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"Eine faktische Diskriminierung"

Kronmühle
erstellt am 12.07.2018 um 17:55 Uhr
aktualisiert am 16.07.2018 um 03:33 Uhr | x gelesen
Kronmühle (lkm) Den Ortstermin in einem Privatwald bei Kronmühle hat der Vorsitzende vom Waldzertifizierer PEFC Deutschland, Andreas Bitter, zu scharfer Kritik am schwedischen Möbelriesen Ikea genutzt.
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Einen Spechtbaum kennzeichnet die Bundestagsabgeordnete Marlene Mortler mit einem Schild des Zertifizierers PEFC Deutschland, dessen Vorsitzender Andreas Bitter beim Ortstermin mit Ikea hart ins Gericht geht.
Einen Spechtbaum kennzeichnet die Bundestagsabgeordnete Marlene Mortler mit einem Schild des Zertifizierers PEFC Deutschland, dessen Vorsitzender Andreas Bitter beim Ortstermin mit Ikea hart ins Gericht geht.
Foto: Leykamm
Kronmühle
Hintergrund bildet dabei dessen Liebäugeln mit dem Konkurrenten in Sachen Zertifizierung namens FSC. Das Großunternehmen wolle ab 2020 nur noch mit jenen Waldeigentümern zusammenarbeiten, die dessen Siegel haben. Das sei in Deutschland aber nur für 1,2 Millionen Hektar Wald der Fall, sagte Bitter. Seitens des vierbuchstabigen Labels könne man auf 7,5 Millionen verweisen.

Damit sei das Ansinnen des skandinavischen Herstellers "faktisch eine Diskriminierung", so Bitter. PEFC setze auf Gruppenzertifizierung und Stichprobenkontrolle, FSC auf einzelbetriebliche Zertifikate mit jährlichem Audit. Ein finanzieller Aufwand, der größer sei als die Bewirtschaftung koste, moniert Bitter. Leistbar sei dies nur für die Staatsforsten sowie größere und mittlere Privatwaldbesitzer. Für ein Unternehmen, das sich gerne als sozial hinstelle, "ist das doch etwas widersinnig". Bis jetzt sehe es so aus, als wolle der Konkurrent die Holzindustrie zur Zertifizierung auffordern, die dann wiederum ihre Belieferer zum FSC-Beitritt bewegen müsse. Das aber sei für einen kleinen Waldbesitzer "eigentlich nicht möglich".
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