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Berufsschule Neuburg unterstützt afrikanisches Hilfsprojekt - 5000 Euro für Pfarrer Serge Senzedi

Wasserleitung und Unterricht für Kinder im Kongo

Neuburg
erstellt am 11.06.2018 um 18:31 Uhr
aktualisiert am 15.06.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Neuburg (r) "Danke für eure Unterstützung", ruft Pfarrer Serge Senzedi den Berufsschülern zu.
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Engagierte Berufsschüler übergaben eine 5000-Euro-Spende an Pfarrer Serge Senzedi (links). Im afrikanischen Kizela muss Trinkwasser noch herangetragen werden (rechts).
Engagierte Berufsschüler übergaben eine 5000-Euro-Spende an Pfarrer Serge Senzedi (links). Im afrikanischen Kizela muss Trinkwasser noch herangetragen werden (rechts).
Fotos: r/Senzedi
Neuburg
5000 Euro haben die jungen Auszubildenden und Fachschüler mit ihrem "Spendenlauf" eingesammelt. Serge Senzedi nimmt die Finanzmittel mit in seine Heimat Kongo, um dort in der Provinz Kizela einen Wasserleitungsbau zu ermöglichen.

Spendenläufe an Schulen sind mittlerweile etabliert. Die Berufsschule Neuburg-Bittenbrunn und ihre Fachschulen sind besonders fleißig, drehten bisher dreimal ihre Runden für Kinder in Afrika. Zuletzt kamen respektable 1033 Kilometer in 2583 Runden zusammen. Etliche Ausbildungsbetriebe honorieren den Einsatz mit Spendengeldern, und die Lehrer beteiligen sich selbstredend auch am Sponsoring.
 
Fotos: r/Senzedi
Neuburg



Direktor Fritz Füßl freut sich über "eine Gemeinschaftsleistung der gesamten Schulfamilie. " Die Jugendlichen bewegen sich sportlich, setzen sich für ein sinnvolles Benefizziel in der globalisierten Welt ein. "Aus unserer Sicht ist diese Bestärkung pädagogisch sehr wertvoll", urteilt der Schulleiter.

"Euer Einsatz hilft dazu, dass unser Projekt weitergeht", bedankte sich Pfarrer Serge Senzedi mit einem "Matondo" (Danke) am Montag bei der Spendenübergabe. In Kizela hat er das Projekt Kivuvu (Hoffnung) vermittelt. Aus einfachen Holz- und Schilfhütten sind feste Schulbauten geworden, die Kinder finden nun vernünftige äußere Bedingungen für den Unterricht vor. Derzeit werde ein kleiner Verwaltungsbau für den Direktor und ein Archiv errichtet. Nachdem es in Kizela keine Wasserversorgung gibt, müssen Kinder und Erwachsene das wertvolle Wasser drei Kilometer entfernt mit Behältern holen. Jetzt denken die Verantwortlichen in der Region an den Bau einer Wasserleitung mit Pumpstation oder an einen Brunnen vor Ort. "Was genau gemacht wird, steht noch nicht fest, auf jeden Fall wollen wir die Versorgung verbessern", so Pfarrer Serge Senzedi. Sein nächster Wunsch wäre der Bau einer Krankenstation. Der Geistliche ist Seelsorger in Oberhausen/Sinning und besucht regelmäßig sein Heimatland. Die Neuburger Berufsschüler werden ihr Hilfsprojekt weiter verfolgen. Sie wüssten, so Direktor Fritz Füßl, dass es sinnvoll ist, den Einheimischen vor Ort mit deren eigenen Projekten unter die Arme zu greifen, anstatt teure Maschinen hinzustellen.
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