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40 Teilnehmer beim Gesundheitstag in Burgheim - Bürgermeister Böhm ruft zu mehr Verantwortung auf

Bewusstsein stärken

Burgheim
erstellt am 12.07.2018 um 18:55 Uhr
aktualisiert am 16.07.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Burgheim (DK) Gesundheit schätzt man erst, wenn man sie verloren hat. Unter diesem Motto haben Bürgermeister Michael Böhm und die Organisatorin, Monika Basener, den Gesundheitstag für die Mitarbeiter der Gemeinde Burgheim auf die Beine gestellt.
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Gesunder Start in den Tag: Unter der Anleitung von Evelyn Milz-Fleißner (links, stehend) bereiteten die Mitarbeiter der Gemeinde Burgheim ihr Frühstück selbst zu.
Gesunder Start in den Tag: Unter der Anleitung von Evelyn Milz-Fleißner (links, stehend) bereiteten die Mitarbeiter der Gemeinde Burgheim ihr Frühstück selbst zu.
Foto: Schmitt
Burgheim
"Mit dieser Aktion wollen wir nicht nur die Gemeinschaft in unserem Team fördern", so Böhm. Wichtig war dem Gemeindechef auch, das Bewusstsein für die eigene Gesundheit unter seinen Mitarbeitern zu wecken. Aber auch die Verantwortung gegenüber sich selbst und gegenüber anderen wollte Böhm damit stärken. "Wir sind nur eine kleine Mannschaft. Wenn da auch nur einer gesundheitsbedingt ausfällt, kann das zu großen Problemen führen", weiß der Rathauschef. Dass diese wichtigen Aspekte des Bürgermeisters unter seinen Mitarbeitern erkannt wurden, zeigte die Tatsache, dass sich knapp 40 Personen zur Teilnahme gemeldet hatten.

Den Start in einen gesunden Tag bildete ein gemeinsames Frühstück im Kindergarten Straß. Nach Rezepten der AOK wurden Müsli, Erdbeer-Lassi, Cashew-Dinkel-Crunchy und viele weitere leckere und gesunde Gerichte selbst zubereitet. Nach dem Frühstück zeigten sich tiefe Sorgenfalten auf der Stirn von Organisatorin Basener. Dicke schwarze Wolken hingen am Himmel und regneten sich ergiebig aus. "Ich habe jetzt über eine Woche den Wetterbericht für heute verfolgt. Von Regen war da nie die Rede, deswegen habe ich kein Alternativprogramm ausgearbeitet", meinte sie. Aber nach einem Vortrag der AOK Referentin Evelyn Milz-Fleißner klarte der Himmel wieder auf, so dass die geplanten Wanderungen und eine Fahrradtour gestartet werden konnten.

Die Wanderungen führten die Gruppen zu vielen Sehenswürdigkeiten in der näheren Umgebung von Burgheim. An den jeweiligen Stationen mussten Aufgaben gelöst werden, um mit den darin verborgenen Hinweisen das nächste Ziel finden zu können. Der letzte Anlaufpunkt war in der Nähe von Unterhausen, also noch ziemlich weit vom Ziel in Straß entfernt, und schon wieder regnete es. Aber auch hier hatte sich Basener eine Überraschung einfallen lassen. Die letzten Kilometer durften die Teilnehmer ganz romantisch in einer Pferdekutsche zurücklegen. Für die Gruppe die sich für die Fahrradtour entschieden hatte, führte der Weg über Sinning, Dezenacker, Längloh, Illdorf und nach etwa 20 Kilometern zurück nach Straß.

Dort wieder im Kindergarten angekommen, stand das Mittagessen auf dem Programm. Schon am ausgiebigen Salatbuffet war erkennbar, dass der Gesundheitstag noch nicht zu Ende ist. Die Metzgerei Lix hatte die Herausforderung, etwas Gesundes auf die Teller zu bringen, hervorragend gemeistert. Gebackener Schafskäse, gefüllte Zucchini und Gemüseschaschlik aber auch Pulled Pork und fettarme Lixoletten, eine Spezialität von Chef Benno Lix, fanden viel Anklang. Spätestens jetzt hellte sich die Miene von Monika Basener wieder auf. "Schon im Vorfeld, als so mancher Mitarbeiter fast zur Salzsäule erstarrte, als er das Wort Gesundheitstag hörte, war ich mir nicht sicher, ob wir da das Richtige machen", meinte sie. "Und dann noch das mit dem Wetter, am liebsten hätte ich mich heute morgen im Erdboden verkrochen."

Aber nach dem Mittagessen zeigten sich im Gespräch alle Beteiligten begeistert von der Idee des Gesundheitstags. Vor allem die generalstabsmäßige Organisation fand viele lobende Worte. Das Problem mit zur Salzsäule erstarrten Mitarbeitern wird Basener bei der nächsten Veranstaltung dieser Art wohl nicht mehr haben. Ein abschließendes gemütliches Beisammensein rundete einen Betriebsausflug der ganz besonderen Art ab.
Ralf Schmitt
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