Freitag, 21. September 2018
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Der erste Ingolstädter Earth Peace Day findet am 22. September auf den Rathausplatz statt

Nachhaltigkeit für alle

Ingolstadt
erstellt am 11.09.2018 um 20:05 Uhr
aktualisiert am 15.09.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (DK) Ein Zusammenschluss Ingolstädter Initiativen und ehrenamtlicher Organisationen lädt am übernächsten Samstag, 22. September, von 11 bis 19 Uhr zum ersten Earth Peace Day auf den Rathausplatz.
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Die Initiatorinnen des Earth Peace Days: Margit Brabender (links) und Sabine Orthmann auf dem Rathausplatz.
Die Initiatorinnen des Earth Peace Days: Margit Brabender (links) und Sabine Orthmann auf dem Rathausplatz.
Hauser
Ingolstadt
Vorbild ist Augsburg, wo die Veranstaltung bereits seit fünf Jahren fest zum städtischen Terminkalender gehört. Die schwäbische Hauptstadt gilt nicht nur deswegen mittlerweile als ein besonders gelungenes Beispiel lokaler Nachhaltigkeitspolitik. Stadtfairwandler nennt sich die Verbindung der Ingolstädter Ortsgruppen der Albert-Schweitzer-Stiftung, der Transition Town-Initiative und der hiesigen Foodsharing-Gruppe, die sich für die Organisation des Earth Peace Days zusammengefunden hat, um das Thema auch an der Donau voranzutreiben. Ein wesentliches Ziel der Veranstaltung sei, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass das Thema Nachhaltigkeit ausnahmslos alle betrifft, erklären die Mitorganisatorinnen Margit Brabender und Sabine Orthmann. "Wir wollen zeigen, dass jeder die Möglichkeit hat, einen Beitrag zu leisten", erklärt Orthmann.

In ihrer Agenda 2030 haben die Vereinten Nationen 17 Ziele - von Geschlechtergerechtigkeit über ökologische Themen bis zur Bildung - formuliert, die die Weltgemeinschaft in den nächsten Jahren verfolgen muss, um global ein gedeihliches Miteinander zu ermöglichen oder zu erhalten. Die Vielschichtigkeit des Themas ist im Mai dieses Jahres auch am vielbeachteten "Tag der Nachhaltigkeit" in Ingolstadt deutlich geworden. Wie damals soll auch der Earth Peace Day zeigen, dass das Thema längst nicht mehr ein Anliegen alternativer Öko-Fantasten ist, sondern längst auch Wissenschaft, Politik und Wirtschaft beschäftigt. Unter anderem beteiligen sich deswegen die Technische Hochschule Ingolstadt und die Katholische Universität an der Veranstaltung, sowie die Ingolstädter Vertreter überregionale Organisationen wie Amnesty International, Greenpeace, des LBV und des Bundes Naturschutz.

So vielseitig das Thema Nachhaltigkeit ist, so mannigfaltig sind auch die regionalen Initiativen und Organisationen, die an dem Tag die Möglichkeit zur Präsentation bekommen. Und davon gibt es mehr, als vielen Ingolstädtern bewusst sein dürfte, betonen die beiden Organisatorinnen. Brabender und Orthmann erinnern an den kurz vor der Eröffnung stehenden verpackungsfreien Laden nurINpur, das Nachhaltigkeitskonzept der Lokale von Andy Green oder die Fair-Trade-Aktionen Ingolstädter Schulen, Interessensvertretungen von Fahrradfahrern, Friedensbewegungen und etliche Tierschutz-Initiativen.

Bei aller gebotenen Ernsthaftigkeit für das Thema soll am Earth Peace Day ein "erhobener Zeigefinger" unbedingt vermieden werden, betont Brabender. "Es geht auch darum, einfach Spaß zu haben. " Deswegen ist die Veranstaltung auch als ein "Festival" angekündigt. Auf der - von der Stadt bereitgestellten - Bühne werden nicht nur Vertreter der beteiligten Organisationen zu Wort kommen, sondern auch Bands auftreten. Das Künstlerkollektiv aus dem Kap 94 und der Verein Künstler an die Schulen stellen ein Kinderprogramm zusammen, Foodtrucks und Essensstände stellen die Verpflegung sicher. Bei einer Tombola gibt es rund 1200 große und kleine Preise zu gewinnen. "Es soll eine freudvolle Veranstaltung werden", erklärt Brabender.

Mit dem Festival auf dem Rathausplatz holen die Veranstalter das Thema Nachhaltigkeit im Wortsinn mitten hinein ins die Ingolstädter Aufmerksamkeit. Dort soll es auch nach dem 22. September bleiben. "Wir hoffen schon, ein anhaltendes Bewusstsein für das Thema zu schaffen", so Orthmann. Darüber hinaus dient die Veranstaltung der Vernetzung der einzelnen lokalen Gruppen. Daraus könnte eine gemeinsame Agenda entstehen, die vermehrt auch in die Stadtpolitik hineinwirkt, hoffen die Initiatorinnen. Und natürlich soll auch der Earth Peace Day zu einer regelmäßigen Veranstaltung in Ingolstadt werden.
Johannes Hauser
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