Tauberfeld

20 Jahre Fußwallfahrt

Zum Jubiläum ging es wieder von Tauberfeld nach Wemding

15.05.2022 | Stand 16.05.2022, 11:12 Uhr

Durch Wiesen und Wälder führte die Pilger der Fußmarsch nach Wemding. Foto: Windeler

Tauberfeld – Als 2003 der Pfarrgemeinderat der Pfarrei Buxheim und der damalige Ortspfarrer Johannes Trollmann erstmalig beschlossen, eine Fußwallfahrt nach Wemding zu machen, hofften manche, dass es nicht bei dem einen Mal bleibt. Nach nun 20 Jahren darf man diese Hoffnung als bestätigt sehen. Vergangenes Wochenende machten sich am Samstag früh morgens um 4.30 Uhr nach einer kurzen Morgenandacht und dem Segen durch den Ortspfarrer Krzysztof Duzynski die Pilger auf den gut 52 Kilometer langen Weg zur Gnadenmutter Maria.

Ein eigens für die Wallfahrt gefertigtes und festlich geschmücktes Kreuz wird seit 2003 vorneweg getragen. Hans Seltmann hatte für dieses schöne Kreuz einen Christus geschnitzt. Xaver Mayer und Karl Redl begleiten die Wallfahrt als seit Jahren eingespielter Verpflegungstrupp, bereiten an den Raststätten in Aicha, Tagmersheim, Otting und Monheim Essen und Getränke vor, bis die Pilger eintreffen, und zur Not kann ein Pilger auch ein paar Kilometer mitfahren, wenn die Füße allzu sehr schmerzen. Beginnend in den frühen Morgenstunden bis zur Ankunft in Wemding gestaltet der Wallfahrtsleiter Alois Mayer den Fußmarsch mit „allen Elementen, die unser Glaube zu bieten hat“, wie es der Pilger Sebastian Schmid ausdrückt. Nicht nur Rosenkränze und Litaneien begleiten die Wallfahrer auf ihrem Marsch. Lieder und besinnliche Texte machen die Wallfahrt zu einem abwechslungsreich gestalteten, gelebten Gebet. Die Fürbitten des Tages waren in diesem Jahr besonders geprägt von der Bitte um Frieden in der Ukraine und das Gedenken an die getöteten, bedrängten und geflohenen Ukrainer. Bei bestem Wallfahrerwetter kam die Pilgergruppe um 18.15 Uhr an der Wallfahrtsbasilika Maria Brünnlein an, wo einige Familienangehörige und mit der Buswallfahrt angereiste Pilger ebenso wie Wallfahrtsrektor Norbert Traub und Pfarrer Krzysztof Duzynski die Wallfahrer in Empfang genommen haben. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Wallfahrt wurden die Pilger mit feierlichen Trompetenklängen des Buxheimers Hans Würzburger in die Kirche geleitet, wo ein Festgottesdienst als Abschluss der Wallfahrt gefeiert wurde. Orgel und Trompete haben auch aus dem Gottesdienst ein besonderes Erlebnis gemacht. Wallfahrtsrektor Norbert Traub konnte Herrn Matthäus Achhammer für die 10malige Teilnahme an der Wallfahrt ehren. An allen 20 Fußwallfahrten von Tauberfeld nach Wemding haben die drei Tauberfelder Sebastian Schmid, Christa Mayer und Alois Mayer teilgenommen, wofür auch sie geehrt wurden. Abschließend bedankte sich Alois Mayer bei allen Teilnehmern fürs Dabeisein, bei allen, die die Wallfahrt durch ihre helfenden Hände oder Spenden unterstützt haben, bei allen, die zur musikalischen Gestaltung beigetragen haben und bei den Geistlichen. Als Zeichen der Dankbarkeit dafür, dass die Wallfahrt schon 20 Jahre ununterbrochen stattfinden konnte, auch in den beiden schwierigen Coronajahren 2020 und 2021, brachten die Wallfahrer eine Jubiläumskerze zum Gnadenort Maria Brünnlein. Die von den Wemdinger Karmelitinnen gestaltete Kerze zeigt das Gnadenbild der Wallfahrtsbasilika und die drei Kirchtürme der Kirchen des Pfarreienverbundes St. Michael in Buxheim, St. Andreas in Eitensheim und St. Martin in Tauberfeld. Die Kerze wird in der Basilika verbleiben und künftig bei jeder Wallfahrt von Tauberfeld nach Wemding in der Früh entzündet und den ganzen Wallfahrtstag dort brennen. Bevor sich die Pilger bei einem gemeinsamen Abendessen stärkten und auf den Nachhauseweg machten füllten sich viele noch etwas Wasser vom Brunnenaltar ab, um es mit nach Hause zu nehmen.

mma