Donnerstag, 24. Mai 2018
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VG Nassenfels denkt über Anschluss an Eichstätter Berggruppe nach

Wasser-Notverbund in Planung

Nassenfels
erstellt am 16.05.2018 um 18:54 Uhr
aktualisiert am 19.05.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Nassenfels (fkd) Die drei Kommunen Adelschlag, Egweil und Nassenfels haben 2017 eine Studie zur Prüfung der Umsetzbarkeit einer gemeinsamen Kläranlage in die Wege geleitet.
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Im Zuge dessen stellte sich heraus, dass die Verwaltungsgemeinschaft Nassenfels noch keinen Notverbund im Bereich der Wasserversorgung hat. Nach intensiven Beratungen der Bürgermeister der drei Gemeinden wird nun die Bildung eines Notverbunds mit der Eichstätter Berggruppe überlegt.

Ziel eines solchen Verbunds ist es, im Falle von Problemen, dem anderen Wasserversorger auszuhelfen. In diesem Fall würde dies konkret bedeuten, dass die Wasserversorgung der Orte Nassenfels, Wolkertshofen, Meilenhofen, Zell an der Speck sowie Egweil, Adelschlag und Möckenlohe mit der Wasserversorgung der Orte Pietenfeld, Ochsenfeld, Weißenkirchen und Moritzbrunn zusammengeschlossen wird. Eine Untersuchung des Wassers ergab, dass eine Vermischung zu keinen Problemen führen würde. Der große Vorteil eines solchen Verbunds liegt den Gedankenspielen zufolge im Notfallbetrieb: Fallen die Nassenfelser Pumpen aus, liegt aktuell der Großteil der Verwaltungsgemeinschaft auf dem Trockenen. Wird nun ein solcher Verbund vereinbart, könnte die Wasserversorgung der Eichstätter Berggruppe diesen Bereich zusätzlich zu 100 Prozent mit versorgen - oder auch anders herum. Auch bei Großbränden, für welche die Feuerwehren große Wassermengen zur Brandbekämpfung benötigen, könnte Unterstützung geleistet werden. In der Regel stellt ein solcher Notverbund ein "Nullsummenspiel" dar: Jeder Liter Wasser, der von einem Wasserversorger zum anderen läuft, wird auch wieder zurückgeleitet, so dass unter dem Strich keine zusätzlichen Kosten und Gebühren anfallen.

Ein weiterer Vorteil für die VG Nassenfels wäre, dass auf die Sanierung des Adelschlager Hochbehälters verzichtet werden könnte, da eine Nutzung des
Pietenfelder Wasserspeichers, der einen 50-Meter-Höhenvorteil hat, möglich wäre.

Ein solcher Notverbund bedeutet jedoch nicht nur die schriftliche Vereinbarung zwischen zwei Wasserversorgern. Dies ist zwar die Grundvoraussetzung; jedoch müssen vor allem die beiden Wassernetze verbunden werden, was mit deutlichen Kosten einher gehen würde.

Aufgrund dieser Informationen beschlossen die Räte, dass - die Zustimmung der Eichstätter Berggruppe zum Notverbund vorausgesetzt - die ursprünglich geplante Sanierung des Adelschlager Hochbehälters bis auf weiteres gestoppt wird. Zudem soll zur allgemeinen Erhöhung der Versorgungssicherheit die Herstellung eines Notverbunds mit der Eichstätter Berggruppe im Detail geprüft werden. Außerdem soll ein Ingenieurbüro beauftragt werden, die erforderlichen Vorbereitungsarbeiten durchzuführen. Über neue Entwicklungen werden die Bürgermeister die Verbandsräte informieren.
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