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Scheyrer FOS wächst weiter: Neuer Zweig Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnologie kommt wohl

Weit über den Erwartungen

Scheyern
erstellt am 12.03.2018 um 18:01 Uhr
aktualisiert am 16.03.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Scheyern (DK) Die Berufliche Oberschule in Scheyern setzt ihren Wachstumskurs fort. Die Anmeldezahlen für das nächste Schuljahr übertreffen alle Erwartungen - und die Fachoberschule (FOS) wird mit Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnologie (ABU) wohl um einen vierten Zweig erweitert.
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Scheyern: Weit über den Erwartungen
Ein Gläschen Sekt zur Feier des Tages: Monika Linke (von links), Andrea Hahn, Hubert Ruisinger, Otmar Schaal und Bärbel Ritthammer stoßen auf die erfolgreiche Einschreibung an. - Foto: Ermert
Scheyern

"Das übertrifft unsere Erwartungen", sagt Schulleiter Hubert Ruisinger. Als ihm Monika Linke und Andrea Hahn die Zahlen präsentieren, zaubern sie ihm ein Lachen ins Gesicht. "Besser hätte es nicht laufen können", kommentiert Ruisinger die FOS-Anmeldungen: 72 für den ABU-Zweig, 59 im Sozialzweig, stolze 75 in Wirtschaft und immerhin noch 37 im Technikbereich. "Zwischen Wirtschaft und Technik geht es immer hin und her", deutet die Stellvertretende Schulleiterin Bärbel Ritthammer die Zahlen. ABU habe überall gewildert. "Vermutlich am meisten bei Technik", fügt Ruisinger an. Trotzdem seien die vergleichsweise wenigen Technikschüler auch kein großes Problem.

Gesichert ist all das noch nicht. Schließlich spricht die Schulleitung von "Bruttozahlen". Im Regelfall verringern sich diese noch um zehn bis 15 Prozent. Manche Schüler tauchen im September einfach nicht auf, andere schaffen die Zugangsvoraussetzung nicht: einen Schnitt von 3,5 in Deutsch, Englisch und Mathe. "Das ändert aber nichts daran, dass die Anmeldezahlen eine Superbasis für uns sind", ergänzt Otmar Schal, der Dritte im Bunde der Schulleitung. "Dass es mit dem ABU-Zweig klappt, macht viel Mut für die Zukunft unserer Schule."

Ganz fix ist es noch nicht, dass die Scheyrer FOS erneut ein gutes Stück wächst. Die Anmeldungen werden umgehend geprüft, ans Landratsamt und ans Kultusministerium weitergeleitet. Offiziell steht frühestens im Mai fest, dass Scheyern mit dem vierten Zweig planen darf. "Aber ich denke, dass ich bald eine mündliche Aussage erhalte, wo die Reise hingeht", hofft Ritthammer. Schließlich müsse sie bereits in den kommenden beiden Wochen die Weichen für das nächste Schuljahr stellen. Klassen einteilen, Lehrer anfordern, das Organisatorische regeln. "Vergangenes Jahr war es mit dem Sozialzweig genauso", fügt sie an. "Da bekam ich gleich den Hinweis aus dem Ministerium, dass es klappt."

Überhaupt sei das vergangene Jahr ein optimaler Probelauf für das gewesen, was auf die Mitarbeiter der Beruflichen Oberschule nun wartet. "Jetzt geht es darum, die passenden Praktikumsplätze für die vielen Schüler im neuen Zweig zu finden", berichtet Monika Linke. Und ihre Kollegin Andrea Hahn meint: "Beim Sozialzweig hat das prima geklappt. Also kriegen wir das hoffentlich wieder so gut hin." Schal ist sich da ebenfalls sicher: "Wir haben große Erwartungen geweckt. Jetzt müssen wir auch liefern - und das schaffen wir."

Ein Stück enger wird es hinter den Klostermauern bestimmt. Zusätzlich zu über 200 FOS-Neulingen haben sich zu den Zweigen der Berufsoberschule (BOS), also Wirtschaft und Technik, ebenfalls je 50 Jugendliche angemeldet. "Damit haben wir gar nicht gerechnet", räumt Ruisinger ein. "Der stete Rückgang an der BOS scheint gestoppt." Zwei Vorklassen, in denen Mittel- und Wirtschaftsschüler auf FOS oder BOS vorbereitet werden, können auch gebildet werden.

Die Berufliche Oberschule scheint sich also vollumfänglich etabliert zu haben. Das belegen die Regionen, aus denen sich die neuen Schüler angemeldet haben. Das Gros kommt aus Pfaffenhofen und der Umgebung. Aber es sind viele Freisinger, Dachauer und Schrobenhausener dazugekommen. Und gerade zuletzt nahmen auch die Anmeldungen aus einer Region zu, die in Scheyern bis dato fast gar nicht vertreten war. "Der Landkreisnorden, die Gegend um Vohburg und Manching", berichtet Andrea Hahn. Für diese war bislang Ingolstadt der einzige Bezugspunkt. "Da können wir unsere Basis scheinbar langsam verbreitern", freut sich Ruisinger.

Von Patrick Ermert
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