Haushaltsausschuss gibt Mittel frei
73,8 Millionen Euro für Eichstätt: Landwirtschaftsamt und Finanzamt werden saniert

05.07.2023 | Stand 14.09.2023, 21:58 Uhr |

Finanzamt und Landwirtschaftsamt in den ehemaligen Kavaliershöfen müssen generalsaniert werden. Die Projektfreigabe durch den Landtag ist nun erfolgt. Foto: Hager, Archiv

Das Finanzamt Eichstätt und die Außenstelle des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten am Residenzplatz werden saniert. Der Haushaltsausschuss des bayerischen Landtags hat die Projektfreigabe am Mittwochfrüh beschlossen. Das teilte Landtagsabgeordnete Tanja Schorer-Dremel (CSU) mit.



Die denkmalgeschützten Dienstgebäude brauchen demnach eine grundlegende Sanierung, Schorer-Dremel zufolge geht es um „erhebliche statische und brandschutztechnische Mängel“, zudem sei eine dringende Umsetzung des Bauvorhabens zum Schutz der Beschäftigten und zur Aufrechterhaltung der historischen Gebäude erforderlich. Die Gesamtsumme der Maßnahme ist auf fast 74 Millionen Euro veranschlagt.

Vollständige Auslagerung

Während der Bauphase müssten die Ämter vollständig aus den fürstbischöflichen Kavaliershöfen ausgelagert werden. „Die Sanierung stellt ein bedeutendes infrastrukturelles Projekt in der Region dar. Die Maßnahme wird nicht nur die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten verbessern, sondern auch zur Aufrechterhaltung des reibungslosen Betriebs beitragen und moderne, funktionale und nachhaltige Arbeitsumgebungen schaffen“, so Schorer-Dremel.

„Die Entscheidung des Haushaltsausschusses unterstreicht die immense Bedeutung der Sanierung des Finanzamts Eichstätt und der Außenstelle des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten für unsere Region“, sagte die Stimmkreisabgeordnete.

„Doppelte Verantwortung als Freistaat“



Die Betreuungsabgeordnete der Grünen für den Landkreis Eichstätt, Claudia Köhler, begrüßte den Beschluss ebenso: „Wir haben hier eine doppelte Verantwortung als Freistaat: Einmal aus denkmalpflegerischer Sicht und in erster Linie für unsere Mitarbeitenden in den Behörden vor Ort.“ Es werde ein großer Brocken und sicher nicht billig, „aber es ist wichtig, dass wir die Maßnahme jetzt zügig angehen“, so Köhler.