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Der Köschinger Daniel Hill schaffte es in die RTL-Trampolin-Show "Big Bounce"

Auf dem Sprung

Kösching
erstellt am 15.02.2018 um 14:25 Uhr
aktualisiert am 19.02.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Kösching (DK) Daniel Hill aus Kösching hat es aus der Menge von 4000 Bewerbern in die RTL-Trampolin-Show "Big Bounce" geschafft. Wie er abgeschnitten hat, können die Zuschauer am heutigen Freitag um 20.15 Uhr bei RTL mitverfolgen.
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Daniel Hill aus Kösching bei "Big Bounce".
Daniel Hill aus Kösching bei "Big Bounce".
MG RTL D/Markus Hertrich
Kösching

Sportlich war der 36-Jährige schon immer. Der gebürtige Ingolstädter trainiert Thai- und Kickboxen im Gladiator Fight Club in seiner Heimatstadt. Außerdem fährt Hill seit 20 Jahren Snowboard und ist Snowboardlehrer. Auf dem Gartentrampolin ist Hill bisher eher mit seinen beiden Kindern herumgesprungen. Das sollte sich 2017 schlagartig ändern.

Auf die Show "Big Bounce" wurde Daniel Hill aufmerksam, als er eines Abends seine beiden Kinder hütete. Seine Frau Alexandra war nämlich gerade arbeiten. "Da habe ich die Werbung für die Show gesehen und mir gedacht: Warum nicht?", erinnert sich der gelernte Betriebswirt, der mit Freunden eine eigene Sonnenbrillenkollektion ("Heimatstolz") auf den Markt gebracht hat.

"Ninja Warrior Germany", wo Athleten einen fordernden Geschicklichkeitsparcours durchqueren müssen, fand er schon immer "extrem gut". Ihn reizte die Idee, selbst eine solche Erfahrung zu machen.

Ende Januar 2017 hatte Daniel Hill sich bei "Big Bounce" beworben. Ab April fing er an, massiv zu trainieren. Statt drei bis fünf Trainingseinheiten pro Woche standen dann zwölf wöchentliche Trainingseinheiten auf dem Programm. Sechsmal trainierte der Köschinger in der Früh, sechsmal am Abend. Am siebten Tag gönnte Hill seinem Körper eine Ruhepause. "Bei der Show ist vieles Glückssache. Was ich jedoch beeinflussen konnte, waren meine körperliche Fitness und meine Sicherheit auf dem Trampolin", erklärt der Familienvater seinen strammen Trainingsplan.

Zum Trainieren reichte das Gartentrampolin dann nicht mehr: Hill besuchte Trampolinparks in München und in Ulm. Um sich die Angst vor der Höhe zu nehmen, machte der 36-Jährige im Ingolstädter Freibad in aller Früh Hechtsprünge vom Fünf-Meter-Brett. Saltos übte er vom Drei-Meter-Brett. "Ich habe mit dem Training angefangen, noch bevor ich die Kinder in den Kindergarten gebracht habe", erinnert sich Hill. Beim Training unterstützt hat ihn auch Gentian Morina vom Gladiator Fight Club Ingolstadt.

Der 36-jährige Köschinger in seinem Heimatort..
Der 36-jährige Köschinger in seinem Heimatort.
Vogl
Kösching

Beim Casting in Köln musste der Köschinger mit 4000 anderen Bewerbern dann zeigen, was er drauf hatte. Eine der Aufgaben: von einem fünf Meter hohen Turm auf ein Trampolin springen und auf einem anderen, vier Meter hohen Turm wieder landen. "Da hatte ich schon extrem Muffe", berichtet der Daniel Hill lachend. "Die Halle war voller Leute, überall standen Kameras, und ich fragte mich: Warum mache ich das eigentlich?" Am Ende hat dann alles gut geklappt - der gebürtige Ingolstädter schaffte zusammen mit 400 anderen Kandidaten den Sprung in die Show.

Zur Aufnahme in den Niederlanden kamen dann auch Ehefrau Alexandra, sein Bruder Rainer und viele Freunde zur Unterstützung mit. Besonders beeindruckt war Hill von der Qualität der Teilnehmer: "Da waren Profi-Parkourläufer mit eigenen YouTube-Channels. Dann gab es Olympiateilnehmer im Boxen und Deutsche Meister im Trampolinturnen. Und dann war da noch ich." Mit drei Teilnehmern hat er sich besonders gut verstanden: mit Profi-Parkourläufer Max aus Wien, mit dem Familienvater Bernd und dem Stuntman Dustin aus der Serie "Alarm für Cobra 11" aus Köln.

Den Parcours bekamen die Teilnehmer eineinhalb Stunden vor der Aufzeichnung zum ersten Mal zu sehen. Trainieren durften sie darauf nicht. "Dafür war beim Warmspringen auf dem Trampolin ein professioneller Trampolin-Bundestrainer dabei und gab Tipps", erinnert sich Hill. Bis er an die Reihe kam, durfte er auch einige Interviews geben - ebenfalls eine völlig neue Erfahrung für den Köschinger. Am Starttag hat er vor lauter Nervosität nur ein halbes Panini gegessen. "Das schaut im Fernsehen viel einfacher aus, als es ist", sagt er rückblickend. Am schwierigsten fand Daniel Hill "die Pilze". Das sind pilzförmige Hindernisse, auf denen man vorwärts springen musste und die im Abstand von diagonal über zwei Metern aufgestellt sind.

"Der Spaßfaktor war überragend", sagt Hill im Rückblick und stellt klar. "Ich würde es sofort wieder machen." Auch wenn er nach der Show nach all der Anstrengung erst mal fünf Wochen Trainingspause eingelegt hat.

"BIG BOUNCE"

"Big Bounce - Die Trampolin Show" ist eine von RTL seit 2018 gesendete Spielshow, in der Kandidaten verschiedene aus Trampolins bestehende Parcours überwinden müssen. In drei Runden treten die Kandidaten bei der Sendung gegeneinander an. Nur die Schnellsten und Geschicktesten kommen weiter. Im Finale am 2. März messen sich dann die 40 besten Teilnehmer aller Shows und kämpfen um die 100 000 Euro. | vov

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