Ingolstadt

Coole Schule

Erweiterungsbau an der Münchener Straße feierlich eingeweiht – Kosten: 13 Millionen Euro

16.07.2022 | Stand 16.07.2022, 7:00 Uhr

Von Christian Silvester

Ingolstadt – Die Chor-Kinder schmettern das Lied ihrer Antonschule derart begeistert, dass allen Erwachsenen in der Aula sofort klar wird: Die Kleinen meinen das, was sie singen, genau so: „Anton, Anton, unsre coole Schule ist der Hit! Anton, Anton, Anton – das sind wir, komm’, mach doch mit!“ Denn hier spüre man Gemeinschaft, „deshalb ist’s schön“.

Und mit dem neuen, großen Anbau ist die Grundschule an der Münchener Straße, wie sie offiziell heißt, noch schöner geworden. Der vierstöckige Bau mit der Klinkerfassade bietet viel Platz, nicht nur für Klassenzimmer, auch für die Schulküche, den Speisesaal, das Rektorat oder das Elternsprechzimmer; zudem gibt es einen Ruheraum mit sechs PCs. Das Ganze hat 13 Millionen Euro gekostet, 2800 Quadratmeter Grundfläche wurden seit 2019 plangemäß innerhalb von zwei Jahren bebaut, im dritten Jahr fanden Feinarbeiten statt. Am Freitag wurde Einweihung gefeiert.

Die Schülerin Ella und ihr Mitschüler Luke moderieren sehr gekonnt. Als Erstes bitten sie den OB auf die Bühne. „Was für ein freudiger Anlass!“, sagt Christian Scharpf. Er sei froh über die neuen Räume. „Kinder verbringen immer mehr Zeit in der Schule. Daher muss man sich in Schulen wohlfühlen können.“ So wie hier. „Wo könnte Geld besser angelegt sein als in Bildung und Betreuung der Kinder?“ Er zählt auf: In acht Ingolstädter Schulen laufen derzeit Sanierungs- oder Baumaßnahmen, sieben Projekte seien in Planung. „Eine unserer wichtigsten Pflichtaufgaben.“ Bis 2025 werde die Stadt 200 Millionen Euro für Schulbaumaßnahmen ausgeben, langfristig sei dafür eine halbe Milliarde eingeplant.

Möglich, dass Rektorin Sigrid Schwarzer vor ihrer Rede erst ihre Rührung in den Griff bekommen muss, derart liebevoll wird sie von Ella und Luke ans Mikro gebeten: Sie sei „die Seele und das Herz der Schule, sie schenkt allen Geborgenheit und Liebe“. Als Laiin auf dem Gebiet des Bauwesens habe ihr das Großprojekt „manch graues Haar“ beschert, erzählt sie lächelnd. Nun freue sie sich umso mehr über den schönen Anbau, der das 1929 eingeweihte Stammhaus gelungen ergänze. Sie dankt den Kindern, die in der Zeit der Arbeiten die Belastungen geduldig ertragen hätten, sowie allen, die am Neubau beteiligt waren. „Sie haben gemeinsam viel bewegt!“

Anton-Pfarrer Matthias Blaha erbittet Gottes Segen. „Gott will, dass das Leben in dieser Schule von Liebe geprägt ist.“ Der evangelische Pfarrer Axel Conrad musste kurzfristig absagen. Dann geht die Einweihung in das Schulfest über.

DK