Riedenburg

Agratamagatha: Zwischen Umtata und Gloria

In Riedenburg steigt im Juli wieder das Freiluft-Musikfestival – Kabarett am Sonntag

12.05.2022 | Stand 12.05.2022, 15:38 Uhr

Am Riedenburger Badesee geht zwischen dem 29. und 31. Juli wieder die Post ab. Das Freiluft-Musikfestival Agratamagatha findet nach einer längeren Zwangspause wieder statt. Foto: Ammer (Archiv)

Nach einer dreijährigen Zwangspause gibt es in diesem Sommer wieder das beliebte Freiluft-Musikfestival Agratamagatha. Es findet vom 29. bis zum 31. Juli am Ufer des beliebten Riedenburger Badesees St. Agatha statt.

Geplant ist heuer unter anderem ein Familien-Sonntag mit Hochkarätern aus Kabarett und Mundart. Das teilte der Veranstalter, der Verein Kultureller Untergrund Riedenburg (KUR), mit.



Getreu seiner Devise „Wage das Ungewöhnliche“ blieb der KUR im Jahr 2022 seinem Motto treu und verpflichtete renommierte Stars der Independent- und Hip-Hop-Szene neben weniger bekannten Geheimtipps und Nachwuchskünstlern aus der Region. So werden zum Beispiel Künstler wie G.Rag y los Hermanos Patchekos, Retrogott und Hulk Hodn, Indian Askin, Zouj, Hildegard von Binge Drinking und andere zu hören sein.

Bespielt wird neben der Hauptbühne am See auch wieder die Bühne im Zirkuszelt, auf der vor allem DJs aus dem Spektrum der elektronischen Musik auflegen und neben nationalen Größen noch Perlen aus der Region zu bewundern sein werden.

Auch in diesem Jahr liegt den Veranstaltern die Nachhaltigkeit am Herzen. So wird neben regionalem und biologischem Essen auch Green Camping angeboten. „Party hard aber mit Hirn“, lautet hier das Motto.

Agratamagatha: Frühschoppen und Blasmusik



Besonderes Augenmerk legen die Veranstalter dieses Jahr auf den Festival-Sonntag, der traditionell mit einem Weißwurst-Frühschoppen und Blasmusik eingeläutet wird und der neben einem mobilen Eiswagen auch mit Zirkusworkshop und Kinderschminken die Jüngsten anlockt. Das hochklassige Bühnenprogramm aus Kabarett und Mundart rundet diesen vielfältigen Familien-Sonntag bei freiem Eintritt ab.

So wurden mit Claudia Pichler, Margreth Außerlechner und Maxi Pongratz gleich drei
illustre sowie aus Radio und Fernsehen bekannte Vertreter dieses Genres verpflichtet. Die Münchner Kabarettistin Claudia Pichler zeigt Ausschnitte aus ihrem zweiten Programm „Eine Frau sieht weißblau“. Hin- und hergerissen zwischen der Biermösl Blosn und den Backstreet Boys bahnt sie sich ihren Weg durch den Freistaat. Auch als Autorin des Buches „Fremdheit bei Gerhard Polt“ erlangte Claudia Pichler Beachtung.

Sie teilt sich die Bühne mit Margreth Außerlechner, die ihre Zweisprachigkeit erst mit ihrem Umzug von Tirol nach Bayern manifestieren konnte. Musikalisch sozialisiert zwischen Umtata und Gloria, Swing, Jazz und dem Radiosender Ö3 mischt sie, ausgestattet mit Ukulele und Percussion, ein experimentierfreudiges Soul-Gulasch.

Für den Abschluss sorgt der Kofelgschroa-Frontmann Maxi Pongratz, der mit Songs wie „Wäsche“ und „I sog ned“ bereits Kultstatus erreicht hat und sich durch zahlreiche Kollaborationen unter anderem mit Micha Acher (Notwist, Hochzeitskapelle) einen Namen gemacht hat. Er darf getrost als Held der urbanen Mundart bezeichnet werden. An diesem Sonntag stellt er sein aktuelles und vielbeachtetes Soloalbum „Meine Ängste“ vor, dessen Songs in Fachkreisen bereits als „wunderbar lebenskluge Valentinaden“ gefeiert werden.

Das Zwei-Tagesticket kostet im Vorverkauf 49 Euro. Für das Tagesticket werden an der Abendkasse 30 Euro verlangt.

DK