 426 Buben und 375 Mädchen wurden im Pfaffenhofener Standesamt angemeldet (Vorjahr 413 Buben und 397 Mädchen).

591 Neugeborene haben deutsche Eltern, bei 82 Babys hat ein Elternteil die deutsche Staatsangehörigkeit und bei 128 Kindern sind beide Eltern Ausländer. In diesem Jahr gab es keine Zwillingsgeburt (Vorjahr 2). Der Anteil der nicht ehelich geborenen Kinder liegt bei gut 24 Prozent (Vorjahr 22), denn 195 Elternpaare waren nicht verheiratet (Vorjahr 176).

Insgesamt liegt Heiraten jedoch im Trend, das zeigt die Statistik schon seit Jahren. Auch 2018 ist die Zahl der Eheschließungen wieder gestiegen, und zwar von 211 im Vorjahr auf jetzt 230 (+19). Das Standesamt Pfaffenhofen ist seit einigen Jahren auch für die Gemeinden Hettenshausen, Ilmmünster, Hohenwart und Jetzendorf zuständig. Die Eheschließungen von Brautpaaren aus diesen Orten werden daher im Pfaffenhofener Rathaus eingetragen. Dazu zählen auch fünf Umwandlungen von Lebenspartnerschaften in Ehen, da seit dem 1. Oktober 2017 die "Ehe für Alle" möglich ist, sowie vier gleichgeschlechtliche Ehen. Darunter waren drei männliche Paare und ein weibliches Paar.

Wie aus der Jahresstatistik weiter hervorgeht, war diesmal der sprichwörtliche "Wonnemonat" Mai wirklich der beliebteste Heiratsmonat (32), und fast ebenso viele Ehen wurden im August geschlossen (31). Ein besonders beliebter Hochzeitstag war der 18.08.18, an dem sich fünf Paare das Ja-Wort gaben.
Manuel und Daniela Hoffmann bei ihrer Hochzeit im Mai.
Manuel und Daniela Hoffmann bei ihrer Hochzeit im Mai.
Hoffmann
Pfaffenhofen



55 der insgesamt 230 Hochzeitspaare haben ihren Wohnsitz in einer anderen Stadt oder Gemeinde. Im Gegenzug entschieden sich 35 Paare aus Pfaffenhofen für eine Eheschließung in einem anderen Ort.

Bei 201 Paaren hatten beide Partner die deutsche Staatsangehörigkeit. Bei 23 Paaren war ein Partner Ausländer, und bei sechs Paaren waren beide ausländische Staatsangehörige. Dabei waren insgesamt 21 verschiedene Nationalitäten vertreten - von Österreich und der Türkei über Aserbaidschan und Indonesien bis Nigeria und Nicaragua. 191 Brautpaare - das sind 83 Prozent - wählten einen gemeinsamen Familiennamen in der Ehe. Davon bestimmten 183 Paare den Namen des Mannes zum Ehenamen, während sich immerhin acht Paare für den Familiennamen der Frau als gemeinsamen Namen entschieden. Zwölf Ehefrauen tragen einen Doppelnamen, denn sie fügten den eigenen Geburts- oder Familiennamen an.

Bei 167 Paaren waren beide Partner ledig. Bei den anderen war mindestens einer der Partner schon ein- oder mehrmals verheiratet. Und ein Paar trat zum zweiten Mal gemeinsam vor den Standesbeamten, denn diese beide Ehepartner waren vorher schon einmal miteinander verheiratet.

Die Zahl der Sterbefälle in Pfaffenhofen ist leicht gestiegen: 381 Sterbefälle wurden im Pfaffenhofener Standesamt im Jahr 2018 beurkundet (+4).

Deutlich gestiegen ist die Zahl der Kirchenaustritte: Insgesamt 295 Kirchenaustritte wurden im Pfaffenhofener Standesamt registriert. Das sind 76 mehr als 2017. Weitere Vergleichszahlen: 2016 gab es 270 Kirchenaustritte, 2015 waren es 294. Von den 295 Kirchenaustritten des Jahres 2018 betreffen 236 die katholische Kirche und 58 die evangelische (plus einmal griechisch-orthodox). 221 Kirchenaustritte gelten für Pfaffenhofen (Vorjahr 166), aber der Trend setzt sich auch in den Gemeinden fort. So traten 29 in Hohenwart (17), 17 in Hettenshausen (13), 16 in Ilmmünster (10) und 12 in Jetzendorf (13) aus der Kirche aus.

Felix und Emma sind der Renner

Der beliebteste männliche Vorname des Jahres 2018 in Pfaffenhofen ist Felix, so die Statistik des Pfaffenhofener Standesamts. 17 neugeborene Buben tragen diesen Namen. Es folgen Lukas (15), Jakob (12), Johannes (10) und Jonas (9).

Bei den Mädchen gibt es gleich vier Favoriten: Emilia, Emma, Eva und Julia führen die Hitliste der weiblichen Vornamen mit jeweils neun Nennungen an, gefolgt von Johanna, Laura und Magdalena (je 8).

Die Liste der unterschiedlichen Vornamen, die das Standesamt im Pfaffenhofener Rathaus für 2018 registriert hat, ist wieder lang. 193 verschiedene Mädchennamen und sogar 197 unterschiedliche Jungennamen wurden vergeben.

Mehr als die Hälfte der Pfaffenhofener Babys des Jahres 2018 - und zwar genau 433 - haben nur einen Vornamen. Weitere 335 Mädchen und Buben tragen zwei Vornamen und 28 haben drei Namen.

Der Trend bei den Vornamen geht seit Jahren zu alten, traditionellen Namen. Dieser Trend zeigt sich auch bei den häufigsten zweiten Vornamen, denn da liegen Maria (15) und Josef (9) an der Spitze, gefolgt von Sophie (14) und Alexander (8), Marie (11) und Maximilian (6). PK
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