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26-jähriger Autofahrer entzieht sich einer Kontrolle und fährt mit hoher Geschwindigkeit gegen Baum

Flucht vor der Polizei endet tödlich

Irgertsheim
erstellt am 18.12.2011 um 20:30 Uhr
aktualisiert am 31.01.2017 um 20:04 Uhr | x gelesen
Irgertsheim (DK) Mit hoher Geschwindigkeit ist am Sonntagmorgen gegen 6 Uhr ein 26-jähriger Autofahrer vor der Polizei geflohen. Bei Irgertsheim kam er von der Straße ab und prallte frontal gegen einen Baum. Er war laut den Beamten sofort tot. Die Polizei ermittelt nun, warum er sich der Kontrolle entzog.
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Um 6 Uhr alarmierte eine Frau in Bergheim die Polizeiinspektion Neuburg, weil in der Hauptstraße eine Tür mit Farbe besprüht worden war. Auf der Fahrt zum Einsatzort fiel der Streife ein Pkw auf, der mit hoher Geschwindigkeit die Donaustraße in Richtung Westen fuhr. In der Annahme, dass es sich um den Tatverdächtigen der Sachbeschädigung handelte, folgten die Beamten laut Auskunft der Polizei dem Fahrzeug mit Oberhausener Kennzeichen (OB). Als der Fahrer des BMW 5er Touring dann in den Hof eines Anwesens einbog, wollten ihn die Beamten kontrollieren. Dazu kam es aber nicht. Der Fahrer fuhr erneut an, vorbei an der Streife und mit hoher Geschwindigkeit auf der Staatsstraße in Richtung Irgertsheim.

Irgertsheim: Flucht vor der Polizei endet tödlich
Ein Baum stoppte die Flucht eines 26-jährigen Leiharbeiters, der sich bei Bergheim einer Polizeikontrolle entzogen hatte.
Reiß
Irgertsheim
Mit deutlichem Abstand nahm die Polizeistreife die Verfolgung auf. Auf Höhe der Einfahrt nach Irgertsheim erkannten die Beamten, dass der Fliehende einen anderen Pkw-Fahrer überholt hatte, bevor er dann am Fuß einer Steigung nach rechts von der Fahrbahn abkam und mit enormer Wucht frontal gegen einen Baum prallte. Der nicht angegurtete 26-jährige Fahrer war laut Polizeibericht sofort tot. Eingeleitete Rettungsmaßnahmen blieben ohne Erfolg. Am Fahrzeug entstand Totalschaden.

Hans-Peter Kammerer, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord, betonte, dass die Streife weiten Abstand zum Fliehenden gehalten habe. „Verfolgungsjagd ist der falsche Begriff“, sagte Kammerer. Demnach raste der 26-Jährige mit mehr als 150 Stundenkilometern von Bergheim in Richtung Irgertsheim. „Es war regennass, da bestand auch für die Kollegen ein erhebliches Risiko“, sagte der Pressesprecher. Die Beamten hätten sich „sehr sensibel und ruhig“ verhalten, weder Martinshorn noch Blaulicht eingeschaltet und Verstärkung gerufen. Als man darüber nachdachte, dem Verdächtigen von der anderen Seite her den Weg zu versperren, kam dieser von der Straße ab. Zwischen Einsatzort und Unfallstelle liegen rund zwei Kilometer.

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Von Sebastian Schanz
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