Samstag, 21. Juli 2018
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Bauausschuss beschließt Leuchten zwischen Sandgasse und Büchenbacher Weg

Nicht mehr im Dunkeln unterwegs

Roth
erstellt am 12.07.2018 um 15:25 Uhr
aktualisiert am 15.07.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Roth (HK) Die Fahrradverbindung zwischen Sandgasse und Büchenbacher Weg in der Stadt Roth wird eine Beleuchtung bekommen. Das hat der Rother Bauausschuss mit zehn zu einer Stimme beschlossen.
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Damit ist er einem Antrag der SPD-Fraktion gefolgt. "Uns haben Bürger angesprochen, dass es dort nach Einbruch der Nacht schon sehr dunkel ist", erklärte SPD-Fraktionschef Andreas Buckreus. "Wir bedanken uns, das ist eine gute Lösung", kommentierte er den von Stadtbaurätin Lydia Kartmann erarbeiteten Vorschlag.

Bald werden die neue Radverbindung durch das Rednitztal neun Solarleuchten säumen, die jeweils vier Stunden nach Sonnenuntergang und zwei Stunden vor Sonnenaufgang volle Leuchtleistung erbringen. Dazwischen liegt sie bei zehn Prozent. Die Lichtsteuerung erfolgt über Dämmerungsschalter und eine Zeitschaltuhr. Das Bauamt hatte diese Lösung angeregt, weil eine Erdverkabelung im Hochwasserfall nicht ausreichend sicher gewesen wäre.

Mehr Sicherheit und Komfort für den Radverkehr ohne zusätzlichen Kohlendioxid-Ausstoß also. Richard Radle, Stadtratsmitglied der Grünen, war dennoch nicht zufrieden. Schließlich hatte Kartmann den positiven Beschlussvorschlag trotz einiger Einwände des Landratsamts vorgelegt. Die untere Naturschutzbehörde hatte zu bedenken gegeben, dass der Radweg entlang eines Auwaldsaums samt flussbegleitender Röhrichtbestände verlaufe, die wertvolle Lebensräume am Stadtrand darstellten. "Dort könnte eine nächtliche Beleuchtung eine Störung der Lebensgemeinschaften verursachen", so die fachliche Stellungnahme. "Lampen im Außenbereich könnten zudem Insektenfallen darstellen", hatte das Landratsamt angemahnt.

Lydia Kartmanns Hinweis auf eine "insektenfreundliche Beleuchtungsstärke" und eine vollständig geschlossene Umhüllung, um Eindringen zu verhindern, beruhigte Radle nicht. "Insektenfreundlich bedeutet nicht, dass dort Nektar und Ambrosia fließen, sondern nur, dass weniger sterben", brachte Radle seine Sicht auf den Punkt. Er regte deshalb an, die Lampen so zu programmieren, dass sie nachts einige Stunden völlig abschalten und so lange Dunkelphasen entstehen. "Das wäre ein Kompromiss", so Radle. Lydia Kartmann hielt das durchaus für einen gangbaren Weg. "Wir werden das als Anmerkung ins Protokoll aufnehmen", erklärte sie. Richard Radle war das zu wenig. "Nicht in den Beschluss? Dann muss ich dagegen stimmen", sagte er.
 
Robert Schmitt
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