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Lentinger Gemeinderat spricht sich knapp gegen Mitfinanzierung aus - Zukunft bleibt offen

Kein Zuschuss für Buslinie S8

Lenting
erstellt am 12.10.2018 um 15:02 Uhr
aktualisiert am 17.10.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Lenting (grs) Mit der Mehrheit von einer Stimme hat der Lentinger Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung die Mitfinanzierung der INVG-Buslinie S 8 abgelehnt. Wie es damit weitergeht, ist noch nicht bekannt.
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Die Linie 30 ? hier an der Haltestelle Beethovenstraße ? ist wohl die am meisten genutzte in Lenting. Die S8 dagegen, die täglich mit rund 130 Passagieren zwischen dem kleinen Ort und Audi verkehrt, will der Gemeinderat nicht mitfinanzieren.
Die Linie 30 - hier an der Haltestelle Beethovenstraße - ist wohl die am meisten genutzte in Lenting. Die S8 dagegen, die täglich mit rund 130 Passagieren zwischen dem kleinen Ort und Audi verkehrt, will der Gemeinderat nicht mitfinanzieren.
Greis
Lenting
Erst mit dem vorletzten Punkt auf der Tagesordnung beschäftigte sich das Gremium mit der Situationsanalyse durch die INVG und der Finanzierung der genannten Buslinie mit dem Hauptziel Audi, das täglich 130 Mitfahrer anstreben - eine Zahl aus dem vorigen Jahr. Von den damit verbundenen Kosten bleiben nach Vorleistungen - zum Beispiel von der Stadt - etwas über 23000 Euro pro Jahr an der Gemeinde Lenting hängen.

Nach der Erläuterung des Systems durch Bürgermeister Christian Tauer und trotz dessen ausdrücklicher Befürwortung kamen aus den drei Fraktionen allerlei Zweifel. So stellten einige Räte infrage, ob die Gemeinde womöglich zu viel oder Audi zu wenig herangezogen werde. Wolfgang Hüttner (CSU), Ludwig Grail (SPD), Bernd Vogl (FW) und weitere Sprecher aus den drei Fraktionen sprachen sich mehrheitlich für alternative Linien aus und nannten auch Gründe für ihre Zurückhaltung, während der Bürgermeister eher einlenkte: "Wer nicht zahlt, der kriegt keinen Bus."

Die knappe Mehrheit blieb jedoch bei der Meinung, die Linie unter diesen Umständen nicht mitfinanzieren zu wollen, und lehnte das an der Wand plakativ dargestellte Drittel Mitfinanzierung am Ende strikt ab. Sichtlich verärgert über den 7:8-Beschluss zeigte sich Bürgermeister Tauer - auch weil sich nicht absehen lasse, wie es nun weitergehen soll. Welche Folgen sich daraus für die Gemeinde und letztlich die Busnutzer ergeben könnten, darüber wurde in der Sitzung erst einmal nicht weiter diskutiert.
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