Sonntag, 18. November 2018
Lade Login-Box.

Stadtrat segnet Umgestaltung ab - Neuer Spielbereich für Kleinkinder und neues Gebäude für Kiosk und Wasserwacht

"Eine gelungene Verbesserung für unser Bad"

Freystadt
erstellt am 08.11.2018 um 11:17 Uhr
aktualisiert am 12.11.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Das Freystädter Naturbad in Rettelloh wird mit einem Bade- und Spielbereich für Kleinkinder aufgewertet. Das hat der Stadtrat in seiner Sitzung am Dienstagabend beschlossen.
Textgröße
Drucken
Das Freystädter Naturbad in Rettelloh erhält eine Kinderspielzone und ein neues Multifunktionshaus. Das alte Wasserwachthaus wird abgerissen.
Das Freystädter Naturbad in Rettelloh erhält eine Kinderspielzone und ein neues Multifunktionshaus. Das alte Wasserwachthaus wird abgerissen.
haz
Freystadt
Nicht zum ersten Mal ist es am Dienstagabend im Stadtrat um die Verbesserung des Naturbads gegangen. Zuletzt war angedacht, den Spielbereich für Kleinkinder direkt beim Einlauf der Quelle im östlichen Teil des Badeweihers zu platzieren, wie Planer Claus Schmitt von der Wasserwerkstatt Bamberg erklärte. Um aber die erhofften Zuschüsse aus dem Leader-Programm abrufen zu können, sei eine Voraussetzung für die neue Badezone ein barrierefreier Zugang zum Wasser mit einer Rampe für Rollstuhlfahrer.

Bei den Detailplanungen habe man nun das Gelände geprüft und festgestellt, dass der Quellzulauf aus einem Hügel kommt, aber nur ein Stück weiter östlich ein geringeres Gefälle herrscht. Hier könne man den Zugang zum Wasserplatz mit nur sechs Prozent Gefälle gestalten.

Der serpentinenartige Zugang erhält eine Pflasterung und beiderseits Handläufe. Die Spiel- und Plantschzone selbst wird bachlaufähnlich gestaltet mit flachen Steinen, Spielgeräten, einem separaten Sandmatschplatz und als Überdachung ein Sonnensegel. Dazwischen werden Sitzgelegenheiten und Liegeebenen platziert. Eine Pumpe, die mit einer Zeitschaltuhr gesteuert werden soll, sorgt zu den Betriebszeiten des Naturbads für einen stetigen Wasserkreislauf im Wasserspielplatz. Insgesamt hat Schmitt für die Umgestaltung rund 270000 Euro veranschlagt. Hinzu kommen 4000 Euro jährlich für den Unterhalt der Naturbadanlagen.

Freystadts stellvertretender Bürgermeister Rudolf Schiener, der für den verhinderten Bürgermeister Alexander Dorr die Sitzung leitete, stellte nochmals fest, dass die Badebedingungen für kleinere Kinder nicht optimal sind und der Kiosk nicht mehr zeitgemäß ist. Damit sprach er er Christoph Wittmann von der Freystädter Wasserwacht, die das Naturbad betreut, aus der Seele. Dieser hofft, dass nach der Aufwertung auch wieder mehr Wasserwachtsmitglieder in der Betreuung des Naturbads aktiv werden.

Über das Gebäude der Wasserwacht hat derweil Sebastian Tischinger vom städtischen Bauamt nachgedacht. "Es ist zu klein und am falschen Standort", so seine Feststellung. Als neuen Standort hat er den Platz oberhalb des Wasserspielplatzes ausgemacht . Auch hier gebe es Wasser- und Kanalanschluss. Viel Lob aus dem Gremium erhielt Tischinger für seine Planungen mit einer würfelförmigen Raumaufteilung. Die verschiedenen Größen der Würfel und die versetzte Anordnung lasse den Bau vergleichsweise filigran wirken.

Insgesamt sind der Bade- und Spielbereich für Kleinkinder und das neue Kioskgebäude mit 743 000 Euro veranschlagt. Nach Abzug der Leader-Zuschüsse bleibt für die Stadt ein Kostenanteil in Höhe von 431 000 Euro. "Eine gelungene Verbesserung für unser Bad", sagte Schiener, bevor das Gremium den Umbau einstimmig absegnete.
 

Aus der Sitzung 

 
  • Für diejenigen Orte in der Großgemeinde Freystadt, durch die Kreis- und Staatsstraßen verlaufen, sollen insgesamt 29 Geschwindigkeitsmessgeräte angeschafft werden, um innerorts die Verkehrsteilnehmer darauf aufmerksam zu machen, dass sie zu schnell unterwegs sind.
 
  • Fest installiert werden sollen die Geräte mit Smiley- und Auswertfunktion jeweils an den beiden Ortseingängen in Forchheim, Groß- und Kleinberghausen, Frettenshofen, Sondersfeld, Schmellnricht, Mörsdorf, Thannhausen, Rohr oder Michelbach sowie in der Seligenportener Straße, der Pfarrstraße und der Frankenstraße in Möning. Mit zwei Gegenstimmen befürwortete der Stadtrat die Anschaffung, die rund 70000 Euro kostet. Für Sulzkirchen - hier wurde die Ortsdurchfahrt nach dem Bau der Umgehung zur Gemeindestraße abgestuft - forderte Stadtratsmitglied Robert Schlirf ebenfalls ein Geschwindigkeitsmessgerät, weil nach seiner Aussage am östlichen Ortseingang von der Umgehung her viel zu schnell gefahren werde.
 
  • Vorbereitet werden soll ein Baugebiet auf Grundstücken nahe dem Forchheimer Friedhof. Stadtratsmitglied Ludwig Schöll sagte dazu, man solle nicht den zweiten Schritt vor dem ersten tun und zunächst die entsprechenden Grundstücke erwerben. Mit zwei Gegenstimmen wurde letztlich beschlossen, den Flächennutzungsplan der Stadt entsprechend zu ändern - allerdings mit dem Zusatz, dass die Flächen zeitnah erworben werden müssen.
 
  • Der Landkreis Neumarkt will die Kreisstraße NM 18 vom Kreisverkehr Oberndorf bis Kruppach ausbauen und parallel dazu einen Geh- und Radweg errichten. Die Stadt Freystadt ist auf einer Länge von 750 Metern ab Kreisverkehr betroffen, der Rest ist Mühlhausener Gebiet. Der Freystädter Stadtrat stimmte der Vereinbarung mit dem Landkreis über den Bau und den Unterhalt des Geh- und Radweges zu. Der Anteil der Stadt Freystadt an den Kosten des Radwegbaus beträgt 30000 Euro.
 
  • Die Nutzer der Kläranlage Möning müssen ab dem kommenden Jahr je eingeleitetem Kubikmeter Abwasser sieben Cent mehr bezahlen. Kämmerer Andreas Kraus erklärte dazu, dass diese Gebühr nach der jetzigen Neukalkulation für die nächsten drei Jahre gilt. Die Grundgebühr in Höhe von 72 Euro jährlich bleibt dagegen auf dem bisherigen Stand. haz



 
Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Kommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Für die Inhalte übernimmt donaukurier.de keinerlei Verantwortung und Haftung. weitere Informationen
Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!