Mittwoch, 21. November 2018
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Bei Vorfall in Oberhaunstadt war sogar ein Messer im Spiel

Viktualienmarkt: Wieder Randale

Ingolstadt
erstellt am 09.09.2018 um 21:11 Uhr
aktualisiert am 13.09.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Ingolstadt (hl) Trotz Videoüberwachung lässt sich der Viktualienmarkt offenbar nicht völlig befrieden.
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Jedenfalls musste die Polizei am frühen Samstagabend bei Streitereien eingreifen, die in Handgreiflichkeiten ausarteten. Inwieweit bei den Vorfällen auch übermäßiger Alkoholkonsum im Spiel war, geht aus dem Bericht der Inspektion allerdings nicht hervor.

Die Polizei spricht von einem "unübersichtlichen Streit", der sich gegen 18.30 Uhr unter mehreren Besuchern entwickelt haben soll. Protokolliert wurden schließlich zwei Vorfälle, die sich aus der Situation ergaben, als zuvor unbeteiligte Besucher der kleinen Budenstadt schlichtend eingreifen wollten.

So soll eine 41-jährige Ingolstädterin von einem etwa 25-jährigen Mann geschlagen worden sein, als sie vermittelnd eingreifen wollte. Die Frau wurde an der Schulter getroffen. Sie beschrieb den Täter, der sich bei Eintreffen der Polizei bereits entfernt hatte, als etwa 1,65 Meter groß, von kräftiger Statur und mit Dreitagebart. Auffällig war eine Narbe, die über die rechte Wange und die Stirn des Mannes verläuft. Auch ein 37-jähriger Streitschlichter wurde laut Polizei von einem später geflüchteten, noch unbekannten Täter geschlagen, der ebenfalls etwa 25 Jahre alt sein soll. Von ihm ist nur bekannt, dass er zur Tatzeit einen graue Mütze trug.

Als die Beamten einen der ursprünglichen Kontrahenten nach dem Verlauf des Streits befragten, soll dieser sich äußert unkooperativ und sogar aggressiv verhalten haben. Dieser Mann wurde deshalb schließlich vorübergehend in Gewahrsam genommen. Wer Hinweise auf die beiden flüchtigen Schläger geben kann, sollte sich unter (0841) 9343-2222 bei der Polizeiinspektion melden.

In Oberhaunstadt war bereits in der Nacht zum Samstag eine Auseinandersetzung unter Jugendlichen ziemlich aus dem Ruder gelaufen. Wie die Polizei berichtet, war Ausgangspunkt das Zusammentreffen von drei jungen Mädchen im Alter von 14 und 15 Jahren mit einem Pärchen gewesen, das gegen 1 Uhr früh in einem Park an der Annette-Kolb-Straße auf einer Bank saß. Bei einer der Nachtschwärmerinnen soll es sich um eine frühere Freundin der jungen Frau handeln, die mit einem 16-jährigen Begleiter bereits im Park geweilt hatte. Zwischen den beiden Mädchen war es offenbar schon vor geraumer Zeit zum Bruch gekommen, so dass sich bei dem plötzlichen Aufeinandertreffen ein Streit entwickelte, der derart eskalierte, dass auch der Begleiter eingriff.

Der junge Mann soll den drei Spaziergängerinnen im Sprint nachgesetzt haben und eines der Mädchen eingeholt, gegen ein geparktes Wohnmobil gedrückt und sogar ein Messer gezogen haben, ohne dies jedoch einzusetzen. Ein aufmerksamer Anwohner griff schließlich mit seinem Hund ein, dessen Bellen den Angreifer vertrieb. Die Polizei ermittelt nun, unter anderem wegen Bedrohung.
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