Dienstag, 18. Dezember 2018
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Feuer auf Lentinger Industriegelände verursacht rund 500.000 Euro Schaden

Kessel-Mitarbeiter bei Brand leicht verletzt

Lenting
erstellt am 06.12.2018 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.12.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Lenting (DK) Ein Feuer ist in der Nacht auf Donnerstag im Innenhof der Lentinger Firma Kessel an der Bahnhofstraße ausgebrochen. Mitarbeiter des Unternehmens wurden leicht verletzt. Die Ursache des Brands ist noch ungeklärt, die Kriminalpolizei Ingolstadt hat die Ermittlungen aufgenommen. Der Schaden liegt bei rund 500.000 Euro.
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Laut Polizeibericht waren auf einer Fläche von etwa 1600 Quadratmetern vermutlich mehrere Kunststoffbehälter in Brand geraten. Die Einsatzkräfte wurden gegen 0.15 Uhr über die Integrierte Leitstelle über das Feuer auf dem Industriegelände informiert. Neben der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung aus Eichstätt waren mehrere Freiwillige Feuerwehren - darunter jene aus Lenting, Hepberg und Kösching - sowie die Ingolstädter Berufsfeuerwehr angerückt. Auch die Werkfeuerwehren von Gunvor und Airbus sowie die Feuerwehren aus Gaimersheim und Pförring wurden alarmiert.

Aufgrund erster Meldungen waren die etwa 120 Feuerwehrleute davon ausgegangen, dass Gebäude des Betriebs brannten. "Die meterhohen Flammen waren schon von Weitem zu sehen, sodass die Einsatzkräfte ,auf Sicht' anfahren konnten", schreibt etwa die Köschinger Feuerwehr in ihrem Bericht. Diese konnten der Polizei zufolge zwar schnell verhindern, dass das Feuer von den brennenden Kunststoffbehältern auf die umliegenden Gebäude übergriff. Dennoch wurden Fassaden, Fenster und Hallentore teilweise erheblich durch die Entwicklung von Rauch und Hitze beschädigt. Auch mehrere Maschinen wurden durch das Wasser des automatisch ausgelösten Sprinklersystems in Mitleidenschaft gezogen.

Mindestens zwei Mitarbeiter des Unternehmens brachte der Rettungsdienst der Polizei zufolge mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung vorsorglich in ein Krankenhaus. Diese konnten laut Firmensprecher Florian Holzapfel noch im Laufe der Nacht jedoch wieder entlassen werden. "Darüber sind wir sehr froh", sagte er gestern Vormittag im Gespräch mit unserer Zeitung.

Wie es zum Feuer kam, war bis zum Abend unklar. Die Ermittlung der Brandursache hat die Kriminalpolizei Ingolstadt übernommen. Ob in den Kunststoffbehältern tatsächlich der Herd des Feuers zu finden war, steht noch nicht fest, berichtete Holzapfel. Auch Produkte des Unternehmens seien dort gelagert gewesen. Zum genauen Inhalt der Behälter machte der Kessel-Sprecher keine Angaben. "Die Schadenslage ist unübersichtlich, die Polizei hat das Gelände noch abgesperrt." Diese schätzt den Schaden indes auf insgesamt rund 500.000 Euro.
 
Tanja Stephan
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