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Gredinger Frühlings- und Kräutermarkt erlebt bei Sommertemperaturen einen großen Besucheransturm

Keine Chance für die letzten Winterreste

Greding
erstellt am 15.04.2018 um 21:18 Uhr
aktualisiert am 19.04.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Greding (HK) Ideales Marktwetter mit angenehmen Temperaturen, so viele Stände wie noch nie und Besucher, die sich über das üppige Angebot freuen: Was will man mehr? Der Frühlings- und Kräutermarkt in Greding hat zum Start in die Marktsaison die Messlatte hochgehängt.
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Erfahrene Marktbesucher nutzen schon gleich zum Marktbeginn die Chance, einen der begehrten Plätze in der Tschu-Tschu-Bahn zu ergattern. Denn am Nachmittag, so hat die Vergangenheit gezeigt, muss man manchmal an einer der Haltestellen warten, bis in der kleinen Bahn wieder ein Platz frei wird. Denn wer einmal drinsitzt im "Kunnerla", der geht nicht so schnell wieder raus.

Das kann die kleine Linda allerdings nicht ganz verstehen. Für die Kleine mit ihren noch nicht einmal zwei Jahren ist die holprige und in den Tunneln oder Toren sehr laute Fahrt noch kein Highlight. Bei ihren größeren Geschwistern sieht das ganz anders aus. Sie kreischen begeistert, wenn der Fahrer Günther Brendel die Hupe erklingen lässt oder bei der Autobahneinfahrt einen kleinen Schlenker macht. Bei dieser kleinen Finte müssen aber auch die Erwachsenen laut lachen. Sie genießen die Sicht auf Greding aus anderer Perspektive und die bequeme Verbindung zwischen Markt, Autoschau und Geschäften, die am Sonntag ihre Türen geöffnet haben.

Auch bei der Autoschau stehen alle Türen weit offen, denn die Besucher sollen die ausgestellten Fahrzeuge genau unter die Lupe nehmen. Getestet werden die Ausstattung und das bequeme Ein- und Aussteigen, aber auch Spritverbrauch und Übersichtlichkeit. Auch alternative Antriebe sind ein Gesprächsthema zwischen Besuchern und Ausstellern.

Die Freiwillige Feuerwehr Greding grillt fleißig Würstchen, lockt mit dem Duft die Besucher an und nutzt auch gleich die Gelegenheit, mit Flyern auf ihr großes Jubiläumsfest Ende Mai hinzuweisen. Und darauf, dass sie noch 26 kleine Taferlträger braucht. Denn für den Festzug am Sonntag haben sich immerhin 115 Vereine angemeldet.

Mit den Temperaturen steigt in der Mittagszeit auch die Zahl der Besucher sprunghaft an. Vor allem "Grünzeug" stößt auf großes Interesse. Beim Anblick üppiger Ranunkeln oder zarten Schleierkrauts, knackiger Salate oder filigraner Bodendecker stört sich keiner mehr am Gedanken, die neu gekauften Pflanzen durch den ganzen Markt tragen zu müssen. Der Obst- und Gartenbauverein Greding ist mit seiner Pflanzentauschbörse schon seit Jahren Stammgast auf dem Markt. Gern gibt er die Blumen- oder Kräuterspenden seiner Mitglieder - zusammen mit wertvollen Tipps fürs Pflanzen und Pflegen - gegen eine kleine Spende weiter. Auch der gespendete Knoblauch findet einen Abnehmer - obwohl die Hobbygärtnerin, die ihn vorbeigebracht hatte, sich das gar nicht vorstellen kann.

Rund um würzige Kräuter dreht es sich bei einem Stand, der eine bunte Palette an Dips anbietet. Um festzustellen, was einem schmeckt, muss man zuerst testen. Deshalb lädt Jürgen Trobentar, der die einzelnen Marktstände und ihr Angebot vorstellt, alle Besucher ein: "Kommt doch ruhig zum Probieren." Der runde Tisch mit den kleinen Gläschen ist daraufhin schnell umlagert.

Im Mittelpunkt des Marktes stehen aber nicht nur kulinarische Köstlichen und Dekoratives für den Garten, sondern auch die Kinder aus Greding und Obermässing. Ob Johannes-Kindergarten, Kindergarde der Gredonia oder die Bella Bambinas aus Obermässing - jeder Auftritt wird beklatscht.

Viel Beifall gibt es auch für die fantasievollen Boote, die die Kinder für die Agbach-Regatta gebastelt haben. Durch intensives Nachfragen erfährt Trobentar, dass sich der Opa geopfert und den Wein getrunken hat, damit das Boot durch 63 Korken viel Auftrieb hat. Als Material für die kleinen Schiffe wurde alles Greifbare verwendet, von der leeren Plastikflasche über Bambus bis hin zu Schwämmen. "29 Boote sind heuer dabei", freut sich Susanne Schneider vom BDS nicht nur über die Vielfalt, sondern auch über die große Zahl der kleinen Schiffe. Ihre Tauglichkeit müssen sie im Agbach beweisen, genau beobachtet von den vielen Besuchern.
Andrea Karch
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