Hofstetten

Vier Jahrzehnte gelebte Solidarität

Der Krankenpflegeverein Hofstetten feiert Jubiläum

01.10.2022 | Stand 01.10.2022, 10:30 Uhr

Der Vorstand des Krankenpflegevereins Hofstetten mit seinem Vorsitzenden Alfred Schimmer (Mitte) bedankte sich bei Josefine Pröbstl – sie war die erste Krankenschwester – mit einem Blumenstrauß. Zudem wurde dem Vorsitzenden der Caritas Sozialstation, Andreas Rabl (links), eine Spende übergeben. Pfarrer Alois Spies (2. von rechts) und sein Vorgänger Richard Distler (rechts) gratulierten ebenfalls. Foto: Kleinhans

Von Kerstin Kleinhans

Hofstetten – Mit stimmungsvoller Blasmusik der Blaskapelle Hitzhofen wurden die Besucher zum 40-jährigen Bestehen des Krankenpflegevereins Hofstetten empfangen. Gefeiert wurde dann im Anschluss an einen festlichen Gottesdienst. Für mittlerweile 40 Jahre gelebte Solidarität steht die Initiative des damaligen Pfarrers von Hitzhofen, Monsignore Richard Distler, des Pfarrgemeinderats und des damaligen Vorsitzenden Bartholomäus Schimmer, welche zur Gründung des Krankenpflegevereins Hofstetten geführt hatte.

Dieser damals noch sehr neuen Idee hatten sich bereits zu Beginn zahlreiche Mitglieder angeschlossen, wie der heutige Vorsitzende und Sohn des Gründungsvorstands, Alfred Schimmer, in seiner Festansprache in Erinnerung rief. Zunächst wurde vom Verein ausschließlich ambulante Krankenpflege angeboten. In den ersten Jahren gab es dafür nur eine einzige Krankenschwester, erzählt der Vorsitzende. Bereits im April 1982 wurde Josefine Pröbstl beim Krankenpflegeverbund der Vereine aus Hofstetten, Hitzhofen und Böhmfeld als Krankenschwester angestellt. „Damals wurde langsam begonnen mit dem, was unsere Schwester Josefine eben geschafft hat“, so Schimmer.

Die Räumlichkeiten im Pfarrhaus standen dafür zur Verfügung, wie sich auch der ehemalige Pfarrer Richard Distler bei seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte erinnert. Weiterer markanter Wegpunkt in der Geschichte des Vereins war die Gründung der Sozialstation in Gaimersheim im Jahr 1991. Gemeinsam mit acht weiteren Vereinen ist der Krankenpflegeverein Hofstetten seitdem Träger der Caritas Sozialstation. „Dies hat die Arbeit in unserem Verein verändert, aber auch unser Leistungsangebot kontinuierlich erweitert“, so Schimmer. „Wir befinden uns in einer schwierigen Zeit, in der die Pflege und Versorgung alter Menschen uns noch vor größere Probleme stellen wird“, verdeutlichte der Vorsitzende. „Ohne Hilfe ist eine Pflege künftig nicht möglich.“

Neben Krankenbesuchen vor Ort unterstützt der Verein auch in vielen weiteren Bereichen und möchte damit „Not sehen und handeln“, wie es der Vorsitzende der Caritas-Sozialstation, Andreas Rabl, in seiner Ansprache zu Ausdruck brachte. Aus Sicht der Sozialstation berichtete dieser über die heutige Rolle der Krankenpflegevereine. „Die Vereine sind heute Träger und Eigentümer der Sozialstation, ohne sie würde es nicht gehen.“ Rabl stellte den Besuchern die professionellen Strukturen der Sozialstation vor. „Da die Kosten der Pflege in Zukunft weiter steigen werden und auch die Personalsituation immer schwieriger wird, wird der Anteil der Pflege im heimischen Umfeld zunehmen.“ Die Krankenpflegevereine sieht Rabl hier als wertvolle Hilfe und Unterstützung. Egal ob nur für Beratungsleistungen oder für die Bereitstellung von Hilfsgütern, die Vereine werden gebraucht, wie nicht nur er deutlich machte.

Diesen Worten schlossen sich auch die Bezirksräte Reinhard Eichiner (CSU) und Andrea Mickel (SPD) an. „Wir müssen uns umeinander sorgen und den Nächsten lieben“, fasste es Mickel in Worte. Auch der stellvertretende Bürgermeister Martin Schroll bezeichnete den Verein als unverzichtbar. „Der Mitgliedsbeitrag in einem Krankenpflegeverein ist gut angelegt, da die Kapazitäten vor allem beim Pflegepersonal begrenzt sind, aber der Bedarf weiter wachsen wird.“ Hier stehe man vor einer großen Aufgabe. Für diese übergab der Vorsitzende Alfred Schimmer eine Spende in Höhe von 1000 Euro an die Mitarbeiter der Caritas Sozialstation.

EK