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Domdekan Willibald Harrer aus Selingstadt feiert sein 40-jähriges Jubiläum als Pfarrer

„Im Priesterleben gibt es Freude und Leid“

Heideck
erstellt am 24.07.2017 um 16:55 Uhr
aktualisiert am 28.07.2017 um 03:33 Uhr | x gelesen
Heideck (HK) Mit Stadtpfarrer Josef Schierl und den Mitgliedern des Pfarrverbundes Heideck-Laibstadt-Liebenstadt sowie Thalmässing und vielen Gästen hat Domdekan Willibald Harrer aus Selingstadt in einem festlichen Gottesdienst sein 40-jähriges Wirken im Priesteramt gefeiert.
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Heideck: Domdekan Willibald Harrer (rechts) feiert mit Stadtpfarrer Josef Schierl am Altar sein 40-jähriges Jubiläum.
Domdekan Willibald Harrer (rechts) feiert mit Stadtpfarrer Josef Schierl am Altar sein 40-jähriges Jubiläum.
Peschke
Heideck

Der Gottesdienst wurde von Musikern des Staatstheaters Nürnberg und dem Heidecker Kirchenchor unter der Leitung von Franz Stengel hervorragend musikalisch und mit Karl Wieser an der Orgel umrahmt. Mit dem Jubilar zogen Fahnenabordnungen der Feuerwehren Heideck und Selingstadt, des TSV Heideck, der KAB und der Rosenkranzbruderschaft ins Gotteshaus ein.

Die Frauen des KDFB hatten vor dem Altar einen herrlichen Blumenteppich mit dem Primizspruch von Willibald Harrer „In der Kraft des Heiligen Geistes seid ihr meine Zeugen“ niedergelegt. Auf die vielen Besucher des Festgottesdienstes wartete ein musikalischer Ohrenschmaus.

In seiner Predigt würdigte Stadtpfarrer Schierl das priesterliche Leben von Domdekan Willibald Harrer, der 1951 in Selingstadt geboren und am 18. Juni 1977 vom damaligen Bischof Alois Brems im Eichstätter Dom zum Priester geweiht worden war.

Er habe in der Diözese in Eichstätt als Kaplan (Berching und Nürnberg), als Pfarrer (Sachsen-Lichtenau und Ingolstadt-Etting) und auch als Kolping-Diözesanpräses gewirkt. 1997 wurde er als Regens an das bischöfliche Priesterseminar berufen.

2001 wurde Harrer Domkapitular und Direktor des Caritasverbandes der Diözese Eichstätt. Ende 2010 erfolgte seine Wahl zum Domdekan. Er steht seit dieser Zeit an der Spitze des Domkapitels, das als Konsultatorenkollegium gemäß dem Kirchenrecht den Bischof bei der Leitung der Diözese unterstützt.

Das 40-jährige Priesterjubliäum sei, so Schierl, vor allem ein Grund, danke zu sagen. Dieser Dank gelte vor allem Gott, der ihn vor 40 Jahren zum Priester seiner Kirche bestellt habe. Der Priester sei ein Mensch, der von Jesus zu den Menschen gesandt wurde. In Willibald Harrers Primizspruch „In der Kraft des Heiligen Geistes, seid ihr meine Zeugen“ komme dies zum Ausdruck.

Mit dem Dank an 40 erfüllte Priesterjahre stellte Schierl fest: „Ganz gleich, welche Aufgaben und Dienste dir, lieber Jubilar, in Zukunft noch übertragen werden, unsere gemeinsame Mission und Sendung bleibt die Gemeinschaft mit Gott und den Menschen, die in jeder Eucharistie gefeiert wird.“

Nach dem Auszug aus der Kirche lud Schierl zu einem Stehempfang in das Haus St. Benedikt ein. Der Vorsitzende des Pfarreigemeinderats, Siegfried Allmannsberger, überbrachte die Glückwünsche der Pfarrei Heideck. Er wünschte Domdekan Harrer Gesundheit für die kommenden Jahre. „Genießen Sie die Begegnung mit den Menschen in Heideck!“

Bürgermeister Ralf Beyer gratulierte ebenfalls. Man sei als Heidecker stolz, einen Geistlichen mit solch einem beachtlichen Lebensweg in seinen Reihen zu wissen. Er wünschte ihm für künftige Aufgaben eine ebenso erfolgreiche Zeit.

Domdekan Willibald Harrer bedankte sich an erster Stelle bei Stadtpfarrer Schierl für den schönen Gottesdienst und die Organisation des Priesterjubiläums. Und auch für dessen qualifizierte, fundierte und theologisch geprägte Predigt. Seinen Respekt zollte er seinem ehemaligen Nachbarn, Chorleiter und Dirigent Franz Stengel, für die großartige musikalische Gestaltung des Gottesdienstes mit dem Meisterorganisten Karl Wieser. Es sei für ihn ein großes Zeichen der Wertschätzung, dass Franz Stengel die Organisation dieser außerordentlichen musikalischen Begleitung des Gottesdienstes übernommen habe.

Zur Frage des Moderators Jürgen Streit über seine Entwicklung zum Priester antwortete Harrer, dass seine Entscheidung zum zölibatären Weg „nicht vom Himmel“ gefallen sei. Er habe auch kein begnadetes Erleuchtungserlebnis gehabt. Es sei jedoch die Basis durch ein religiöses Leben, auch im Elternhaus, gelegt worden, Priester zu werden.

Zum Priesterleben führte er aus, dass es wie in anderen Lebensbereichen Hochs und Tiefs, Freude und Leid, erfüllende und beglückende Stunden und Momente gebe. Auch Schmerz und Trauer, Glück und Frustration gehörten dazu.

Ein Priester habe es mit der gesamten Palette des Lebens zu tun, nämlich Menschen zu begleiten mit Rat und Unterstützung, schlicht Seelsorge im besten Sinne zu leisten. Er wünschte sich, dass alle Menschen einen Gottesbezug und Ewigkeitsbezug haben und darauf vertrauen, dass es mit dem Tod nicht aus ist, sondern wir in eine neue Daseinsform gehen. Seine abschließende Botschaft lautete: „Der Weg der Ökumene ist unumkehrbar. Pflegt die guten Kontakte zur evangelischen Kirche“.

Max Peschke
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