Sonntag, 21. Oktober 2018
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Toiletten werden saniert - Kommune schöpft hohen Zuschuss ab

Frische Luft für Schulhaus in Eysölden

Thalmässing
erstellt am 10.10.2018 um 18:35 Uhr
aktualisiert am 13.10.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Thalmässing (al) Ein anrüchiges Problem wird dank des Kommunalinvestitionsprogramms zur Verbesserung der Schulinfrastruktur (KIP-S) bald der Vergangenheit angehörigen.
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Thalmässing
Die Marktgemeinde Thalmässing hat sich mit der Sanierung der Grundschule Eysölden für dieses Programm beworben und ist aufgenommen worden, informierte Bürgermeister Georg Küttinger die Mitglieder des Marktrats am Dienstagabend. Die Kosten für die Sanierung werden auf gut 92000 Euro geschätzt, der Zuschuss in Höhe von 80 Prozent wird rund 74000 Euro betragen. Da der Marktrat die Sanierung einstimmig gebilligt hat, wird der Antrag bei der Regierung eingereicht. Fertigstellungstermin ist Ende 2022. "Wir wollen die Sanierung aber 2019 durchziehen", versicherte Bürgermeister Georg Küttinger.

Dann können die Schüler in Eysölden im wahrsten Sinne des Wortes aufatmen, denn die Toiletten stinken zum Himmel, gerade bei einem Wetterumschwung. Dieses Problem hat die Kommune bisher nicht in den Griff bekommen, die Erneuerung der WC-Anlagen soll das nun richten. Dabei wird die Zahl der Jungen-Toiletten verkleinert und der frei werdende Platz für den Einbau eines barrierefreien WCs genutzt.

Mit mehreren kleineren Maßnahmen soll die Barrierefreiheit im Schulgebäude hergestellt werden, informierte Peter Knoll vom Bauamt. Nach einer Ortsbesichtigung mit Paul Rösch vom Inklusionsnetzwerk wurde festgelegt, dass eine Treppe mit einem Plattformlift ausgestattet wird.
Bei dieser Treppe (Bild oben) wird auf eine Rampe verzichtet. Die Waschräume brauchen dringend eine Sanierung.
Bei dieser Treppe (Bild oben) wird auf eine Rampe verzichtet. Die Waschräume brauchen dringend eine Sanierung.
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Bei einer anderen Treppe ist das laut Rösch nicht notwendig, da der Bereich über den Pausenhof auch für Rollstuhlfahrer zugänglich sei. Wenn einmal ein Rollstuhlfahrer die Schule besuchen würde, könnte der Höhenunterschied auch mit einer mobilen Rampe überwunden werden. Diese Idee gefiel Erwin Schneider (TL) nicht. Wenn schon der Flur umgebaut werde - er soll besser gedämmt werden und einen neuen Bodenbelag erhalten, damit er noch intensiver als Lernbereich genutzt werden kann -, dann solle man doch gleich eine feste Rampe vorsehen, schlug er vor. Dafür sei aber, so Knoll mit Bezug auf Rösch, der Aufwand zu groß.

An der Südfassade wird eine Tür mit drei bis vier Stufen als zweiter Rettungsweg eingebaut. Als weitere Verbesserung in Sachen Brandschutz wird der Feueralarm erneuert, der derzeit leiser ist als der Pausengong.

Martin Hauke (TL) nutzte diesen Tagesordnungspunkt, um ein großes Lob an die Verwaltung loszuwerden. Die setzte alles daran, bei den vielen Investitionsprogrammen, die derzeit aufegelgt würden, sofort zu reagieren und Anträge zu stellen. "Sonst könnten wir diese Zuschüsse nicht abgreifen. " Der Bürgermeister hörte das Lob gern, verschwieg aber auch nicht, dass dieses Engagement auch viel Arbeit für die Verwaltung bedeute. Wenn zum Beispiel dieses KIP-S-Programm genutzt werde, das ja eigentlich nicht eingeplant gewesen sei,werde damit Arbeitszeit gebunden. Andere Maßnahmen müssten dann zurückstehen. "Solche Projekte müssen begleitet und abgearbeitet werden. Von außen sieht man oft nicht, was da dranhängt. " Dass die Kommune einen Bautechniker eingestellt habe, so Küttinger, mache sich bezahlt. "Da sparen wir Ingenieurkosten. "
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