Dienstag, 16. Oktober 2018
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Barockkonzerte im Ottheinrichsaal eröffnet - "Gypsy Jazz" gastiert im Birdland

"Perle" im Neuburger Kulturleben

Neuburg
erstellt am 11.10.2018 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 15.10.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Neuburg (r) Neuburger Barockkonzerte - das ist Klassikmusik mit hohem Niveau und prominenten Gästen. Seit Donnerstagabend glänzt diese "Perle im Neuburger Kulturleben" (OB Bernhard Gmehling) wieder.
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Barockkonzert im Ottheinrichsaal
Winfried Rein
Neuburg
Bei einem Empfang im Theatgerfoyer begrüßte der Oberbürgermeister gestern Abend die Ehrengäste. Maria Els, die neue Regierungspräsidentin von Oberbayern, hatte am Nachmittag abgesagt.

Die "Musikalischen Reverenzen" eröffneten die Barockreihe. Und die Reverenzen hatten es in sich: Die bekannte Pianistin Christine Schornsheim spielte mit Susanne Regel (Oboe), Rainer Johannsen (Fagott) und Philippe Castejon (Klarinette) Bläserquintette von Wolfgang Amadeus Mozart und Franz Danzi. Das Publikum reagiert begeistert auf die Darbietung, die vor den Rubens-Bildern im großen Ottheinrich besondere Wirkung entfaltete.

Nach der Kammermusik im Schloss geht es am heutigen Freitag im Birdland Jazzclub mit "Gypsy Jazz" von Django's Castle, am Samstag im Kongregationssaal mit "Gypsy Barock" und am Sonntag mit "Dansa Macabre" und dem "Duo A&A" mit Anna Kiskachi und Anastasia Antonova (beide Cembalo) weiter.

Der Begriff Gypsy steht nicht nur für ein Musical und eine amerikanische Fernsehserie, sondern vor allem für einen Stil im Swing und Jazz, der insbesondere als Zigeunerjazz bekannt ist. "Die Zigeunermusik erzeugt Glücksgefühle", meint Jutta Dieing, die künstlerische Leiterin, "und viele Barockkomponisten waren begeistert von dieser Musik."

Das Bläserquintett werde ""Brücken von Barock bis Mozart überqueren." Am Samstag erwarte das Publikum leidenschaftliche und melancholische Zigeunermusik, am Sonntag mit beiden beiden russischen Cemballistinnen "viel Gefühl mit Wahnsinn, Liebe und Tod." Wenn man es genau nehme, so Stiftungsvorsitzender Tobias Böcker, "dann spielen hier Dauermigranten." Die Barockkonzerte versuchten, die eingeschlafene Neugier auf das Exotische wieder zu wecken.

Die "neuen" Barockkonzerte zeichneten Mut zu Vielfalt und Moderne aus, gratulierte Oberbürgermeister Bernhard Gmehling der künstlerischen Leiterin Jutta Dieing. Sie organisiert die Reihe mittlerweile seit sieben Jahren und hat es geschafft, so der OB, "die landesweit beachtete Konzertreihe auf höchstem Niveau und äußerst erfolgreich fortzuführen." Mäzen Dr. Fritz von Philipp hatte die Konzerte 1947 aus der Taufe gehoben.
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