Auf die Freundschaft mit Israel

Johannes-Rau-Stipendiaten des Katharinen-Gymnasiums erlebten unvergessliche Woche in Berlin

08.11.2022 | Stand 08.11.2022, 7:00 Uhr

Ein Besuch im Deutschen Bundestag gehörte zu den Höhepunkten der Reise der Schülerinnen und Schüler aus Ingolstadt und aus Israel. Foto: Adam, Katharinen-Gymnasium

Das Katharinen-Gymnasium pflegt seit vielen Jahren einen regen Austausch mit Schulen in Israel sowie mit der Gedenk- und Bildungsstätte Yad Vashem in Jerusalem. Das Johannes-Rau-Programm – benannt nach dem SPD-Politiker und Bundespräsidenten von 1999 bis 2004 (Rau starb 2006) – ermöglicht dem Ingolstädter Gymnasium weitere Chancen für Begegnungen mit Schülerinnen und Schülern aus Israel, um die Freundschaft zu stärken. Wie berichtet, waren Mitte Oktober vier Jugendliche über das Johannes-Rau-Programm in Ingolstadt zu Gast.

Kurz darauf hatten vier Schülerinnen und Schüler des Katherls die Möglichkeit, als Stipendiaten zusammen mit ihren israelischen Austauschschülern eine einwöchige Reise nach Berlin zu unternehmen. „Ins Leben gerufen wurde das Programm vor 20 Jahren, um Beziehungen zwischen israelischen und deutschen Jugendlichen zu knüpfen und die jeweiligen Kulturen besser kennenzulernen“, berichtet das Katharinen-Gymnasium. Das vom Pädagogischen Austauschdienst geplante Programm hatte für die Stipendiaten einiges zu bieten: „Beispielsweise eine unvergessliche Führung durch das Schloss Bellevue, eine Besichtigung des Reichstagsgebäudes sowie eine interessante Diskussionsrunde im Auswärtigen Amt.“ Dabei war insbesondere das Verhältnis zwischen Israel und Deutschland Thema der Jugendlichen.

Highlight: Treffen mit israelischen Nationalspielern

Neben politischen Fragen kamen weitere Sehenswürdigkeiten, die Kultur und der Sport nicht zu kurz. Zusammen wurde eine farbenfrohe Show im Berliner Friedrichstadtpalast besucht sowie ein Basketballspiel zwischen Alba Berlin und den Telekom Baskets aus Bonn. Ein besonderes Highlight dabei war das Treffen mit den israelischen Nationalspielern Yovel Zoosman und Tamir Blatt nach dem Spiel. „Im Zentrum des Programms stand jedoch immer das Knüpfen neuer Kontakte und Freundschaften zwischen den Jugendlichen aus beiden Ländern“, berichtet das Gymnasium. Um sich besser kennenzulernen, erstellten die Schülerinnen und Schüler in deutsch-israelischen Kleingruppen gemeinsame Podcasts, in denen sie Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten ihres Alltags thematisierten. In diesem Zusammenhang entbrannte beispielsweise eine große Debatte darüber, ob Mineralwasser mit Kohlensäure genießbar sei, was von den israelischen Stipendiaten vehement angezweifelt wurde.

„... es war eine unvergessliche Zeit.“

Die Schule resümiert: „Gegen Ende der gemeinsamen Woche spürte man bei den Ingolstädtern und allen anderen Teilnehmern deutlich die Traurigkeit angesichts des nahenden Abschieds. In der kurzen Zeit sind, ganz im Sinne des Rau-Programms, viele neue Kontakte und Freundschaften entstanden. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer hoffen auf ein Wiedersehen. Die Katherl-Schülerin Mannat Multani fasste ihre Erlebnisse wie folgt zusammen: „Das Johannes-Rau-Programm war eine unvergessliche Zeit.“

DK