Freitag, 16. November 2018
Lade Login-Box.

Theaterfreunde spielen heuer eine bayerische Komödie - Premiere am 24. November

"Ratsch und Tratsch" in Rennertshofen

Rennertshofen
erstellt am 07.11.2018 um 15:16 Uhr
aktualisiert am 11.11.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Rennertshofen (lfs) Die Theaterfreunde in Rennertshofen gehen mit einer bayerischen Komödie in drei Akten auf die Bühne, diesmal sogar mit Gesangseinlagen. Die Premiere für das Stück "Ratsch und Tratsch" ist am 24. November geplant.
Textgröße
Drucken
Eine nicht nur zahlenmäßig starke Truppe bereitet sich unter der Leitung von Martina Fürst (sitzend Mitte) auf die fünf Vorstellungen in Rennertshofen vor.
Eine nicht nur zahlenmäßig starke Truppe bereitet sich unter der Leitung von Martina Fürst (sitzend Mitte) auf die fünf Vorstellungen in Rennertshofen vor.
Schmitt
Rennertshofen
Bereits seit 1987 kommt in Rennertshofen jährlich ein Theaterstück zur Aufführung. Damals noch unter dem Dach des Katholischen Arbeitervereins. 2009 wurde der Verein Rennertshofener Theaterfreunde ins Leben gerufen. Die letzten Jahre waren für den Verein geprägt von der Suche nach einer geeigneten Räumlichkeit. Nun ist man letztlich im Saal des ehemaligen Dirnbräu untergekommen. Mit Fleiß und Engagement wurden einige Baumaßnahmen ausgeführt, um eine für Spieler und Zuschauer annehmbare Atmosphäre zu schaffen. Das ist gelungen. Pflege des Brauchtums und eine aktive Gestaltung des Vereinslebens in der Marktgemeinde haben sich die Theaterfreunde auf ihre Fahnen geschrieben, und auch das gelingt regelmäßig.

In diesem Jahr haben sich die Verantwortlichen für das Stück "Ratsch und Tratsch" von Peter Landstorfer entschieden - eine bayerische Komödie in drei Akten und mit Gesangseinlagen. Das Stück steht schon länger auf der Wunschliste von Martina Fürst. "In den letzten Jahren ist es aber daran gescheitert, dass ich keine guten Sänger an der Hand hatte", erklärt die Spielleiterin augenzwinkernd. Dieses Problem ist nun gelöst.

Mit Julia Kourdy (Ratsch) und Peter Fürst (Tratsch) spielen nicht nur zwei ausdrucksstarke Charaktere, sondern auch gute Sänger die Hauptrollen. Für den Schliff dieser Edelsteine sorgt Ulrich Höfle. Der Chorleiter, Klavierbauer und Gesangslehrer hat die beiden unter seine Fittiche genommen und schult sie professionell für die Auftritte. Aber nicht nur deren Gesang dürfte die Zuschauer erfreuen, auch die Handlung gibt einiges her. Spaß, Verwirrung und viel Komik erwartet die Besucher.

Die Bewohner eines fiktiven Dorfes leben in dem Stück in Harmonie und Eintracht. Jeder weiß von jedem alles, man hat keine Geheimnisse voreinander. Der Postbote (Dominik Winkler) berichtet bei seinem täglichen Rundgang die Neuigkeiten des Tages. Die Kramerin, die Schmatzerin (Michaela Riedl) und die Fotznmare (Christina Bauch) sorgen dafür, dass alles auch "wortgetreu" weitergegeben wird. Beim Dorfwirt Speckmoar (Armin Mergel) wird gemütlich das eine oder andere Bier getrunken, immer gut eingeschenkt vom Kellner Hias (Gerhard Fieger). Der Nachtwächter Achatz (Josef Neumeier) macht sich einen Spaß daraus, vor dem Kramerladen ausgiebig Tauben zu füttern, damit diese jeden Tag genügend Taubendreck produzieren. Aber alle Späße und auch der blühende "Dorftratsch" sind harmlos und keiner will dem anderen ernsthaft schaden.

Doch dann ändert sich plötzlich alles. Der Bauer Erbhofer (Oliver Baur) erhält einen Brief aus München, der ihn aber nicht interessiert und den er deshalb auch ungeöffnet in seiner Jackentasche vergisst. Über den Inhalt des Briefes wird zunächst hinter vorgehaltener Hand getuschelt, dann aber offen diskutiert und spekuliert. Es entstehen Gerüchte, die sich von einfachen Verdächtigungen bis hin zu handfesten Beschuldigungen entwickeln. Angetrieben werden die Dorfbewohner dabei von zwei skurrilen Gestalten, die personifizierten Figuren "Ratsch und Tratsch". Diese machen sich einen Spaß daraus, die Gedanken der Menschen in die absurdesten Richtungen zu lenken, getreu ihrem Motto  "A bisserl Neid, a bisserl Gier ist unser Lebenselixier".

Bereits seit Mitte September proben die Akteure dreimal in der Woche. Gabriele Jansch (Erbhoferin) und Sarah Straubmeier (Kramerin) geben ihr Debüt auf der Rennertshofener Bühne. Jetzt geht die Vorbereitung in die heiße Phase. Die Premiere ist am 24. November um 14 Uhr. Abendtermine um 19.30 Uhr gibt es jeweils am 24. und 30. November sowie am 1. Dezember. Die letzte Vorstellung findet am Sonntag, 2. Dezember, um 17 Uhr statt. Der Kartenvorverkauf bei Getränke Hörl in Rennertshofen beginnt am Samstag. Das Ticket kostet sieben Euro, für Kinder vier Euro.
Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Kommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Für die Inhalte übernimmt donaukurier.de keinerlei Verantwortung und Haftung. weitere Informationen
Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!